Ja, sexuelle Diskriminierung erhält auch Einzug in die Spielebranche. Zumindest sieht das so der Ökonom Edward Castranova von der California State University. Er hatte sich genauer mit dem Spiel Everquest beschäftigt und insbesondere bei den Figuren zu den Spielcharakteren einige Unterschiede entdeckt.

Der Ökonom bemängelt hauptsächlich die Preisdifferenz zwischen den weiblichen und männlichen Everquest-Figuren bei Ebay . Die männlichen Avatare hätten es auf 346 Dollar gebracht, während der geschlechtliche Gegenpart nur durchschnittlich 60 Dollar weniger einbrachte. Auch seien im Spiel die weiblichen Charaktere nur sehr selten gewählt worden. Castranova sieht darin die Widerspiegelung der realen Verhältnisse: Auch heute seien Frauen noch benachteiligt und das werde - so klagt der Ökonom indirekt an - durch Spiele wie Everquest noch geschürt.

Vielleicht sollte der Wissenschaftler mal darüber nachdenken, dass es vermutlich mehr männliche Gamer gibt, die dementsprechend eher die männlichen Figuren bevorzugen, mit denen sie sich im Spiel identifiziert haben. Daher könnte der Preisunterschied nämlich auch kommen.

Und eine Benachteiligung der Frauen in Spiele ist auch nciht zu erkennen. Lara Croft ist bewiesenermaßen ein weiblicher Charakter und die riesige Fan- und Käufergemeinde wird wohl niht nur aus Frauen bestehen.