Geisterjäger gibt es in der einen oder anderen Weise unzählige, sowohl in der Literatur, im Film als auch in Videospielen. Nur wenige davon sind wirklich unterhaltsam und besitzen so etwas wie Humor. John Sinclair beispielsweise mag ein effizienter Dämonenjäger sein, doch im Vergleich zum Charme und Witz der Ghostbusters bleibt er nicht nur blass, er beißt sich sogar die Zähne aus.

Das gilt leider auch weitestgehend für „Sanctum of Slime“, den neuesten Versuch, die Abenteuer der drei Helden Dr. Peter Venkman, Dr. Raymond „Ray“ Stantz und Dr. Egon Spengler aufleben zu lassen.

Ghostbusters: Sanctum of Slime - Nicht die Strahlen kreuzen

Doch Moment: Statt dieser allseits bekannten Protagonisten steuert ihr lediglich vier absolute Greenhorns durch die mit wenigen Details ausgestatteten Räume. Ein erster Schuss vor den Bug. Dann lieber das Gute vorneweg: Das Arcade-Actionspiel bietet für recht günstige 800 MS-Punkte (oder entsprechend 7,99 Euro PC/PS3) ziemlich viel Spielzeit.

Ghostbusters: Sanctum of Slime - Es schleimte uns voll

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Am Ende jedes der 12 Levels geht es dem Bossmonster an den Kragen.
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Wer alle zwölf Levels im ersten Durchgang hinter sich lässt, benötigt mindestens zehn Stunden. Die Frage ist nur, ob man die schleimige Suppe so lange erträgt. Wobei, eigentlich fängt es ja ganz nett an, jede Mission wird mit einem Comic eingeführt, der die gruseligen Geschehnisse und die ausgebüxten Widersacher erläutert. Soweit, so interessant.

Ghostbusters: Sanctum of Slime - Es schleimte uns voll

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Zur Abwechslung liegt mal niemand am Boden oder steht dem Protonenstrahl im Weg.
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Danach wird es jedoch ziemlich schnell langweilig. Ihr latscht in isometrischer Perspektive von einem Raum zum nächsten, säubert die Zimmer von generischen Feindeshorden, bis sich eine weitere Tür öffnet, sammelt noch ein paar Extras ein und wandert auf diese Weise bis zum Bossmonster. Überraschungsmomente sucht ihr in Sanctum of Slime mit der Lupe, jeder Schritt ist vorhersehbar, die Attacken der immer gleichen Kontrahenten sind so prickelnd wie stilles Mineralwasser.

Dazu kommt eine mehr als enttäuschende Gestaltung der Levels und Spielfiguren, die nur wenige Details enthalten, keinen Charme ausstrahlen und zudem hölzern animiert sind - soweit das überhaupt anhand dieser Fitzeloptik erkennbar ist.

Rot, gelb oder doch lieber blau?

Lediglich eine kleine taktisch anmutende Spielerei sorgt zumindest ab und zu für Aufregung und rettet den Spielablauf vor dem völligen Bankrott: Ihr verfügt nicht nur über eine Waffe, sondern schon bald über gleich drei verschiedene Offensivoptionen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Farbe der Munition (rot, gelb, blau), die ihr entsprechend der eingefärbten Feinde auswählt.

Ghostbusters: Sanctum of Slime - Es schleimte uns voll

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Nicht vergessen, die richtige Waffenfarbe zu wählen!
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Attackieren euch also viele bunte Smarties gleichzeitig, wechselt ihr munter zwischen den Wummen umher und löscht die dämonische Brut aus. Ach ja, um das Ganze noch „aufregender“ zu gestalten, erwartet euch nach erfolgreichen Bossfights noch ein kleines Mini-Quicktimeevent, in dem ihr eine vorgegebene Reihenfolge von Knöpfen drückt, um Bonuspunkte einzusacken.

Viel mehr gibt die einfallslose Actionballerei leider nicht her, zumal auch die drei kümmerlichen KI-Begleiter meist eher doof im Weg stehen oder sich von den Geistergestalten umnieten lassen. Glücklicherweise ist es einerseits möglich, seine Freunde wiederzubeleben, und andererseits übernehmen im Koop-Modus auf Wunsch drei menschliche Kameraden die Rollen der übrigen Spielfiguren, und das macht dann auch viel mehr Spaß als mit den computergesteuerten Begleitern.

Langweilige Actionballerei ohne Charme und Esprit.Fazit lesen

In diesem Fall agiert das Team viel koordinierter, steht sich weniger gegenseitig in der Schussbahn und setzt die farbigen Waffen deutlich effizienter gegen das Böse ein.