Ständig gegen ein und denselben Geisterpiraten zu kämpfen ist doch langweilig! Das muss sich zumindest Bill Tiller, ehemaliger Zeichner von Monkey Island 3 gedacht haben, als ihm die Idee zu Ghost Pirates of Vooju Island gekommen ist, denn im Gegensatz zur Adventure-Reihe von Lucas Arts sind wir hier die Geisterpiraten (und -priester). Autumn Moons neuestes Werk erbt die karibische Atmosphäre des großen Vorbilds, aber können Humor und Rätsel genauso überzeugen?
Mit A Vampyre Story legte Tillers Entwicklerstudio ein solides Erstlingswerk hin, das aber mit eindeutigen Schwächen nervte. Haben die Amerikaner aus ihren Fehlern gelernt oder will man mit dem Vooju-Adventure lediglich auf der neu entfachten Monkey-Island-Welle mitreiten?
Die Geister, die ich rief
Zu Beginn des Insel-Abenteuers sterben unsere Helden. OK, sie sterben nicht wirklich, werden aber von der bösartigen Vooju-Hexe Queen Zimbi verflucht und können fortan nur noch als spektrale Wesen durch die Karibik geistern, getrennt von ihren Körpern. Diese gilt es sogleich wiederzuerlangen, somit liegt das Ziel der ersten Spielhälfte direkt vor Augen. Wir kontrollieren gleich drei Protagonisten: Papa Doc, Ex-Mann von Zimbi und Vooju-Priester, Blue Belly, Koch einer Piratencrew, und Jane Starling, Schatzjägerin.
Papa Doc und Queen Zimbi - hier noch vereint.Wir können stets zwischen den drei Geistern wechseln, die Interaktion des ungleichen Trios beschränkt sich allerdings auf Ratschläge über Gegenstände im Inventar – wirklich von einander abhängig sind die Abschnitte der jeweiligen Charaktere nicht, sie könnten also genauso gut hintereinander ablaufen. So haben wir immerhin die Möglichkeit, auf einen anderen Geist zu wechseln, sollten wir mal nicht weiterkommen.
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Kommentare 2
F.
Ich werde wohl warten, bis es nicht mehr als 20 Euro kostet.
Mel