Spielehersteller wollten schon immer wissen, welche Reaktionen Gamer beim Spielen äußerlich zeigen. Ob sie zum Beispiel bei Resident Evil bei jedem Zombieangriff vor Schreck Maus und Tastatur vom Schreibtisch fegen. Schon bald könnte diese einstige Utopie Wahrheit werden - sogar mit Vorteilen für den Spieler.

Das Wild Divine Project hat sich an diese schwere Aufgabe herangewagt und will mit ihrem kommenden Game Journey to the Wild Divine neue Maßstäbe im Bereich Interaktion zwischen Spiel und Spieler setzen. Mittels dreier "Biofeedback-Sensoren" an den Fingern werden Informationen über den äußeren Zustand des Spielers (z.B. Anspannung, Schweißbildung) an die Software übermittelt, die dann wiederum in einer bestimmten Art und Weise darauf reagiert.

Mann muss sich nur mal vorstellen, welche Möglichkeiten sich offenbaren: Einem Spieler, der sich bei einem Horror-Adventure überhaupt nicht gefordert fühlt und mit ruhigem Gewissen durch die Level marschiert, könnten durch eine Anhebung des Schwierigkeitsgrades die Schweißperlen auf die Stirn getrieben werden. Und ein anderer wiederum, der sich vor Angst kaum noch auf den Monitor zu gucken traut, könnte durch eine Ruhephase im Game wieder neuer Mut zum Weiterspielen gegeben werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass aus diesem ehrgeizigen Projekt kein Kommerz-Mammut gemacht wird, denn das würde den Tod einer weiteren innovativen Idee bedeuten...