Das Braunschweiger Landgericht hat einen 42 Jahre alten Mann zu drei Jahren Haft verurteilt. Er hatte Software, Filme und Musikstücke im Marktwert von mehr als einer Million Euro aus dem Internet heruntergeladen und weiterverkauft.
Auch die 37 Jahre alte Freundin des Software-Piraten kam nicht ungeschören davon. Sie hatte das Geld der Kunden abgeholt und muss daher wegen Beihilfe 2700 Euro Strafe zahlen, so die Nachrichtenagentur dpa .

In England blieben die Richter ebenfalls hart: Zu 15 Monaten Haft und der Zahlung der Prozesskosten in Höhe von 15.000 Pfund hat der Londoner Central Criminal Court am Freitag vergangener Woche einen Pakistaner verurteilt. Er hatte mehrere Jahre lang über Websites und Auktionshäuser wie eBay raubkopierte Software verkauft, teilt die Business Software Alliance (BSA) mit.

Der Raubkopierer habe eine ausgefeilte Organisation entwickelt, um auf bis zu 30 Webseiten seine Waren anzubieten. Er soll als legaler Händler aufgetreten und Software von Adobe, Autodesk, Macromedia, Microsoft und Symantec knapp unter dem Ladenpreis verkauft haben. Auf verschiedenen Auktionsseiten soll er bis zu 1700 Programme pro Tag angeboten haben.