Nachdem RTL den fragwürdigen gamescom-Bericht austrahlte und sich der Veranstalter der gamescom bereits kritisch dazu äußerte, baten wir um eine Stellungnahme.

"Auch wir haben den Beitrag natürlich zur Kenntnis genommen und können die allgemeine Verärgerung der Spieler über den Beitrag der „Explosiv“-Redaktion sehr gut nachvollziehen. Wir stehen bei der Diskussion klar auf der Seite unserer gamescom-Besucher und der Gamescommunity", heißt es in einer E-Mail an uns.

Weiter wurde geschrieben: "Wir haben neben dem persönlichen Dialog mit RTL und der Explosiv-Redaktion auch auf unserer Facebookseite die Community im Zuge der Diskussion über Möglichkeiten zur offiziellen Beschwerde informiert und die Gemeinschaft kontinuierlich begleitet. Die berechtigten Beschwerden gegen den Expolsiv-Bericht wurden von der Landesmedienanstalt offiziell geprüft."

Der Redakteur des Beitrags habe sich bereits auf der gamescom-Seite entschuldigt und auch RTL habe sowohl auf der Homepage als auch im TV eine Entschuldigung ausgesprochen. Das sei ein ungewöhnlich deutlicher Schritt für einen der größten TV Sender in Europa. Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass die berechtigte Kritik der Gamescommunity somit vollumfänglich gehört wurde und sich dies auch in den Schlagzeilen zum Thema wiederfindet.

Gemeinsam mit dem gamescom-Partner, dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), schätze man zudem die Pressefreiheit als ein hohes Gut, würde sich aber in Zukunft eine ausgewogenere, vorurteilsfreie Berichterstattung wünschen.

"Ein generelles Verbot für RTL ist allerdings nicht praktikabel bei mehr als 80 Veranstaltungen, die wir neben der gamescom auf unserem Gelände durchführen. Zumindest mit der Explosiv-Redaktion wird es aber vor der nächsten gamescom sicherlich nochmals ein Gespräch im Vorfeld geben, um zukünftig die Gamescommunity mit ihren unzähligen positiven Attributen angemessen darzustellen", so der Veranstalter der gamescom.