Nachdem ich Euch im ersten Teil meines GC-Specials die offiziellen Gewinner der GC 2004 vorgestellt habe, geht es im diesmal um meine persönlichen Favoriten. Dabeihandelt es sich um äußerst

sehenswerte Titel, bei deren Anblick ich mir erwartungsvoll die Hände gerieben habe. Die nachfolgende Liste erhebt allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist vielmehr rein subjektiv und orientiert sich nur an Spielen, die ich auch selbst in Augenschein nehmen konnte.

Wem hier also der eine oder andere fraglos wichtige Titel fehlt, der möge sich in Nachsicht üben. Nur weil ein Spiel in der nachfolgenden Aufzählung nicht vorkommt, sagt dies nichts über seine mögliche Qualität aus, sondern lediglich darüber, daß meine Zeit nicht ausgereicht hat, den betreffenden Titel anzuzocken. Spätestens, wenn die Testmuster bei uns eintreffen, werden wir Euch eingehend über alle Spiele informieren. Eure Kommentare zu meiner Auswahl könnt Ihr übrigens gerne an unseren Chefredakteur Heiko richten. Der freut sich immer über Kritik.

Der Kampf gegendie Schmerzen geht weiterDie Jungs von Dreamcatcher, die uns im Frühjahr mit »Painkiller« die kalten Nächte vor dem PC versüßten, haben nachgelegt und bringen im Oktober ein Add-on zum Erfolgstitel auf den Markt: in »Battle out of Hell« trefft Ihr in Person von Daniel Garner in zehn Levels auf neue, noch größere Gegner, denen Euer Held mit dem bekannten Waffenarsenal

auf die verrotteten und verdorbenen Leiber rückt. Die Grafikengine des Spiels wurde leicht aufgebohrt, außerdem versprach mir auf der Messe die charmante PR-Dame mit süßem Lächeln neue Multiplayer-Modi. Da lacht das Herz des Ballermännchens, und ich lache mit.

Fazit: cooler Stoff für Shooterfreaks, für die selbst das Schälen einer Banane mit zuviel Nachdenken verbunden ist.

GeisterbahnEmpire Interactive spukt auf der Konsole: nachdem im vergangenen Jahr »GhostMaster - The Gravenville Chronicles« zunächst für PC erschien, gibt es das lustige Gruselspiel im September zunächst auch für die Xbox.Das Gameplay bleibt dabei gegenüber dem PC-Original unverändert: Ihr befehligt eine Horde von Geistern, die missliebige Hausbewohner aus ihrem Domizil vergraulen müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist allerdings taktisches Vorgehen und geschicktes Agieren vonnöten.

Games Convention 2004 - Die Spiele-Highlights der Messe

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Der Titel verspricht auch auf der Xbox gepflegte Unterhaltung und originelle Ideen, ob er allerdings die Besitzer der PC-Version dazu verleiten kann, sich die Konsolenumsetzung zu kaufen, ist fraglich.

Fazit: wer gerne entspannt auf der Couch sitzen und seine virtuellen Mieter in Angst und Schrecken versetzen möchte, liegt mit diesem Spiel richtig.

Sam Fisher for President!Auch wenn Solid Snake den offiziellen Preis der GC abgesahnt hat (s.o.), ist mein Favorit im Bereich der taktischen Stealth-Shooter Sam Fisher. Ubi Softs schleichender Held zeigt in »Splinter Cell 3«, was er seit seinem letzten Auftritt auf der

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Konsole gelernt hat. Neben diversen neue Waffen und Bewegungsmodi weiß insbesondere der kluge Multiplayer-Part zu begeistern, bei dem Ihr Missionen im Teamplay löst. Speziell zu diesem Zweck wurden vier Mulitplayer-Levels kreiert, die nur mit partnerschaftlichem Handeln zu bewältigen sind. Die Grafik und die innovative Steuerung haben selbst mir als taktischem Legastheniker, der Probleme in Spielen bevorzugt großkalibrig löst, die Freudentränen in die Augen getrieben. Würden sich die Amerikaner im realen Leben bei sensiblen Auslandsmissionen auch nur halb so geschickt verhalten wie der gute Sam im Spiel, die Liebe und Zuneigung der anderen Völker wäre ihnen sicher.Fazit: Sam Fisher zeigt, wie ein erstklassiger Titel heutzutage aussehen muß und erteilt George Bush so ganz nebenbei Nachhilfe in punkto Taktik und diskretem Vorgehen in Krisensituationen.

Schiffe versenkenEbenfalls aus dem Hause Ubi Soft steht ein weiterer vielversprechender Titel ins Haus: »Silent Hunter 3« läßt Euch im zweiten Weltkrieg als deutscher U-Boot-Kommandant alliierte Geleitzüge das Fürchten lehren. Grafisch äußerst opulent umgesetzt, übernehmt Ihr vom Leitenden Ingenieur über den Navigator bis hin zum Kapitänleutnant alle wichtigen Positionen an Bord und pirscht Euch an feindliche Schiffe heran.

Da die Kampagne den gesamten Kriegszeitraum umspannt, fließen auch technische Weiterentwicklungen in dieser Zeit in die Handlung mit ein. Die frei zoom- und schwenkbare Kamera sorgt überdies für eine fast filmreife Atmosphäre, wenn Ihr die Treffersequenz Eures Torpedos in

Naheinstellung verfolgt. Gleiches gilt natürlich auch, wenn Euer Boot infolge Feindbeschusses absäuft. Nur macht das Zuschauen dabei nicht soviel Spaß.

Fazit: Noch nie war eine U-Boot-Fahrt so spannend wie in diesem Spiel. Dank Ubi Soft bin ich nun künftig nicht mehr nur in meiner Badewanne der Kapitän.

Das wird böse endenHabt Ihr nicht auch schon mal Mitleid mit diesen Supergangstern empfunden, die der gelackte James Bond in jedem seiner Filme zum Teufel jagt? Bitte sehr, die Zeit der Rache wird kommen: »Evil Genius« aus dem Hause Vivendi Universal gibt Euch ab Oktober hinreichend Gelegenheit, Euer Talent als Bösewicht auszuleben und die Weltherrschaft an Euch zu reißen.

In bester isometrischer "Dungeon Keeper"-Perspektive kommandiert Ihr Subordinierte und befehlt Ihnen den Ausbau Eurer geheimen Kommandozentrale im Innern eines erkalteten Vulkans oder hetzt die "Henchmen", bezahlte undhochmotivierte Killer und Schläger, auf Feinde und Spione, daß es nur so eine Freude ist.Aber Vorsicht! Die Gegner sind ausgeschlafen und nicht zu unterschätzen. Taktisch kluges Vorgehen ist daher erste Pflicht auf dem Weg zur Weltherrschaft. Und wenn alles nicht hilft, bleibt wenigstens die Hoffnung, daß James Bond und Co. beim Betreten Eures Allerheiligsten in diverse originelle und brüllkomische Fallen latschen. Und damit das Ganze auch stilecht ist, kommt das Spiel ganz im Retrolook der Sechziger daher. Einziger Wehrmutstropfen: grafisch gibt sich "Evil Genius" leider gar nicht böse, sondern eher bieder und altmodisch.

Fazit: Wer Dungeon Keeper geliebt hat und auch sonst nichts dagegen einzuwenden hätte, die Weltherrschaft an sich zu reißen, für den ist dieses Spiel genau richtig.

Einfach fablehaft!Nicht nur mit Halo 2 wußte Microsoft auf der Games Convention die begeisterten Besucher zu überzeugen.

Mit Peter Molyneux' neuem Geniestreich »Fable« haben die Redmonder einen weiteren Titel in der Pipeline, dessen Erscheinen den Absatz der Konsole mit dem X tüchtig ankurbeln dürfte. Mich hat jedenfalls das eingehende Probezocken während meines Pressetermins bereits gefesselt. Wer Mr. Molyneux kennt, der weiß, daß sich der englische Entwickler-Superstar nicht mit halben Sachen zufrieden gibt. Und so ist auch Fable eher eine Lebenssimulation, als ein gewöhnliches RPG oder Adventure.

Euer Held beginnt seine Mission nämlich im zarten Kindesalter und altert mit zunehmender Spieldauer. Außerdem wird er immer wieder vor Entscheidungen gestellt, die seine charakterliche Ausbildung beeinflussen. Je nachdem, wie Ihr Euch entscheidet, wird Euer Held sich eher in Richtung eines strahlenden Heroen oder in die eines fiesen Finsterlings entwickeln. "Black & White" läßt grüßen... Obwohl das Spiel Mitte Oktober exklusiv als Xbox-Titel erscheint, bekam ich auf Nachfrage bei der PR-Mitarbeiterin

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kein entschiedenes Dementi, daß "Fable" nicht doch irgendwann für den PC umgesetzt wird. Alles klar?

Fazit: vom Hosenscheißer zum Strahlemann - wozu noch eigene Kinder, wenn ich das von Peter Molyneux bereits in meiner Xbox habe?

Entfernte HeldenDie unumstrittene Nummer eins der vorgestellten MMO-Spiele auf der Messe war fraglos "World of Warcraft". Doch auch »Saga of Ryzom« von der Entwicklerschmiede MDO Entertainment ist einen Blick wert. Das Spiel kommt mit schöner Grafik und einer komplett neuen Welt und Rassen daher, die nicht aus dem

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RPG- oder Online-Universum bekannt sind. Die Grundidee: der (Spiel-)Planet ist ein lebender Organismus, der kontinuierlich wächst. Alte Oberflächen werden im Laufe der Zeit von neuen überdeckt, was vom Prinzip her an einen Baum mit Jahresringen erinnert. Hierbei kann jedes Mal eine komplett neue Welt entstehen. Die Spieler haben die Möglichkeit, auch in tieferliegende Schichten des Planeten zu reisen und so andere, frühere Welten zu entdecken. Jeder Spieler kann bis zu fünf Charaktere anlegen, deren Fähigkeiten und Fortschritte auf dem Server gespeichert werden, auf dem eigenen Rechner liegen lediglich die Programmdaten.Wie bei allen modernen MMO-Games ist allerdings ein DSL-Anschluß nahezu Pflicht, denn die aufwendige Grafik verlangt ihren Traffic-Preis.Derzeit befindet sich "Saga of Ryzom" noch in der Beta-Phase auf einem einzigen Server. Doch pünktlich zum offiziellen Release am 17.09. sollen auch mehrere nach Ländern getrennte Server online gehen. Man darf gespannt sein, ob sich der Titel angesichts der hochwertigen Konkurrenz durchsetzen kann, denn immerhin gilt es für Spieler, sich in eine komplett neue Welt hineinzuversetzen.

Fazit: Abgefahrene Spielwelt mit neuen Ideen im MMO-Universum, Ausgang leider ungewiß.

Wollen wir wetten?Neue Shooterkost kündigt sich für das zweite Quartal 2005 an. Dann soll nach dem Willen von Publisher Pointsoft der knallharte Ego-Schießprügel »Bet on Soldier« erscheinen. Das Szenario: es herrscht ein ewiger Krieg auf der Erde, und in den Medien spielen längst nicht mehr militärische

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Meldungen von verlorenen oder gewonnenen Schlachten die Hauptrolle, sondern es werden Wetten auf das Überleben einzelner Soldaten abgeschlossen. Überlebt der Soldat, auf den man gesetzt hat, gibt's Kohle, geht er drauf, wird's teuer. Der Spieler übernimmt die Rolle eines solchen Soldaten und muß im "Wetteinsatz" gegen andere Militärangehörige überleben.

Dazu geht er mit erfundenen, gleichwohl realistisch anmutenden Waffen in einer verödeten Trümmerlandschaft auf seine Mitbewerber los. Der Shooter kommt übrigens von den "Iron Storm"-Entwicklern und spart nicht mit blutigen Effekten und martialischen Ballerorgien, dafür aber leider mit Gegner-KI.In der gezeigten Version ließen sich die bösen Buben nahezu ohne Gegenwehr einfach umpusten, doch das soll sich laut Angaben eines Entwicklers noch ändern.

Hoffen wir, daß die Metzeleien bis zum Erscheinungstermin noch ein wenig an Spannung gewinnen.

Fazit: straighter Shooter mit schöner Grafik und originellem Wettsystem. Und wenn dann auch noch die KI stimmt, steht einer gepflegten Metzelorgie im nächsten Jahr nichts mehr im Weg.

Zurück in die ZukunftVor einigen Jahren machte "Earth 2150" als guter Echtzeitstrategie-Titel von sich reden. Grund genug für Zuxxez, im nächsten Frühjahr eine Fortsetzung herauszubringen, die zehn Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers spielt: »Earth 2160« kommt mit ansehnlicher Grafik, einem neuen Waffensystem sowie frei scroll- und zoombarer Ansicht. Neben den drei Rassen des letzten Teils wird es eine vierte spielbare Alienrasse geben, die alle anderen bedroht. Soweit, so gut.

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Was den Titel vom Echtzeitstrategie-Einerlei abhebt, ist das Waffensystem, das es dem Spieler baukastenartig ermöglicht, über die Kombination verschiedener Elemente völlig neue Wummen zu basteln. Das klingt spannend und ist es bestimmt auch, sofern die Entwickler ein ordentliches Balancing hinbekommen.

Und wenn das Spiel dann nur halb so attraktiv ist, wie die junge Dame, die es mir präsentierte, erwartet uns im Frühjahr 2005 ein echter Knaller.

Fazit: Bastelstunde für Hobbystrategen - Waffen im kreativen Selbstbau lassen das eigene Herz höher schlagen und diejenigen der Gegnerscharen zum Stillstand bringen.Da strahlst Du"Wir befinden uns im Jahre 2005, und endlich erscheint mit »Stalker« einer jener Titel, deren Release immer und immer wieder verschoben wurde. Aber was noch im Sommer 2004 für offene Münder und Erstaunen gesorgt hat, löst in Zeiten von 'Half Life 2' nur noch ein müdes Lächeln aus." So oder ähnlich könnte in circa einem halben Jahr ein Artikel beginnen, der sich mit der ukrainischen Action-Hoffnung beschäftigt. Doch noch sieht die Grafik nach derzeitigen Maßstäben genial aus, und auch die Physikengine ist beeindruckend.

Das Gameplay ist ebenfalls spannend, wenn man davon absieht, daß der Titel keine wirkliche Handlung hat. Der Spieler treibt sich als namensgebender Stalker im atomverseuchten Sperrgebiet rund um Tschernobyl herum. Dabei hat er die Aufgabe, sich mit mutierten Viechern, übellaunigen Wachsoldaten und unliebsamer Konkurrenz in Form anderer Stalker auseinanderzusetzen. Die Version, die mir Publisher THQ präsentierte,

wirkte weitgehend fertiggestellt. Doch weil derzeit laut Angabe eines Entwicklers noch am Balancing geschraubt wird, zieht sich der Release noch bis zum ersten Quartal 2005 hin. Und das könnte dem an sich sehr guten Spiel das Genick brechen, denn je länger sich der Titel nach hinten verschiebt, desto wahrscheinlicher wird es, daß jemand anders den Actionthron für sich reklamiert.

Fazit: Es gibt für den Stalker viel zu holen rund um Tschernobyl - aber wahrscheinlich nicht mehr im nächsten Jahr. Schade drum.

Muss Menschheit vernichten!Wir wissen es spätestens seit Akte X: wir sind nicht allein, die Verschwörung der Aliens zur Vorbereitung der Invasion nimmt ihren Lauf. Und wer es nicht glaubt, der sollte sich im Frühjahr 2005 »Destroy all humans« von THQ anschauen. Ziel des spaßigen Konsolentitels ist nämlich die totale Vernichtung der menschlichen Rasse. Im Spiel seid Ihr ein kleines, niedliches Alien, das der US-Armee in die Hände fällt und entkommen

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muß, um seine zerstörerischen Ziele erreichen zu können. Ihr steuert Euren Marsianer von schräg hinten und entledigt Euch mit Hilfe mentaler Fähigkeiten wie Telekinese und Gedankenkontrolle dabei all jener, die Eurem Vorhaben im Weg stehen. Besonders die immer wieder auftauchenden Men in Black haben es in sich und sollten schnellstmöglich von dieser in eine andere virtuelle Welt befördert werden.

Grafisch kommt das Spiel eher bescheiden daher, doch das Ambiente der einschlägigen amerikanischen 50er-Jahre-Filme, die ihm als Vorbild dienen, ist gut getroffen. Zwar konnte ich auf der GCnur den Anfang des Spiels genießen, doch wenn sich die schrägen Ideen und das originelle Gameplay nicht nur auf wenige Highlights beschränken, dann erwartet uns im nächsten Jahr eine der spaßigsten Invasionen, die wir je von Aliens zu befürchten hatten.

Fazit: Noch nie war es so lustig, von Marsmenschen ausgerottet zu werden.

InselraserPublisher bigben erfreut alle zweiradbegeisterten Rennfreaks mit einer Rennsimulation exklusiv für die PS 2. In »TT Superbikes« rast Ihr auf der englischen Isle of Man, was das Zeug hält, im normalen Straßenverkehr gegen eine nicht minder ambitionierte Konkurrenz.Eine gelungene Fahrerperspektive und massiver Gegenverkehr sorgen für die nötige Portion Adrenalin. Besonders knifflig für uns Kontinentaleuropäer: der Linksverkehr auf der Insel.

Grafisch kommt das Spiel gelungen daher, und fette Motorsounds verleihen dem Titel eine stimmige Atmosphäre. Aber Vorsicht: Fahrfehler bestraft das Programm unnachsichtig, und man küßt den Asphalt schneller, als einem lieb ist. Nur gut, daß das virtuelle Alter Ego eine schwere Lederkombi trägt. Da sieht man all das Blut nicht...

Fazit: TT Superbikes - Spaßiges Rasen ohne Reue, aber mit Verstand - fast wie im richtigen Leben. Es sei denn, man lebt in Brandenburg...

Oh Baby, Baby, Baller, BallerNeues Futter von den "UT 2004"-Machern: Digital Extremes werkelt an einem Shooter für die Xbox, und Publisher HIP freut sich schon auf das fertige Ergebnis. Zumindest wirkte der freundliche PR-Mann, der mir das Spiel vorführte,

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hochmotiviert. Und sollte »Pariah« den Erwartungen gerecht werden können, die der Titel zumindest nach dieser ersten Vorführung in mir geweckt hat, erwartet uns im Frühjahr 2005 in der Tat ein spannender Egoshooter. Das Besondere: entgegen der sonstigen Gepflogenheiten von Digital Extremes wartet Pariah mit einer echten Hintergrundstory auf. Das dabei trotzdem das Metzeln nicht zu kurz kommt, konnte ich schon aufgrund des vorgestellten Waffenkatalogs erahnen. Wir dürfen gespannt sein.

Fazit: Ein Egoshooter mit Handlung? Und ich dachte immer, die Devise "erst ballern, dann fragen" sei Handlung genug...Das zweite GesichtWer glaubt, Publisher Codemasters habe auf der GC nur "Colin McRae" im Gepäck gehabt, sieht sich getäuscht. Das spannende Action-Adventure »Second Sight« kommt noch im August auf den Markt. Der Titel erscheint für alle Konsolen und richtet sich vornehmlich an Fans von harten Ballerorgien, die aber so ganz nebenbei auch einer spannenden Handlung folgen wollen und das eine oder andere Rätsel dabei lösen möchten. Die Handlung beginnt nämlich alles andere als klar: Euer Spielcharakter erwacht entstellt und mit Operationsnarben versehen in einem geheimen Forschungs-komplex auf einer sonnigen Insel, eingeschlossen in einer gläsernen Zelle.

Er kann sich weder erinnern, wer er ist, noch daran, wie er an diesen Ort gekommen ist. Dafür verfügt er jetzt über besondere mentale Fähigkeiten wie Telekinese. Während Ihr also mit Eurem Helden aus seinem Gefäng-nis ausbrecht und Licht in das Dunkel der Geschehnisse bringt, wird die Handlung in einem zweiten

Strang in Rückblenden erzählt. Dabei werden die Abläufe Stück für Stück weiter in die Vergangenheit verlegt, in der Euer Held als ganz normaler Mensch ohne besondere Fähigkeiten auftaucht. Wen diese Erzählweise an den Film "Memento" erinnert, liegt absolut richtig.

Auf den ersten Blick bietet »Second Sight« neben zünftigen Actioneinlagen eine grundsolide Story mit verschachtelten Erzählsträngen, die viel Spannung und Abwechslung versprechen. Grafisch kommt das Spiel auf allen drei Konsolen sauber, wenn auch nicht übermäßig spektakulär rüber. Falls der Titel wirklich so gut sein sollte, wie er sich mir bei der kurzen Präsentation dargestellt hat, erwartet uns ein heißer Spätsommer.

Fazit: Ballern und eine Geschichte rückwärts erzählen klingt spannend und macht neugierig. Und wenn "Second Sight" floppt, drehen wir einfach die Zeit zurück.