Die Einzelhandelskette GameStop testet ein neues Abonnement-Modell in den USA: Für 60 Dollar können Kunden sechs Monate lang nach Belieben Gebrauchtspiele ausleihen.

Die großen Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Video haben es vorgemacht, die Spieleindustrie ist nachgezogen: Für einen monatlichen Festpreis innerhalb eines bestimmten Kontingents soviel konsumieren wie man will. Na gut, All You Can Eat war vorher da. Die ganzen Streaming-Dienste haben alle eines gemein - der Abonnent erhielt nur den digitalen Zugriff, keine physischen. Das will GameStop nun mit seinem PowerPass anbieten.

Gebrauchte Spiele en masse

Ab dem 19. November wird PowerPass in den USA für PowerUp-Rewards-Mitglieder gestartet. Für 60 Dollar erhält man sechs Monate lang Zugriff auf das gesamte Gebrauchtspieleangebot in einer GameStop-Filiale. In diesem Zeitraum kann so oft umgetauscht werden wie man will, weder Preis noch Plattform spielen eine Rolle. Nach Ablauf der sechs Monate muss man sich dann für ein Spiel entscheiden, welches dann in den eigenen Besitz überwechselt.

Was zunächst weniger attraktiv klingt, dürfte sich gerade für diejenigen lohnen, die entweder sehr viel spielen oder häufig (gebrauchte) Spiele kaufen. Wer hat nicht schon Spiele als Neuware gekauft, die dann monatelang ungespielt im Regal lagen oder nur wenige Stunden gespielt wurden? So erhält man die Gelegenheit, einen Titel, wenn auch gebraucht, anzutesten, bevor man sich am Ende entscheidet. Und wer flott im Zocken ist, kann so für umgerechnet zehn Dollar im Monat einiges (an-)spielen.

Einen Haken hat das Ganze aber: Das Angebot beschränkt sich nur auf die Gebrauchtspiele, die es in einer Filiale gibt. Es gibt keine Möglichkeit, bestimmte, nicht vorhandene Titel anzufordern oder zu bestellen. Ist es nicht vorhanden, hat man also Pech. Aber das ist ja bei einem Streaming-Dienst im Grunde nicht anders.

Ob das Programm auch nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest. Bei einem entsprechenden Erfolg wäre es jedoch denkbar. Wäre der PowerPass was für euch?