Das Jahr neigt sich dem Ende zu - morgen um diese Zeit wird man allerorten in Deutschland das, ähm, besinnliche Knallen von Feuerwerkskörpern vernehmen - und wenig später ein Stakkato umherfliegender Sektkorken. Bevor es allersdings so weit ist, nehmen wir euch nochmal mit auf eine Reise durch die Weiten des Webs und haben interessanten Lesestoff aufgetrieben.

Die Kollegen von Gameswelt haben sich - wie auch wir vor kurzer Zeit - auf der Wii durch Call of Duty 3 gekämpft. Und sich ähnlich ernüchtert. Dass am Ende die gleiche Wertung wie bei uns herausspringt, werten wir voller Vorfreude auf das morgige Besäufnis mal nicht als Plagiatismus, sondern als Bestätigung. Offenbar scheint die Steuerung nicht nur uns im Halse stecken zu bleiben wie ein trockener Sektkorken ohne Möglichkeit zum Nachspülen. 64% - "Fummelig - kompliziert - nervig", damit ist alles gesagt.

Auf Krawall widmet man sich bereits seit einigen Tagen dem ausklingenden Jahr, und präsentiert die Redaktionslieblinge der einzelnen Genres. Die Ergebnisse überraschen sogar die Kollegen selbst - so hat es GTR 2 beispielsweise nur auf den undankbaren zweiten Platz geschafft, während Flatout 2 den Platz an der Sonne ergattern konnte: Spiele des Jahres #5: Rennspiele und Shooter.

Wer in den letzten Jahren neue Hardware kaufen wollte (oder musste) kennt das Problem: Ein unüberschaubarer Wust von Prozessoren, Grafikkarten und anderen technischen Wunderwerken macht es selbst dem engagierten und recherchefreudigen Laien nahezu unmöglich, das richtige Produkt herauszupicken. Ist dann die Entscheidung gefallen, folgt oftmals die Ernüchterung: Die Pixelschleuder der Träume wird zwar von der Presse mit Lob überschüttet, ist im Handel aber schwerer aufzutreiben als die sprichwörtliche Nadel im Hauhaufen. Da kann sich den Kollegen von GBase nur anschließen: "Am Markt vorbeigetestet" wird viel zu oft.

Zum Abschluss haben wir noch einen interessanten Artikel auf SPIEGEL Online aufgetan, der vom ewigen Traum der Menschheit handelt. Nein, es ist niemandem gelungen, aus Blei Gold zu machen - aber fast. Die Rede ist von der bekannten "One Million Dollar Website", auf der Alex Tew seinerzeit Werbefläche auf Pixelbasis verkaufte. Ein Pixel kostete einen Dollar, über eine Million davon gingen weg. Alex, der eigentlich nur seine Studiengebühren aufbringen wollte, wurde reich. Und zum Star. Zahlreiche Nachahmer haben seither versucht, an den Erfolg des jungen Mannes anzuknüpfen - und scheiterten. Mittlerweile hat Tew eine neue Idee, die ihm seine zweite Million einbringen soll: Chuzpe gegen Enthusiasmus: Pixel-Verkäufer und Weltverbesserer - und nicht von den vielen Fremdwörtern abschrecken lassen!