Streiten sich zwei, so sagt das Sprichwort, so freut sich der Dritte. Übertragen auf den hitzigen Wettlauf um die neue Konsolengeneration stehen Xbox One und PlayStation 4 als Streithähne im Rampenlicht. Der ominöse Dritte, der vom Zoff profitiert, könnte diesmal der Windows-PC sein. Zumindest hat er nun das Potenzial dazu.

Es scheint, als sei die Streitfrage um die beste Gaming-Plattform schon uralt. Auf der einen Seite argumentieren Konsoleros mit überragendem Softwareangebot und unerreichter Benutzerfreundlichkeit, während PC-Fanatiker gegenüber sitzen und die Leistungsfähigkeit ihrer erweiterbaren Hardware loben.

In Wirklichkeit ist die Diskussion kaum ein paar Jahre alt, denn der PC war lange nicht konkurrenzfähig. Wir erinnern uns: 2005 gab es nicht einmal einen einheitlichen Joypad-Standard. Damals portierte EA zum Beispiel rotzfrech eine betagtere Version von FIFA und unterstütze gerademal eine Handvoll Controller ausgesuchter Hersteller. Ein anderes Joypad gekauft? Pech gehabt! Da half nur der Griff zur Tastatur oder die Installation eines Button-Mappers.

Mega-Hits wurden schlecht portiert, gewisse Genres gar nicht erst bedacht. Man kochte auf dem PC ein eigenes Süppchen. Keineswegs erfolglos, wohlgemerkt, denn First-Person-Shooter, Strategiespiele und MMOs profitierten sogar von der Abschottung des PCs. Ohne konsolentypische Vorgaben auch keine Einschränkungen, so einfach ist das.

Inzwischen sieht die Situation völlig anders aus. Konsolen ähneln üblichen PCs immer mehr. Sie benötigen Festplatten, werden mit Patch-Orgien und Tröpfel-Updates überflutet und schränken Nutzungsrechte auf vordefinierte Benutzerkonten ein. Xbox One und PS4 bestehen aus minimal angepassten Komponenten von der Stange. Und der PC? Der schreitet mit großen Schritten auf die Konsolenkultur zu. Bunte Kacheln hier, Casual-Games da, und über allem weht die Fahne der Zugänglichkeit. Angesichts hitziger Themen wie etwa der drohenden Totalüberwachung durch Kinect drängt sich die Frage auf, warum man überhaupt noch zu einer Konsole greifen sollte.

Die bessere Alternative zu Xbox One und PS4? - Mit dem SFF-PC schon jetzt in die Next-Gen-Konsolenzukunft starten

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Konsole oder PC? Schon bald keine Frage der Bequemlichkeit mehr. Ein SFF-PC ist nicht nur klein und schnuckelig, er kann auch sehr benutzerfreundlich sein.
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Grenzen verschwimmen

Die größten Argumente gegen den PC als Hauptplattform lagen bislang in der Größe und der umständlichen Bedienung eines leistungsfähigen Rechenknechts. So ein Tower sieht neben der HD-Glotze keineswegs schick aus, egal wie toll das Gehäuse gemoddet wurde. Treiberquerelen und Konfiguration jedes einzelnen Spiels schmälern die Vorfreude. Und noch schlimmer: Es gibt sogar eine nicht zu verachtende Anzahl an PC-Benutzern, die von Grafikeinstellungen keinen Schimmer hat und alles auf den Standardwerten belässt. Perlen vor die Säue.

Stellt euch vor, diese durchaus berechtigten Kritikpunkte wären mit einem Mal vom Tisch. Stellt euch vor, es gäbe einen PC für Dummies, den man per Panik-Knopfdruck herunterfahren kann, ohne das Betriebssystem zu zerfetzen, der für jedes Spiel die optimalen Grafikeinstellungen kennt und in einem schnuckeligen kleinen Kasten neben dem TV Platz nimmt. Plug n' Play in Reinform.

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Alles drin, alles dran, vom digitalen Surround-Sound bis zum multiplen HDMI-Ausgang für mehrere Monitore. In unserem Test war die Kiste nicht ein einziges Mal mit einem normalen PC-Monitor verbunden.
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Wer jetzt laut „Steam Box“ schreit, der denkt zu weit. Die Lösung existiert bereits und erfüllt beinahe alle nötigen Kriterien einer typischen Konsole. Es geht um den Small Form Factor-PC, wie ihn gewisse Systembuilder in jüngster Zeit produzieren. Ein Rechner, kaum größer als zwei Xbox-360-Konsolen, dafür erheblich leistungsfähiger, erweiterbar und mit jeglichem Schnickschnack bedacht.

Eigentlich nichts besonders Neues. Spätestens seit der Mini-ATX-Welle nutzt jede Bank stromsparende Mini-PCs mit Kapazitäten, die reine Medienserver und Surf-Terminals in den Schatten stellen. Lediglich an der Benutzerfreundlichkeit mangelte es bislang.

Geforce Experience – Optimierung auf Knopfdruck

Selbstverständlich bleibt unter der Definition SFF-PC einiges an Spielraum, ebenso wie unter dem Begriff „benutzerfreundlich“, darum konkretisieren wir den Fall. Zum ausgiebigen Herumprobieren haben wir uns einen schnuckeligen Rechner von Systea kommen lassen: den Systea GeForce GTX gamer Plus W8-64. Im überraschend kleinen Gehäuse tickt flüsterleise ein Intel-i5-Prozessor mit vier Mal 3,4 GHz, unterstützt von acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer GeForce GTX 760. Das sind keineswegs High-End-Komponenten, und doch dürfte die Leistung der Kiste locker im Bereich von Xbox One und PS4 liegen.

Preislich bewegt sich unser Gerät mit 1.299 Euro allerdings deutlich darüber, wobei man den Mehrwert eines PCs selbstverständlich mit einberechnen sollte. Auf einer Konsole bekommt man schließlich weder Photoshop noch andere wichtige Alltagsanwendungen zum Laufen.

Der Clou ist das Gesamterlebnis, denn dieser PC fand in unserem Test kein einziges Mal Anschluss an einen handelsüblichen Monitor. Die Kiste wurde von uns wie eine Konsole behandelt. HDMI-Stecker rein, ran an die HD-Glotze, Netzschalter an und los. Windows 8 startet hier blitzschnell und erlaubt innerhalb weniger Sekunden den Zugriff auf den Big Picture Mode von Steam beziehungsweise das Angebot von Origin und Uplay, sofern vorab installiert. Bluetooth-Tastatur samt Single-Touch-Fläche, ein Xbox-360-Controller und eine ebenso drahtlose Maus als Backup verwandeln den Couchtisch in eine moderne Arbeitsfläche.

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Geforce-Experience nimmt euch viel Arbeit ab. Das Programm aktualisiert nicht nur den Treiber, sondern konfiguriert mit einem einzigen Knopfdruck sämtliche Grafikoptionen eurer Spiele.
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Beeindruckend. Aber was ist mit der sonst so verhassten Fummelei vor Spielstart? Wer optimale Einstellungen haben will, tweakt normalerweise gut und gerne bis zu einer Stunde an den Optionen herum, bevor er auch nur einen Moment spielen konnte. Um solche Unbequemlichkeiten zu verringern, bietet Grafikchip-Hersteller Nvidia seit einiger Zeit ein User-Hub namens GeForce Experience an. Dieses übergeordnete Programm konfiguriert sämtliche Vorgänge der Grafikkarte, sei es das hintergründige Herunterladen der neuesten Treiber oder das automatisierte Tweaken der Performance. Ein Knopfdruck genügt, schon erkennt GeForce Experience, welche Spiele installiert wurden, und passt deren Grafikoptionen automatisch an die Systemleistung an. Bequemer geht es nicht.

Hexerei? Komplizierte Algorithmen? Weit gefehlt. Tatsächlich beschäftigt Nvidia ein Team, das den lieben langen Tag nichts anderes tut, als die Leistung diverser PC-Komponenten zu katalogisieren und deren optimale Spieleleistung in Datenbanken festzuhalten. GeForce Experience bedient sich bei den entsprechenden Einträgen, die zur verbauten Hardware passen. Aus diesem Grund ist die Funktion von einer Internetverbindung und regelmäßigen Updates abhängig.

Unter'm Strich eine unheimlich bequeme und zugleich luxuriöse Angelegenheit. Batman: Arkham City, Metro, Assassin‘s Creed 3 und Borderlands liefen auf Knopfdruck unter Idealbedingungen. Superflüssig, knackscharf, und doch an der Grenze dessen, was eine GeForce GTX 760 zu leisten vermag. Abgesehen von seltenen Einbrüchen in der Bildrate ging es um eine sehr konsolenähnliche Erfahrung bei gehobenem Leistungsstandard. Sofern möglich, wurden immer 60 Bilder pro Sekunde angepeilt.

Ein paar Haken an der Geschichte

Klingt doch vielversprechend. Nun aber nicht zu hastig. Bevor ihr die Vorbestellung eurer Xbox One oder PS4 cancelt, solltet ihr euch der kleinen Haken und Ösen bewusst sein, denen ihr definitiv begegnen werdet.

Zu allererst sind 1080p nicht gleich 1080p. PCs verwenden Quadratpixel (bei CRTs noch als Lochmaske deklariert), HDTVs haben dagegen „Schlitzmasken“ mit leicht länglichen Pixeln. In Konsequenz ist die Bildfläche beider Monitortypen nicht deckungsgleich. Ihr müsst kleine Einschnitte bei der Auflösung machen, damit das Bild auf dem HDTV komplett dargestellt wird. Wie viel ihr herunterschrauben müsst, hängt vom Modell ab, da einige Geräte zusätzlich Bildfläche hinter dem Rahmen verstecken.

In unserem konkreten Fall mussten wir auf eine Auflösung von 1824 x 1026 zurückfahren. Dies geschieht am besten durch die Begrenzung der Darstellungsfläche und nicht durch das Zurückfahren der allgemeinen Auflösung. Letztere Methode ist nämlich viel zu grob und führt nicht nur zu hässlichen schwarzen Balken, sondern auch zu verzerrten Grafiken, abhängig davon, ob Elemente der Spielegrafik vektorisiert sind oder auf Pixelgrafik basieren.

Noch ausbaufähig

Im Vergleich mit dem Full-HD-Standard fehlen nur wenige Pixel, aber man sollte sich vor der Anschaffung bewusst sein, dass Full HD nicht erreicht wird. Allein das Gefummel in den Grafikkarteneinstellungen macht den SFF-PC für blutige Anfänger unattraktiv. Die Funktion zum Verkleinern des Bildrahmens ist nämlich ganz schön tief im Nvidia-Tool vergraben. Wer darauf verzichtet, erkennt die vordersten Icons auf dem Desktop nicht mehr und kann gegebenenfalls nicht einmal mehr den Rechner manuell herunterfahren, weil die Symbole dafür hinter dem rechten Bildschirmrahmen verschwinden.

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Je nach HDTV-Modell müsst ihr die Darstellung des Desktops eingrenzen, sonst seht ihr dessen Ränder nicht. Mit diesem Menü in der Nvidia-Systemsteuerung geht das relativ unkompliziert.
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Ein weiterer Schwachpunkt liegt in der noch nicht vollends ausgereizten GeForce-Experience, die diesen PC überhaupt erst zur unkomplizierten Daddelkiste macht. Bislang kennt deren Datenbank gerademal mickrige 100 Titel, Tendenz steigend. Das Herausfummeln optimaler Einstellungen mag kompliziert sein, aber das juckt den Anwender in der Regel wenig. Der unbedarfte Spieler möchte Ergebnisse sehen.

Der dümmste anzunehmende User (DAU) wird somit bei manchen Spielen weiterhin Standardeinstellungen verwenden. Retro-Bibliotheken und Indie-Games bleiben höchstwahrscheinlich dauerhaft außen vor. Das gilt leider auch für alle Spiele, deren Namen von der offiziellen Fassung abweichen. So bekommen Rezensenten etwa sogenannten Review-Versionen über Steam, die GeForce-Experience ganz lässig ignoriert, obwohl die Software dahinter offiziell unterstützt wird. Da dies ebenfalls Gewinnspiel-Preise (Promo-Versionen), namentlich angepasste Mods, Beta-Previews und alle sonstigen Ausnahmen einschließt, ist das kein Luxusproblem für Redakteure, sondern ein ganz alltägliches für Jedermann. Geschuldet ist es dem Umstand, dass Nvidia keine Raubkopien unterstützen möchte. In vorauseilendem Gehorsam wird quasi alles ausgeschlossen, was nur minimal vom Standard abweicht. Hier muss Nvidia noch einen Mittelweg finden.

Bislang ein bedauerliches Detail, schließlich kann es dem Grafikchip-Hersteller egal sein, wer was mit seinem Rechner anstellt. Selbstbestimmung war bislang eines der stärksten Argumente für den PC. Ein konkreteres Beispiel für konsolentypische Restriktionen dürfte es kaum geben – und die halten nun auch auf dem PC Einzug, sofern man sich auf die GeForce-Experience einlässt, bzw. ihr vollends vertraut.

Natürlich bleibt die Verwendung des Hubs optional. Zumal man keinen SFF-PC dazu braucht. Jede beliebige Nvidia-Grafikkarte kann von der GeForce Experience profitieren. Manuelles Tweaken der Grafikoptionen bleibt Kennern und Könnern weiterhin offen. Trotzdem: das System ist ausbaufähig.

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Auf Knopfdruck unter Idealbedingungen spielen: Catwoman sieht ganz ohne Herumtweaken besser aus als auf der Konsole.
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Immerhin: Umsteigefreudige Konsoleros profitieren auf Dauer von der offenen Architektur dieses PCs. Reicht die Grafikpower irgendwann nicht mehr aus, steht einem Austausch der Komponenten nichts im Weg. Die Ausstattung unseres Beispielrechners verspricht schon jetzt Next-Gen-Qualität und mehr. Wer die voll ausgereizte Grafikpracht von „Metro: Last Light“ vor Augen hatte, wird auf den kommenden Konsolen kaum noch vom Hocker gehauen.

Einige Ausnahmen wird es selbstverständlich geben, denn Konsolen profitieren weiterhin von der gegenteiligen Philosophie. Da deren Hardware immer baugleich ausgeliefert wird, können Programmierer die Grenzen der Leistungsfähigkeit viel besser ausloten und mehr herausquetschen.

Otto-Normal-Spieler

Dennoch sind irgendwann die letzten Möglichkeiten erreicht. Von da an geht es mit der Qualität abwärts, während PC-Usern die Alternative bleibt aufzurüsten. Dritthersteller-Spiele, die auf sämtlichen Plattformen zu haben sind, werden hier womöglich immer am besten aussehen. Wer Call of Duty, Assassin‘s Creed, Watch Dogs und alle anderen Third-Party-Kracher als Hauptaugenmerk auf seiner Wunschliste hat, findet garantiert keine bessere Alternative.

Allerdings müssen Konsoleros bei einem Umstieg auf gewisse Titel komplett verzichten. Im Austausch für World of Warcraft und andere PC-exklusive Marken fallen Dauerbrenner wie Uncharted, Gears of War, Forza Motorsport, Gran Turismo, Little Big Planet und Ähnliches unter den Tisch, ohne dass ein entsprechendes Äquivalent bereitsteht. Klar, SimBin-Rennspiele sind unheimlich anspruchsvolle Produkte, aber den Charme eines Konsolenracers werden sie nie auffahren, weil sie das gar nicht wollen. Wer Nintendo Lebewohl sagt, wird nie wieder auch nur in die Nähe eines Mario Karts kommen, weil es auf dem PC nur schlechte bis mittelmäßige Klone davon gibt. Sonic & Sega Allstars Racing führt hier das Feld an, kommt aber ohne Online-Rennen daher. Zumindest bisher – was die Zukunft bringt, kann niemand wissen. Allerdings spricht die typische PC-Gamer-Zielgruppe an dieser Stelle Bände und verspricht so schnell keine Besserung.

Für den Otto-Normal-Konsument, der sich nicht als Spieler versteht, sondern nur gelegentlich die Zeit vertreibt, ist so ein SFF-PC ebenfalls uninteressant. Innerhalb dieser Zielgruppe zählen Produkte wie Sonys „Singstar“ zu den erfolgreichsten Systemsellern (so lächerlich das auch für Vollblut-Gamer klingen mag).

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Next-Gen-Standard schon jetzt genießen. Wer auf konsolentypische Exklusivtitel verzichten kann, findet in einem SFF-PC eine nicht minder bequeme, aber erheblich flexiblere Alternative.
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Auf dem PC gibt es dafür keine vergleichbaren Alternativen, da ähnliche Programme wie „Ultrastar“ in einer Grauzone zur Illegalität liegen und obendrein durch das Abkochen der Soundspuren erheblich schlechtere Klangqualität auffahren. Zudem unterstehen auch Liedtexte einem Copyright und dürfen nicht frei verbreitet werden. Ganz zu schweigen vom Aufwand, Songs und Texte selbst zusammentragen zu müssen. Für Gelegenheitszocker ist der SFF-PC also keine Ausweichmöglichkeit, nicht einmal wenn man vom Anschaffungspreis absieht.

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Der SFF-PC, den wir in diesem Test beäugt haben, kommt näher an eine echte Konsolenerfahrung heran, als ich es mir je erträumt habe. Anmachen, Spiele durch einen einzigen Knopfdruck optimieren und ohne Umschweife auf dem großen TV genießen. Inklusive 5.1-Sound über ein optisches Kabel und allem erdenklichen Schnickschnack. Ich konnte von Batman: Arkham City kaum ablassen, weil es in 60 FPS und Full-HD-Texturen erheblich besser aussieht als auf Xbox 360 und PS3. Ich lümmelte stundenlang auf dem Sofa und genoss das Spektakel von Metro: Last Light am großen Fernseher. Genau so muss es sein!

Ein wenig Gefummel bleibt bei aller Bequemlichkeit nicht aus, und ob Maus und Tastatur auf dem Couchtisch ebenso effizient sind wie auf einem Schreibtisch, bleibt zu bezweifeln. Ein Xbox-360-Controller stellt gerade in den Multiplayer-Modi einiger Shooter keine brauchbare Alternative dar. Abseits dieses speziellen Falls – sprich bei allem, das sich verlustfrei mit einem Joypad spielen lässt – verschwimmen die Grenzen zur Konsolenerfahrung jedoch auf geradezu magische Weise.

Der SFF-PC ist somit eine ernstzunehmde Alternative für alle, die auf Exklusivmarken der Konsolenwelt verzichten können. Stehen Third-Party-Hits wie Assassin‘s Creed, Watchdogs und Co. bei euch in höchster Gunst, könnte die Warterei auf eine der Next-Gen-Konsolen überflüssig werden. Diese Erfahrung könnt ihr schon jetzt haben, wenn auch für einen deutlich höheren finanziellen Einsatz.