Einen Rekordverlust musste GameStop 2018 hinnehmen: 673 Millionen Dollar, um genau zu sein. Das Unternehmen erwartet keine Besserung für 2019.

GameStop versucht mit neuen Ansätzen zu alter Stärke zurückzufinden

Das Videospielegeschäft verschiebt sich immer mehr zugunsten digitaler Produkte, der Verkauf physischer Kopien ist rückläufig. Und das bekommen vor allem die Unternehmen zu spüren, die vom Verkauf eben jener physischer Kopien leben, Unternehmen wie GameStop, der eigenen Angaben nach weltweit größte Einzelhändler für Videospiele. So hat das US-Unternehmen über einen Finanzbericht nun bekannt gegeben, 2018 einen Verlust von 673 Millionen Dollar gemacht zu haben. Es ist der größte Verlust in der Geschichte GameStops. Tatsächlich hatte das einst erfolgsverwöhnte Unternehmen erst 2000 und 2012 Verluste hinnehmen müssen. Die Verluste sind vor allem in den Geschäftsbereichen Neuwaren Software um 5,1 Prozent, Neuwaren Hardware um 1,3 Prozent und besonders Gebrauchtwaren Software, dem Steckenpferd des Unternehmens, mit minus 13,2 Prozent zu verzeichnen.

Allerdings stellt GameStop sein Sortiment seit längerer Zeit um und investiert in die Bereiche Accessoires und Merchandising, was man auch in deutschen Filialen beobachten kann. Hier kann das Unternehmen sogar ein Plus von 22 Prozent (Accessoires) und 11 Prozent (Merchandising) vermelden. Man darf also erwarten, dass dieser Weg weiter beschritten wird. GameStop kündigte an, dass es auch 2019 eine Negativentwicklung bei den Verkäufen um 5 bis 10 Prozent erwartet.