Die Games Convention ist nur etwas für ganz harte Typen. Zumindest gewinnt man diesen Eindruck, wenn man durch die Messehallen streift: Überall wummst und kracht es, Granaten reißen ganze Gemäuer ein, Projektile fliegen mit einem bedrohlichen Zischen an virtuellen Supermännern vorbei. Ganz klar: Die Ego-Shooter sind weiterhin eines der beliebtesten Spielgenres. Wir sagen euch, welche Highlights es zu sehen gab.

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Blacksite: Area 51

Aliens wollen die Welt erobern? Das klingt ja fast so einfallsreich wie der x-te Weltkriegs-Shooter. Doch die Ballerspezialisten bei Midway wollen mehr als öden Einheitsbrei. Vor allem die spannende Story um die fiesen Invasoren, die in mitreißenden Zwischensequenzen erzählt wird, soll die First-Person-Action von anderen Genrevertretern abheben. Zudem stimmt die optische Präsentation - dank Unreal Engine 3.

Games Convention 2007 - Martialisch und wunderschön: Die Shooter-Highlights der GC im Blickpunkt.

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Im Land der Raketenwürmer...
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Gegen die fiesen Glibberlinge zieht man allerdings nicht im Alleingang zu Felde. Ein dreiköpfiges Squad gehorcht jedem eurer Befehle, stürmt Häuser, hechtet durch Fensterscheiben - zumindest solange die Moral hoch genug ist. Steht ihr unter zu heftigem Kreuzfeuer des Gegners, kneifen eure Teammitglieder gerne mal den Schwanz ein und verweilen in der Deckung. Den Gefechten wird so deutlich mehr Dynamik verliehen.

In den Kämpfen geht es dann auch heiß her. Die Umgebung ist größtenteils zerstörbar, eure Kameraden feuern hinter Wänden hervor, überall blitzt und kracht es. Gute Nachricht für kontaktfreudige Spieler: Blacksite bietet einen Koop-Modus. Die gesamte Single-Player-Kampagne lässt sich bequem im Team durchspielen, selbst in den Vehikeln kann man zu zweit Platz nehmen.

Unreal Tournament 3

Die ersten Spiele mit der Unreal Engine 3 stehen bereits im Laden, doch das eigentliche Aushängeschild für die beinahe fotorealistische Technik lässt noch auf sich warten. Frühestens im Winter wird Unreal Tournament 3 veröffentlicht, doch die gezeigten Szenen auf der GC ließen uns bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Auch bei UT 3 wird es natürlich keine bahnbrechenden Neuerungen geben, die man so nicht schon einmal im Genre gesehen hat. Wie seine Vorgänger setzt Teil drei auf schnelle, unkomplizierte Action - taktisches Vorgehen und geduldiges Vorantasten ist im Epic-Shooter nicht gefragt. Wem die Wege zu Fuss zu weit sind, hat erneut die Wahl zwischen vielen coolen Vehikeln.

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UT3 ist das Vorzeigespiel für die Unreal Engine 3.
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Zum ersten Mal wird es nun auch eine Kampagne für Solo-Spieler geben. Jeder der Kampagnen-Charaktere soll eine eigene Persönlichkeit haben - samt Stärken und Schwächen. Wie sehr sich diese auf den Spielverlauf auswirken, muss sich allerdings noch zeigen. Wie auch immer: Die grafische Genrekrone ist Unreal Tournament auf jeden Fall schon sicher, und dank dutzender Waffen, cooler Multiplayer-Modi und ausgeklügelten Maps dürfte auch die Spielerfahrung ein besonderes Erlebnis werden.

Turok
Der Dinosaurierjäger ist zurück - trotz namentlicher Verwirrungen. Eine Zeit hörte die Neuerfindung des Klassik-Shooters noch auf "Turok Rebirth", nun belässt man es schlicht bei dessen Nachnamen. Trotz einiger Elemente aus den legendären Vorgängern - wie das Setting, der Hauptcharakter oder die Dinos - soll Turok alles anders... pardon: noch besser machen.

So streift man nun nicht mehr im Alleingang durch tropische Wälder und dunkle Höhlen, sondern hat meist ein kleines Team zur Hand, das einem den Rücken deckt. Das heißt natürlich nicht, dass Turok wehrlos wäre: Haftbomben, Plasmakanonen und der bewährte Bogen machen auch aus größeren Brocken schnell Dinofutter. Zudem kann Turok jetzt per Vehikel die Levels durchkämmen oder dank gekonnter Schleicheinlagen schwierige Passagen umgehen.

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Es ist Fütterungszeit für Dinos.
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Damit das Ganze auch optisch auf dem neuesten Stand präsentiert wird, haben sich die Entwickler Propaganda Games die mächtige Unreal-Engine-3-Lizenz gesichert - und das sieht man auch: Dichtes Gras bewuchert den Boden, die Texturen erscheinen gestochen scharf, die Weitsicht ist phänomenal. Zudem wurde auch am roten Lebenssaft nicht gespart. So könnt ihr euren Gegnern, ob Mensch oder Dino, mit Hilfe eines Messer gekonnt die Kehle durchschneiden - riesige Blutfontänen inklusive.

Halo 3
Einer der heißesten Actiontitel und ständiges Gesprächsthema auf der GC: der dritte (und voraussichtlich letzte) Einsatz des Master Chiefs. Diesmal gilt es der außerirdischen Bedrohung durch die Covenant endgültig Herr zu werden - schließlich bedrohen die fiesen Invasoren die Erde. Wer die spannend inszenierte Kampagne lieber in der Gruppe absolvieren möchte, kann schon mal die Salzstangen bereitstellen: Der Koop-Modus erlaubt Matches mit bis zu vier Spielern.

Grafisch macht Halo 3 natürlich einiges her - darüber hinaus halten sich die ganz neuen Features aber eher in einem überschaubaren Rahmen. So könnt ihr nun per Flammenwerfer lästigen Gegnern Feuer unter dem Hintern machen oder Brandgranaten werfen. Wer sich gern hinters Steuer schwerer Vehikel setzt, hat nun die Wahl zwischen mehreren brandneuen Fahrzeugen.

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Der Master Chief im Kreise seiner Lieben.
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Das wohl coolste Shooter-Gimmick derzeit: Von sämtlichen Matches kann man Replays erstellen und via Xbox Live an Freunde weiterleiten. Dank eines speziellen Komprimierungs-Verfahrens sind dabei selbst minutenlange Videos gerade mal einen Megabyte groß. Während der Replays ist es sogar möglich, die Kameraperspektive zu wechseln und sich die Action beispielsweise aus der Vogelperspektive in Echtzeit ansehen - besonders für Machinima-Künstler sehr reizvoll.

Army of Two
Ego-Shooter sind out, es lebe der Duo-Shooter! In ihren Ballerorgien der Zukunft setzen die meisten Entwickler auf Teamwork - so auch EA, die mit Army of Two einen Actionkracher mit hohem Irrwitzfaktor im Programm haben. Im Fokus des Titels stehen zwei völlig durchgeknallte Söldner, die für dicke Schecks sogar ihre Oma verkaufen würden und ohne Großkaliber nicht Mal zum Einkaufen gehen.

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Gestatten: die rechte und die linke Hand des Teufels.
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So spielt ihr sämtliche Missionen der Kampagne auch im Team - ob ihr nun mit einem Freund oder der KI in den Kampf zieht ist euch überlassen. Zusammenarbeit wird dabei groß geschrieben: Mauern überquert man nur per Räuberleiter, verwundete Partner zieht ihr hinter die rettende Deckung und im Gefecht lenkt ihr den Gegner ab, während der Kollege die Fieslinge aufs Korn nimmt. Sämtliche Aktionen sollen sich intuitiv und komfortabel steuern lassen, ohne auf übermäßig komplexe Eingabebefehle zu setzen.

Neben viel Action setzt Army of Two vor allem auf Humor und Spaß. Werdet ihr beispielsweise niedergestreckt und von eurem Partner verarztet, blendet ein übergroßer Tampon ein, der sich mit Blut füllt. Und dank Bullet Time ganze Gegnerhorden auseinander zu nehmen, war schließlich auch noch nie verkehrt. Einmalig im Shootergenre: Auf Tastendruck könnt ihr euch tot stellen, um so vor herannahenden Gegnern unentdeckt zu bleiben.