Messetag 2
von Nedzad Hurabasic

Der zweite Tag für die Berichterstatter brachte auch zugleich die offizielle Eröffnung der Games Convention für die allgemeine Gamer-Community. Sprich: Der Otto-Normalverbraucher darf nun endlich auch in die heiligen Messehallen, um sich die Spieleneuheiten anzusehen und auch

zu spielen. Wer dachte, dass es aufgrund des Donnerstags noch nicht so voll in den mit Glas überdachten Hallen werden würde, irrte. Die Spieler fluteten die Gänge und Hallen und vor allem natürlich die Stände der Entwickler und Publisher. Ob sie noch ihre wohl erzockten, ähm, ich meine wohlverdienten Ferien genossen oder sich unerlaubt von der Schule fern hielten, wollen wir an dieser Stelle

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lieber nicht näher ergründen. Fakt ist aber, dass die Temperaturen im Gegensatz zum Vortag nicht nur außerhalb der Messehallen deutlich angestiegen waren. Während wir gestern noch über die Pressekonferenzen und Präsentationen der Aussteller berichteten ( siehe hier), haben wir uns heute unters "gemeine" Volk gemischt und das bunte Treiben an den Ständen beobachtet. Wo gehts am meisten ab? Wo gibt es die heißesten Babes?

Besonders umlagert war natürlich, was nicht anders zu erwarten war, Microsofts Xbox 360 Stand, an dem sich die Massen schnell sammelten und lange Schlangen bildeten, um Zutritt zur Präsentationsfläche zu erlangen. Da die Anzahl der Sitzplätze, von denen man eine gute Sicht auf das Geschehen hat, begrenzt ist, muss man hier auf jeden Fall Wartezeit einplanen. Von der PS3-Konkurrenz gibt es übrigens noch nichts zu sehen, dafür gibt es einen großen Playstation 2-Bereich, in dem aktuelle Games für die laut Sony immer noch Next-Gen-Konsole vorgestellt werden. Ähnlich voll ist es auch bei Kino-ähnlichen Vorstellungen des im Oktober erscheinenden Doom-Movies und bei der Videospiel-Umsetzung von Peter Jackson's King Kong. Hier werden in abgedunkelten Räumen (mit Alterskontrolle) zu festen Terminen bzw. Uhrzeiten Trailer und Eindrücke vorgestellt. Ganz anders sieht es aber glücklicherweise aus, wenn man

Games Convention 2005 - Tagesbericht 2: Die Hölle bricht los!

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vorhat, in Leipzig die neue Sony Mini-Konsole Playstation Portable (PSP) anzutesten. Der japanische Hersteller verfährt hier nach dem Motto "Klotzen statt Kleckern" und hat vermutlich an die einhundert oder mehr Konsolen zum Probespielen bereitgestellt. Vorbildlich. Da ist es eigentlich egal, welches Spiel gerade in dem Gerät eingelegt ist. Jeder kommt hier auf seine Kosten.

Zwar hat Konkurrent Nintendo seine Mini-Konsole DS nicht in dieser großen Stückzahl aufgeboten, in der Regel muss man aber auch dort nicht allzu lange warten, um zumindest ein paar Minuten lang an eines der umschwärmten Geräte zu kommen. Dafür gibt es aber hier keine so gemütliche Möglichkeit sich hinzufletzen, wie in der PSP-Lounge. Hier gibt es aber am selben Stand mit The Legend of Zelda: Twilight Princess (Gamecube) einen potenziellen Hit und damit gewaltige Konkurrenz. Das von vielen Gamern herbeigesehnte Spiel wird kräftig umlagert und sorgt daher für entsprechenden Publikumsandrang. Den verursacht auch eine Absperrung am Stand von Activision, da nur jeweils eine bestimmte (kleine) Anzahl an Interessierten vorgelassen wird, um sich eine aktuelle Version von Call of Duty 2 (PC) oder der Konsolenvariante Call of Duty: Big Red One anzusehen. Die Wartezeit lohnt sich aber, da der Eindruck einer kleinen Privatvorstellung genossen werden kann. Vor dieser Absperrung sorgen regelmäßige Sport-Shows anlässlich der Präsentation von Tony Hawk's: American Wasteland auf einer Halfpipe für Stimmung. Der Stand ist auch aufgrund der ohrenbetäubenden Lautstärke, die dort von der musikalischen Rundumbeschallung verursacht, wird nicht zu übersehen.

Voll wird es auch in regelmäßigen Abständen am 10Tacel-Stand. Hier sorgen aber nicht unbedingt nur die Spiele für die überbordende Aufmerksamkeit der Gamer, sondern die heißen Auftritte der dort engagierten Messe-Babes. In kurze Röckchen gekleidet, lassen sie diese auch noch beim Tanz zu flotten Rhythmen fliegen. Wow! Stichwort Babes: Die gibt es in diesem Jahr wieder in Hülle und Fülle. Nein falsch. Weder sind sie verhüllt noch gefüllt. Vielmehr haben sie wohl teilweise noch deutlich weniger an als im Vorjahr. Die Röckchen und Höschen sind, wenn das überhaupt noch möglich war, noch knapper geraten und praktisch alle zehn Meter darf man nacktes Fleisch genießen - wenn man(n) denn will. So ganz jugendfrei ist das zwar alles nicht mehr unbedingt und angesichts der vielen FSK-Logos und Zugangsbeschränkungen wundert man sich als Beobachter doch ein wenig über die angelegten Maßstäbe. Einen Blick riskiert aber sicher jeder gerne. Der eine oder andere Gamer soll übrigens geifernd auf dem Klo verschwunden sein ... Seht euch dazu auch unbedingt unsere spezielle Bildergalerie an, die wir für alle Daheimgebliebenen mit leckeren Fotos gefüllt haben und die ständig aktualisiert wird!

Große Trauben bilden sich auch immer um den Riesenstand von Electronic Arts, der in der Aufmachung an die neue Münchner Allianz Arena erinnert und an dem ohrenbetäubende Präsentationen aktueller Titel auf die Gamer abgefeuert werden. Ein echter Hingucker also! Definitiv einen Besuch wert ist auch gleich nebenan der Stand von Deep Silver, der Ausblicke auf Spiele wie Gothic 3 und den Geheimtipp Rush for Berlin liefert und ständig proppenvoll ist. Wer dem ganzen Trubel in den aufgeheizten und schon am ersten offiziellen Messe-Tag überlaufenen Hallen für einige Minuten entkommen und sich möglicherweise sogar entspannen möchte, kann sich in der Vorhalle einer Massage unterziehen lassen oder sich gleich daneben von den "Raubkopieren ist eine Straftat"-Freunden zur Probe einbuchten lassen.

Zurück im Gewusel der Hallen sollte vielleicht noch der Bet on Soldiers-Stand besucht werden, wo der erste Frauen (Mädchen)-Clan der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird. Natürlich wird dort auch der demnächst erscheinende Shooter vorgestellt, der sich sicherlich nicht vor aktueller Konkurrenz verstecken muss und mit einigen innovativen Ideen im Actionspiel-Bereich aufwarten kann. Obwohl der Stand heute noch nicht allzu viel Zulauf verzeichnete (ins Zelt dürfen nur Volljährige, vielleicht lags daran), waren doch alle Rechner ständig besetzt. Selbstverständlich darf als einer der Publikumsmagneten der Giga-Stand nicht unerwähnt bleiben. Gerade das jüngere Publikum (und unser Mitarbeiter J.P.) haben einen Narren an den etwas zu sehr Bemühten Live-Übertragungen des Senders gefressen. Aber wie heißt es so schön? Jedem das seine, mir das meine. Deshalb werdet ihr sicherlich eure eigenen Favoriten auswählen und euch entweder ziellos durch die warmen Hallen treiben lassen oder wie ein Torpedo auf einen bestimmten Stand abgehen.