Etwa acht Monate ist es her, dass Sony auf der Paris Games Week einen gänzlich unbekannten Titel aus dem Hut zauberte. Ghost of Tsushima hat bereits mit dem ersten Teaser die Massen in den Bann gezogen. Und genau das hat sich zur großen E3-Präsentation mitsamt Gameplay nicht geändert. Wir zeigen euch in dieser Vorschau, was ihr über Ghost of Tsushima wissen müsst und was ihr euch von dem PS4-Exklusivtitel erhoffen dürft.

Eine Augenweide:

Ghost of Tsushima - E3 2018 Gameplay-DebutEin weiteres Video

Der letzte Samurai

Im Herbst des Jahres 1274 werdet ihr in das feudale Japan und somit in die Geschehnisse von Ghost of Tsushima geworfen. Das Land liegt friedlich da, bis die Mongolen einfallen und alles und jeden aus dem Weg räumen, der ihnen in die Quere kommt. Als einer der letzten Überlebenden der Samurai und somit die letzte Rettung für sein Land, stemmt ihr euch mit dem Protagonisten Jin Sakai gegen die Invasoren.

Allein gegen den Rest der Welt: Jin muss sich den Invasoren fast allein stellen.

Ghost of Tsushima mag zwar auf dem historischen Sturm der Mongolen auf Japan im Jahre 1274 basieren, jedoch ist die Geschichte des letzten Samurai frei erfunden. Das Spiel gliedert sich dabei in unterschiedliche Tage nach der Invasion, die als Kapitel fungieren.

Zwischen Schönheit und Gewalt

Wer den Trailer am Anfang unserer Vorschau anschaut, wird direkt merken, wie stylisch Ghost of Tsushima bereits in dieser kurzen Präsentation aussieht. Die Entwickler wollen hier das feudale Japan samt cooler Samurai-Action in den Mittelpunkt rücken. Die Abfolge der schnellen und präzisen Hiebe, verdreckte Kleidung und das Säubern der Klinge nach einem Kampf sind Details, die nicht direkt ins Auge fallen, aber definitiv zur Atmosphäre beitragen.

Nicht nur rohe Gewalt führt euch in Ghost of Tsushima zum Ziel

Während sie an dem Spiel bastelten, haben sich die Entwickler ein Motto immer wieder ins Gedächtnis gerufen. „Mud, Blood and Steel“; also „Schlamm, Blut und Stahl“ sollen Ghost of Tsushima zusammenfassen. Dabei entsteht ein Kontrast zwischen der Schönheit Japans und der blutigen Grausamkeit der Kämpfe, die sich hoffentlich lange im Kopf der Spieler hält. Kontrast ist auch ein gutes Stichwort für den Protagonisten. Denn auch wenn er als Samurai mit einem Ehrenkodex behaftet ist, verlangt ihm die Invasion der Mongolen alles ab. Deshalb wird er im Laufe der Story wohl auch von seinen Idealen abkommen.

Offene Spielwelt, offene Fragen

Ghost of Tsushima bietet euch eine völlig freie Welt zum Erkunden. Noch haben die Macher allerdings nicht verraten, was es abseits der Story für euch zu tun gibt. Nebenquests und Sammelaufgaben sehen wir bei einem solchen Spiel eigentlich schon als gesetzt an. Doch wird es noch zusätzliche Beschäftigungen geben, die euch am Ball halten? Immerhin haben die Entwickler bei Sucker Punch schon versprochen, dass sie euch eine reichhaltige Welt liefern wollen, die auch in Sachen Hintergrundgeschichte nicht geizt. Wir dürfen gespannt sein.

Allein der kurze Einblick in die Spielwelt hat uns schon den Atem geraubt.

Das Kampfsystem gehört ebenfalls noch zu den großen Fragezeichen von Ghost of Tsushima. Zwar soll dieses die Präzision und „Schönheit“ der Samuraikampfkünste zeigen, jedoch wissen wir noch nicht, wie sich dieses steuert. Ob es am Ende nur einen einfachen Tastendruck bedarf, um leichte und schwere Angriffe auszuführen oder es vielleicht eine Steuerung per Analog-Stick gibt? Wir tappen noch im Dunkeln. Aufgrund der gezeigten Szenen würden wir unser Geld aber eher auf die erste Option setzen.

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Die letzte Frage, die sich uns stellt, ist, wie wir Jin im Laufe des Spiels weiter voranschreiten lassen. Sucker Punch hielten sich bislang bedeckt, wenn es um mögliche Skills oder Level ging. Dass es verschiedene Outfits für den Protagonisten gibt, haben sie aber schon bekannt gegeben. Wirken sich diese vielleicht auch auf die Fertigkeiten aus? Finden wir auch neue Waffen in Ghost of Tsushima? Und die wichtigste Frage von allen: Wann erscheint Ghost of Tsushima für die PS4? Wir üben uns wie die Samurai in Geduld und warten, was die kommenden Monate für uns bringen.