Platz 2: Inkarnationen des Ichs
Planescape: Torment
Noch vor dem zweiten Teil des '98er Rollenspiel-Hits Baldur's Gate erschien eine RPG-Perle, die nicht selten als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten bezeichnet wird. Bei Planescape: Torment fungierten die Black Isle Studios nicht nur als Publisher, sondern als Entwickler und obwohl sie ein spannendes und originelles Abenteuer erschaffen haben, wurden sie mit nur wenigen Käufern gesegnet.
Hier hat alles begonnen: eine Totenhalle in der Stadt Sigil.Als Namenloser erwachten wir 1999 in einer Leichenhalle und wurden von einem schwebenden und gesprächigen Totenkopf namens Mortimer begrüßt. Wir leiden an Amnesie – die Folge unseres letzten Todes. Denn wir sind unsterblich und werden nach jedem Ableben ohne Erinnerungen wiedererweckt, heimgesucht von jenen Geistern, dessen Lebensenergie zu Gunsten unserer Wiederauferstehung geopfert wurde.
Dies und die weiteren Inkarnationen unseres Charakters bilden den Grundstein für eine faszinierende Geschichte, die vor allem mit grotesken und teils furchteinflößenden Charakteren und der bizzaren Welt des Planescape-Multiverse Spieler überzeugen konnte. Dennoch war es wohl gearde dieses abstrakte Szenario, das Planescape: Torment höhere Verkaufsregionen verwehrte. Mastermind Guido Henkel, der vor Planescape: Torment u.a. die "Das Schwarze Auge"-Rollenspiele gemacht hat, produziert heute mit seiner Firma G3 Studios vor allem Handyspiele.






















