Sieg fürs Spiel: Die Interactive Digital Software Association (ist mit dem Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland vergleichbar) hat sich erfolgreich vor Gericht gegen Vertriebsbeschränkungen für "Gewalt-Spiele" gewehrt.
Das Urteil wurde vom 8th U.S. Circuit Court of Appeals in einem Berufungsverfahren gefällt. Das Gericht widersprach damit der Entscheidung der Stadt St. Louis. Sie hatte vor zwei Jahren Vertriebsbeschränkungen für "Gewalt darstellende Computer- und Videospiele" einführen wollen. Das, so das Gericht, sei verfassungswidrig.

Die Berufungsrichter folgten der Ansicht, dass Computer- und Videospiele dem Artikel über freie Meinungsäußerung sowie der Religions- und Pressefreiheit zugerechnet werden müssten. Die Stadt St. Louis hatte dagegen argumentiert, Spiele würden keine Ideen vermitteln. Auch der Meinung, dass Kinder und Jugendliche vor der "Obszönität Gewalt darstellender Spiele" geschützt werden müssten, folgte das Gericht nicht.