Ein Skandal um das Online-Magazin gamona.de macht derzeit im Internet die Runde: Angeblich plante das renommierte Entertainment-Portal am 1. April, durch eine gezielte Falschmeldung seine Leser in die Irre zu führen. Glücklicherweise wurde das Vorhaben rechtzeitig geleaked, um unbescholtene User vor diesem fiesen Betrugsversuch zu schützen.

Bereits vor zwei Jahren gerieten die Berliner massiv in die Kritik, weil sie ihren Lesern einen gefakten Trailer zu Diablo 3 als echt unterjubeln wollten. Für dieses Jahr hatten die gewieften Redakteure abermals vor, eine Newsmeldung zu veröffentlichen, die in voller Absicht unwahre Behauptungen, übertriebene Darstellungen spekulativer Informationen und aus der Luft gegriffenen Blödsinns enthalten sollte. Bei entsprechendem Erfolg sollte daraus gar ein neues regelmäßiges Format werden, das unter dem Markennamen „Aprilscherz“ an andere Magazine, Publisher und sogar Fernsehsender lizenziert werden könnte.

Geleaked! - Skandal um gamona: Bewusste Falschmeldungen

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gamona.de: Demnächst nur noch mit permanenter Internetverbindung erreichbar.
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Wir haben Chefredakteur Matthias Grimm telefonisch um eine Stellungnahme gebeten und erhielten folgende Antwort: „Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Den Kommentaren unserer Leser nach zu urteilen, sind sie mit dieser postmodernen Form journalistischen Ethos’ durchaus vertraut. Angeblich seien unsere Wertungen sowieso gekauft, überhaupt hätten wir keine Ahnung von dem, worüber wir schreiben, und Objektivität sei für uns ein Fremdwort. Das ist definitiv nicht richtig: Objektivität ist genau genommen ein Lehnwort mit lateinischem Wortstamm."

Darüber hinaus wurden uns Pläne bekannt, die einer weiteren umstrittenen Praxis in der Games-Branche folgen sollten: So soll gamona.de geplant haben, seine Inhalte durch besonders perfide DRM-Maßnahmen zu schützen. Demnach wird in Zukunft eine permanente Internet-Verbindung zwingend erforderlich sein, um überhaupt noch die Seite zu erreichen. Die Begründung, nur so sei das Ausschöpfen neuester technischer Errungenschaften, größtmögliche Aktualität und das kostenlose Anbieten sämtlicher Inhalte möglich, halten wir für an den Haaren herbeigezogen.

Geleaked! - Skandal um gamona: Bewusste Falschmeldungen

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Schlimmer als Risen: Die gamona-Komplettlösung zu FF13 ist erst ab Patch 1.13 wirklich vollständig.
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Schon seit Längerem steht gamona für seine Patch-Politik in der Kritik. So sei es wiederholt vorgekommen, dass Komplettlösungen unfertig veröffentlicht wurden und fehlender Content erst nach und nach durch zusätzliche Patches nachgeliefert wurde. Jüngstes Negativ-Beispiel: Final Fantasy XIII. „Um für ein solch komplexes Spiel wie FF13 eine Komplettlösung zu erstellen, die wirklich alle Aspekte des Spiels abdeckt, die beste Taktik für jeden einzelnen Bosskampf aufdröselt und dem Spieler einen klaren Mehrwert bietet, braucht es eben eine Menge Zeit. Daher stellen wir den Anfang der Lösung so schnell online, wie wir können, und ergänzen anschließend den Rest“, heißt es fadenscheinig von offizieller Seite.

Bedenklich finden wir ebenfalls, dass gamona-Redakteure wiederholt alte Ideen recyclen, um daraus „neue“ Artikel zu schustern: Erst kürzlich huldigten sie einem fast 15 (!!) Jahre altem Spiel namens The Legend of Zelda. Aktualität, meine Herren, sieht anders aus! Auch die Unsitte des Downloadable Contents (DLC) ist auf gamona schon seit Langem Normalität: Zahlreiche Demos, Patches und sogar Vollversionen stehen unter diesem Link zum freien Download bereit. Abzocke: Solche so genannten Demos enthalten nur einen kleinen Ausschnitt des jeweiligen Spiels - für den Rest müssen die Spieler weiterhin in die Tasche greifen. Und dass hier ungeniert über „Killerspiele“ berichtet wird, ist sowieso eine Sauerei… Jungs, schämt euch!