Glimmerati (NGage-Test)
(von Anja Rudlaff)

»Glimmerati« ist ein rasantes Spielchen mit flinken Flitzern und High Society-Story. Schafft den Aufstieg ins Jet-Set, indem Ihr Euch durch Rennsiege und kleine Sonderaufträge bis zum Chefsessel des Club Glimmerati hocharbeitet.

Dieses Racing-Game ist eindeutig auf die Bedürfnisse der männlichen Klientel zugeschnitten: Wer Spaß hat an rasanten Rennstrecken und wohlgeformten Weibchen, sollte hier unbedingt weiterlesen.

»Rennen mit Background«
Diesmal wird die Vielfalt an interessanten Rennparcours in liebevoll gestalteter Umgebung - wie zum Beispiel der Altstadt von Milano, des nächtlichen Hafens von Monaco oder einer winterlichen Alpenlandschaft - in eine Story um Liebe, Intrigen und anderen schlüpfrigen Dinge verpackt.

»Chefsessel nicht ausgeschlossen«
Als unglaublich reicher Alleinerbe, der nach -ähem- sinnvollen Aufgaben in seinem ach so reizlosen Leben sucht, gerät man durch Zufall an den Chef des Club Glimmerati: Maxwell McCain. Dem gefällt Eure Nase, oder was auch immer, und so lädt er Euch in seinen exklusiven Club ein. Dort könnt Ihr nach einer kurzen Einführung an der Clubmeisterschaft teilnehmen und Euch durch kleine Gefälligkeiten, wie zum Beispiel seine Angetraute durch die Landschaft zu kutschieren, beliebt machen. Viel wichtiger ist es allerdings, sich vorher ausgiebig mit den Parcours und Eigenarten Eures Gefährts vertraut zu machen.

Die sind nämlich nicht ohne. Zumal die Lenkmöglichkeiten des »N-Gage« den kurvenreichen Streckenverläufen nicht unbedingt zuträglich sind. Daher ist intensives Training unabdinglich. In den Clubrennen müsst Ihr Euch nämlich vom letzten bis mindestens auf den dritten Platz hocharbeiten. Sei noch zu erwähnen, dass die anderen Rennteilnehmer natürlich schon mindestens einmal Meister waren und deren Wagen natürlich mehr Power haben.

Das Studium der Schwächen Eurer Gegner und der Strecken versetzt Euch jedoch in die Lage, auch hier zu siegen. Für ungeduldige Spieler eine echte Herausforderung. Denn schnelle Erfolge kann man hier nicht erzielen. Aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer: allzu schnell landet man mit seinem Boliden an der nächsten Mauer, was einem durch ein unspektakuläres "klöng" vermittelt wird. Nun ja, wenn man den Motorengeräuschen glauben darf, fahrt Ihr zumindest anfangs eh nur einen wild gewordenen Rasenmäher.

Glimmerati - Glimmerati - Alles, was große Jungs sich wünschen!

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Im Verlauf des Spiels könnt Ihr Euren Kontrahenten dann ihre Schlitten abjagen.

Wenn Ihr Interesse am Leben und Lieben der Reichen und Schönen habt, solltet Ihr allerdings das Hauptanliegen der Story nicht aus den Augen lassen: den Chefsessel von Maxwell McCain.

Ganz nebenbei gibt´s auch noch Aufmerksamkeiten der Damenwelt zu ergattern wie Wohnungsschlüssel und ultraknappe Tangahöschen. Ansonsten treibt Ihr Euch in Bars, Hotels, auf Presseempfängen und Fotoshootings rum - und bei den Rennen natürlich. Eure Erfolge könnt Ihr dann in Eurem Büro bewundern - zum Beispiel im Tagebuch. Im Multiplayer-Modus ausserdem in der »N-Gage«-Arena, wo Ihr Euch mit Euren Mitspielern über Eure Erfolge austauschen könnt. Na, wer hat denn wohl den *piep*....

»Optik toll, Sound nicht«
Die Technik dieses Spiels ist mal abgesehen von der Soundwiedergabe und der eigensinnigen Steuerung wirklich erwähnenswert. Die Handling ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Das schwarzweiß gehaltene Intro lässt durch Song und Aufmachung an James-Bond-Filme erinnern. Die grafische Darstellung der Rennstrecken ist liebevoll detailliert, verpixelt nur selten und macht Spaß. Die Standbilder der Jet-

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Set-Figuren sind etwas klischeehaft, aber gut umgesetzt. Die musikalische Untermalung passt zum Background der Story, ist aber nicht unbedingt jedermanns Sache. Vorteil: Sie lässt sich beliebig runterregeln und man kann seine Ohren voll auf die Motorengeräusche ausrichten. Diese sind nämlich ein bisschen dünn ausgefallen. Dafür kann man den Streckenverlauf aus einer "schräg über und hinter mir" - Perspektive betrachten, welches ein promptes

Reagieren ermöglicht. Leider gibt es nur diese eine Perspektive. Auch wenn wir das noch nicht deutlich ausgedrückt haben: die Story dieses Spiels ist ernst gemeint. Hier ist kein Augenzwinkern, keine Ironie mit von der Partie.

Dafür kann man aber auch mal in Speedbooten über das kühle Nass zischen und in Raketenwagen dem Geschwindigkeitsrausch verfallen.