Vor kurzem ging The Coalitions Studiochef Rod Fergusson bereits auf das Thema Story in Shootern ein und teilte mit, dass sie nicht vorhaben, die großartigste Story aller Zeiten zu erzählen. Nun ging er erneut darauf ein und erklärte, wieso Shooter keine großen Geschichten erzählen können.

Gears of War 4 - Rod Fergusson: Warum das Shooter-Genre keine guten Geschichten beherbergen kann

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Das heißt dann wohl "Autsch!"
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Was es bislang zu The Coalitions [ehemals Black Tusk Studios] Gears of War 4 zu sehen gab, machte richtig Lust auf das Spiel: satte Action, gewohnt massive Waffen, düstere Feinde zum Zerschießen und Zerhackstückeln und eine astreine Grafik. Die Story, falls das Minigerüst als eine bezeichnet werden darf, fällt dagegen ins Hintertreffen und dient offenbar nur als Aufhänger für viel Action. Und das ist auch gut so, denn The Coalition plant nicht, eine storytechnische Offenbarung zu bieten, das hat Studiochef Rod Fergusson bereits in einem älteren Interview klargestellt.

"Nathan Drake ist ein Massenmörder"

Darauf und mit dem Hinweis angesprochen, dass die ersten drei Gears of War-Spiele gerade damit beworben wurden, eine emotionale und ernsthafte Story zu bieten, antwortet Fergusson, dass es ein generelles Problem der Glaubwürdigkeit in Sachen Shooter plus Story gibt.

"Die Leute sprechen bei Nathan Drake in Uncharted von einem Massenmörder, weil er Massenmorde begeht", so Fergusson. "Wenn man dazu gezwungen wird, auf eine bestimmte Art und Weise mit der Umgebung zu interagieren, und zwar in Bezug auf, 'Was kann ich erschießen?', dann ist die Möglichkeit, eine Story zu erzählen, ziemlich eingeschränkt. Ich meine, es gibt andere Spiele da draußen, die diese Möglichkeit besitzen, vielleicht irgendein Indie-Spiel, das andere Wege hat, mit der Welt und dem Spieler zu interagieren, aber wenn man einen Shooter hat, dann gibt es Grenzen. Das Beste, was man da tun kann, ist es, eine stringente Welt und Charaktere zu kreieren und dem Spieler die Möglichkeit zu geben, coole Dinge anzustellen, damit man immer wieder zurückkehrt."

Es sei toll, dass man emotionale Momente wie die Szene mit Dom und seiner Frau kreieren könne, andererseits sei Gears of War noch immer eine Shooter-Reihe.

"Das muss man sich eingestehen und zu sagen, 'Ich habe einen komplett neuen Weg gefunden, eine Geschichte mit einer Knarre zu erzählen', während das Sprechen mit Kugeln stattfindet - das ist nur schwer möglich."

Er und sein Team seien sich absolut darüber im Klaren, dass sie kein Life is Strange entwickeln. Er vergleicht das Ganze mit den oscarprämierten Filmen. Wenn man ins Kino ginge, schaue sich niemand ein Drama oder dergleichen an. Dann lauten die Favoriten Alien vs. Predator und wie all die Sommerblockbuster auch immer heißen. Und so sehe er auch die Gears of War-Reihe.

Seid ihr d'accord?

Genauere Infos zum Spiel findet ihr in unserer aktuellen Gears-of-War-4-Vorschau.

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