Traurig steht der Lancer in der Ecke. Seine Klingen sind abgestumpft, das letzte Blut längst getrocknet. Marcus schaut ihn nur noch selten an, der ist jetzt Daddy und hat mehr mit vollgeschissenen Windeln als stinkenden Locust zu kämpfen. Der Lancer denkt oft zurück an seine glorreichen Tage.
Die volle Ladung Gears, nur eben schneller, härter, taktisch sehr viel anspruchsvoller. Auch die Geschichte verspricht Zündstoff.AusblickSicher es war nicht immer schön, sein Buddy – Marcus Fenix – hat viele Freunde verloren. Aber es gab immer was zu tun, immer eine neue Stadt zu retten, eine neue Heldentat zu verbringen oder zumindest einen frischen Locust zum Aufschneiden.
Hat er für immer ausgedient? „No way, time to kick some more asses“ – auf Cliff Bleszinki ist eben Verlass. Cliffy, immer braun gebrannt, immer gut gelaunt hat der Marke „Gears of War“ so ziemlich alles zu verdanken. Marcus und seine Crew haben satte 18,8 Mio. Einheiten verkauft, ihm einen schicken Lamborghini Gallardo Spyder in weiß beschert, die Unreal Engine zum meist genutzten Grafik-Motor der Branche mutieren lassen und so auch die anderen Epic-Parkplätze im beschaulichen Raleigh in North Carolina mit Nobelkarossen ausgestattet. Alles richtig gemacht, Zeit für neue Schandtaten. Schließlich will auch der Lancer noch lange nicht in Rente gehen.
Baird, das ist im Grunde eine aufgepumpte Version von Cliffy B. mit Schweißerbrille. OK, er hat Arme wie Holzstämme und eine Rüstung, die wahrscheinlich so viel wiegt wie ein halber Kleinwagen, aber das kennen wir ja aus dem Epic-Universum. Dieser Baird ist 15 Jahre vor „Gears of War 1“ der Anführer des Kilo-Squad, einer Spezialeinheit, die Befehle und Regeln großzügig ausgelegt. So ein bisschen die Jack-Bauer-Typen unter den Truppen der Coalition of Governments.
In „Judgment“ müsst ihr als Anführer des Kilo-Squad die Großstadt Halvo Bay vor einer massiven Locust-Invasion verteidigen.Ein Team, das bereit ist, die Regeln zu brechen, um Zivilisten zu schützen. Baird ist einer, der immer das große Ganze im Blick hat - eben wie Jack Bauer, der ja auch kein Problem damit hat, jemanden im Weißen Haus zu foltern, wenn er damit einen Terrorangriff verhindern kann. Doch diese Art von Helden wird selten verehrt und landet meist irgendwann vor einem Gericht. Jack musste sich vor dem Obersten Senat verantworten, Baird hingegen in der Eingangssequenz vor Colonel Loomis, der gleichzeitig den obersten Richter des COG-Militärgerichts stellt.
Er wirft dem Kilo-Squad Desertation, Diebstahl von experimentellen Waffentechnologien, Mord und die ganze Bandbreite vor, die man so braucht, um jemanden für Hochverrat grillen zu dürfen. Baird steht vor seinen Scharfrichtern in gewaltigen Handschellen, die mit einer Eisenkette versehen ist dick wie ein Lancer.
von Microsoft Game Studios, People Can Fly
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Also, hab ja "nur" die Games gezockt, nicht auch noch die Bücher oder Comics gelesen, aber amerikanisch?
Ob Gears wirklich wieder schwerer wird, glaube ich erst, wenn ich's selber spiele. Epic hat auch schon von Gears 3 behauptet, es würde wieder deutlich schwerer werden. Ohne das Versprechen zu halten.
Ob die Story was taugt, wird sich zeigen. Ist denn inzwischen bekannt, wer das als Writer tätig war?