Echtzeitstrategiespiele gibt es wie Sand am Meer. Echtzeitstrategiespiele mit Weltkriegsthematik ebenso. Da dies offenbar selbst den Entwicklern langsam auf die Ketten geht, verlegen sie das Ganze einfach in den Weltraum, basteln eine ungewöhnliche Story drumherum und garnieren das Ganze mit neuartigen Ansätzen beim Schiffbau. Fertig ist Genesis Rising. Was wir bislang vom Titel hielten, erfahrt ihr in unserer Preview.

Genesis Rising: Universal Crusade - Gameplay Trailer 79 weitere Videos

Die Passion Alien
Ganze 3000 Jahre nach Ankunft des geglaubten "Messias", hat die Menschheit einen dunklen Pfad durch das Universum hinterlassen. Die Menschen sehen sich selbst als die unfehlbare und göttliche Spezies, der alle anderen Rassen untergeordnet sind.

Genesis Rising: Universal Crusade - Im Weltraum hört dich niemand spielen: Dieses RTS ist mal ganz anders - oder auch nicht.

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Der Laser im Einsatz: Die Effekte sind durchaus schick.
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All diejenigen, die die Überlegenheit menschlichen Erbmaterials verschleiern, werden bestraft oder getötet. Inmitten dieser geradezu diktatorisch anmutenden Umstände schlüpfen wir in die Rolle des kampferprobten Flottenkapitäns Iconah und verfügen über eine Flotte organischer Schiffe, um den allerletzten noch unerforschten Punkt im Universum zu erreichen.

Dieser heißt ausgerechnet "Universal Heart", und eine Menge Geschichten ranken sich um diesen rätselhaften Ort. Klare Sache: Wir sollen dorthin schiffen und der mysteriösen Sache auf den Grund gehen.

Oh Gott, wie konventionell...
In den insgesamt 30 Missionen der Einzelspielerkampagne gilt es, allerhand Aufträge zu erfüllen. Mit dabei sind die üblichen Eskortierungs- und Eliminierungsmissionen, die man schon aus x-beliebigen anderen Strategiespielen kennt. Zumindest hier bleibt Genesis Rising recht konventionell, wenn nicht sogar durchschnittlich, denn echte Highlights fehlten uns bisher noch.

Genesis Rising: Universal Crusade - Im Weltraum hört dich niemand spielen: Dieses RTS ist mal ganz anders - oder auch nicht.

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Dieses Schiff sieht aus wie ein Gekreuzigter - krank, aber gelungen.
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Auch beim Interface gab es keine großen Besonderheiten festzustellen. Innovationen wie der "Army Builder" beim gelungenen Dino-RTS Paraworld gibt es leider nicht, dennoch ist alles recht übersichtlich gestaltet und mit wenigen nötigen Klicks ist das Ganze recht unkompliziert gehalten. Neue Wege bestreitet Genesis Rising beim ordentlichen Schiffsdesign, das ungewöhnliche, genetisch entworfene Schiffe mit sich bringt. Cool sehen die Dinger ohne Frage aus.

Das geht sogar so weit, dass die Raumschiffe - eben wegen ihrer organischen Struktur - statt in einem Feuerball, in einem Haufen Blut in die Luft gehen. Ob dies wirklich jedem zusagt, sei einmal dahingestellt, jedoch zeigt es, dass das Genetik-Konzept des Spiels in jederlei Hinsicht konsequent durchgezogen wurde.

Pleiten, Pech und Pannen...
Etwas gepatzt wurde beim Schwierigkeitsgrad der Missionen: Entweder sind manche Aufträge ein Klacks oder man beißt vor Wut in die Tastatur. Eine echte Steigerungskurve ist leider nicht präsent. Ob die Entwickler diesen Makel bis zum Release noch ausbügeln können, ist fraglich. Wir rechnen aber bei oder kurz nach Erscheinen des Spiels mit einem ersten Patch.

Kaum noch auszubügeln ist hingegen die etwas mühselig vorankommende Geschichte. Zumindest in unserer Preview-Version war das Ganze nur mäßig interessant, aber vielleicht ändert sich das ja in den späteren Missionen.

Genesis Rising: Universal Crusade - Im Weltraum hört dich niemand spielen: Dieses RTS ist mal ganz anders - oder auch nicht.

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Blau macht auch in ferner Zukunft noch glücklich.
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Grafisch gefällt Genesis Rising und serviert, neben dem gelungenen und abwechslungsreichen Design der Schiffe, richtig nette - und blutige - Explosionen und Spezialeffekte. Auch auf schwächeren Rechnern läuft Genesis Rising bislang ohne großes Murren, für den vollen Detailgrad reicht es dann aber leider nicht mehr.

Akustisch sollten die Entwickler allerdings noch zulegen: Den Effekten fehlt bislang das gewisse "Bumm Bumm", das Gleiche gilt für die eher müde dahinblubbernde Hintergrundmusik.