Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat die Marktdaten für das 1. Halbjahr 2008 veröffentlicht. Erwartungsgemäss wurden enorme Zuwächse verzeichnet. So stieg der Umsatz mit Computer- und Videospielen im ersten Halbjahr um 16 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen ein Umsatz von 645 Mio. Euro gegenüber 557 Mio. Euro im Vorjahr erwirtschaftet.

Auf dem Konsolen- und Handheldmarkt wurden die Vorjahreszahlen desselben Zeitraums deutlich übertroffen. Der Umsatz mit Konsolenspielen schnellte um 53% auf 289 Mio. Euro in die Höhe - zum Vergleich: 2007 waren es 189 Millionen. Die Zahlen das Handheldsegment bestätigen den unvermindert positiven Trend mit einem Umsatzplus von 27% auf 172 Mio. Euro (Vorjahr: 135 Mio. Eur.). Für den PC-Markt ist hingegen ein Umsatzrückgang von 21% auf nunmehr 185 Mio. Euro zu konstatieren (Vorjahr: 233 Mio. Eur.).

Bemerkenswerte Festsellung: jeder dritte Spieler ist weiblich. Im Handheldbereich machen die weiblichen Spieler mit einem Anteil von 54% sogar erstmals die Mehrheit aus. "Die Zahlen der letzten Jahre bestätigen uns darin, dass hier ein einschneidender Umbruch auf dem Markt geschieht. Die Begeisterung für Unterhaltungssoftware kennt kein Geschlecht oder Alter, und genau hier liegen die Chancen für die nächsten Jahre", so BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters.

Für das zweite Halbjahr 2008 rechnet der BIU weiterhin mit einem sehr guten Wachstumspotential. So soll auch das PC-Segment deutlich besser abschneiden, da in diesem Jahr noch einige Top-Spiele veröffentlicht werden sollen.