Die Gears of War Reihe gehörte einst zu den erfolgreichsten Third-Person-Shootern. Vor allem galt die Reihe zu Beginn als enorm düster, was sich im Laufe der Zeit verwässerte. Doch Entwickler Black Tusk will mit Gears of War 4 zurück zu den düsteren Wurzeln.

Gears of War 4 - Entwickler Black Tusk will zu den düsteren Wurzeln zurückkehren

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 48/571/57
Black Tusk will zurück zu den düsteren Wurzeln der Gears of War Reihe
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Auch wenn Gears of War viele Mechaniken vom wegweisenden Resident Evil 4 kopierte, verfeinerte es diese doch und machte das Cover-System salonfähig. Epic Games' Reihe gehörte bis zum dritten Teil zu den erfolgreichsten Third-Person-Shootern und galt als wertvolle Exklusiv-Marke auf der Xbox 360. Gears of War: Judgement vom polnischen Bulletstorm-Entwickler People Can Fly konnte leider nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Weder spielerisch noch in Sachen Verkauf. Bemängelt wurde auch der nicht mehr ganz so ernste Tonfall.

Mit diesem Fehler will Black Tusk, der Entwickler von Gears of War 4 für die Xbox One, aufräumen. Das versprach zumindest Xbox-Chef Phil Spencer in einem Interview mit Podcast Unlocked.

"Die Sache, die so großartig an den früheren Gears of War Spielen war, ist zumindest für mich das epische Ausmaß des Settings, in dem ich mich befand", so Spencer. "Die Story, das Setting war mehr beseelt, wie ich es nennen würde, vielleicht sogar etwas düster. Und Rod Fergusson [Studio Manager bei Black Tusk] und ich haben darüber gesprochen. Ich finde, die Reihe ist im Laufe der Zeit immer mehr zu einer Parodie von sich selbst geworden, aus welchen schrecklichen Gründen auch immer. Es ist schwer, eine solche Reihe zu managen."

Nach dem Erfolg von Gears of War konnten auch Teil 2 und 3 Erfolge verbuchen, und die Reihe ausweiten. Doch leider war Judgement nicht in der Lage dazu. "Ich weiß, dass Judgement nicht jedermanns Sache war in Bezug darauf, was sie sich wünschten. Aber ich denke, wir können noch immer weitermachen. Wir haben ein neues Team, um sie fortzusetzen."

Tatsächlich hoffe Spencer darauf, mit dem neuen Team bei Black Tusk die Reihe noch eine weitere Dekade lang ausbauen zu können. Und um das zu garantieren, wolle man zurück zu den Wurzeln.

"Wir haben darüber gesprochen, zu etwas zurückzukehren. Ich denke die Story, und das Setting, und was sie durchmachen mussten... in einem Gears of War - der Name des Spiels, er war wirklich symbolisch für all das, worum es in dem Spiel ging. Und dahin müssen wir zurück."

Die Marschroute scheint also festgelegt - zurück zu einem düsteren, brutalen Gears of War, das keine Parodie seiner selbst darstellt. Klingt gut.

Gears of War 4 ist für PC und Xbox One erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.