Alle sind sie sich einig: Analysten wie Wedbush-Analyst Michael Pachter und Industrieschaffende wie der ehemalige Xbox-Chef Robert 'Robbie' J. Bach sind der festen Überzeugung, die Zukunft des Gamings liege im Streaming. Disc-basiertes Gaming mit physikalischen Medien werde dann der Vergangenheit angehören.

In gewisser Weise haben sie recht. Denn auf dem PC wird bereits überwiegend ohne Disc gespielt. Dienste wie Steam und Co. haben den Retail-Markt verdrängt. Dasselbe Bild beim am schnellsten wachsenden Mobile-Markt. Nur das Konsolenlager hält noch dagegen, doch auch hier werden Indie-Games und digitale Käufe immer populärer.

Wird dieses Geschäftsmodell über kurz oder lang auch aus dem Konsolenlager verschwinden? Wenn es nach GameStop-CEO Paul Raines geht, dann nicht. Zwar habe auch GameStop einen Fuß im digitalen Verkauf mit DLCs, vollen Spiele-Downloads, dem Verkauf von Guthabenkarten für Steam, PSN und Konsorten, dessen Ertrag man dieses Jahr auf eine Milliarde schätze, den Löwenanteil mache das Unternehmen noch immer mit dem An- und Verkauf gebrauchter Spiele und Hardware.

"Disc-basierte Spiele werden immer da sein", so Raines. "Wir sahen einen Einbruch physikalischer Medien im Bereich Musik um die 50 Prozent vom Höchstwert und den Einbruch physikalischer Filme um die 60 Prozent vom höchsten Wert, aber selbst im schlimmsten Szenario werden disc-basierte Spiele noch für eine lange Zeit hier sein."

Erfolgreich ist auch das Trade-In-Programm, das GameStop jährlich eine Milliarde Trade Credits kostet. Dennoch werden 70 Prozent der Credits wieder für Produkte bei GameStop ausgegeben.

Was denkt ihr? Teilt ihr die Meinung von Raines?

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