Zum Ausklang der #gamesweekberlin am vergangenen Wochenende fand im Babylon Kino das Game Cinema statt. Durch den abwechslungsreichen Mix aus Local Multiplayer-Show und Samstagabend-Talk führten Melek „m3lly“ Balgün und Game Cinema Stamm-Moderator Christian Lores. Sobald die Joypads glühten und die Mehrspieler-Partien über die große Leinwand liefen, übernahm Profi-Caster Maurice „Mori“ Lange das Kommando am Mikrofon.

Das Multiplayer-Highlight und gleichzeitiger Publikumsliebling des Abends, Gang Beasts, wurde erst im letzten Drittel der Show bis zum Finale gespielt. In den vorherigen Ausscheidungsrunden mussten die per Auslosung aus dem Publikum ermittelten Teilnehmer in Speedrunners und Lance A Lot ihr Geschick beweisen. Nur die Sieger jeder Vierspieler-Session kamen weiter – und lieferten sich dann bei Gang Beasts ebenso erbitterte wie unterhaltsame Rangeleien, bei denen auch die Zuschauer im großen Saal des Babylon Kinos ziemlich viel Spaß hatten und Szenenapplaus spendeten.

Game Cinema - Death Trash & Multiplayer-Duelle

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Vorne links die Gäste auf der Couch, ganz rechts Maurice „Mori“ Lange am Caster-Pult und auf der großen Leinwand läuft Speedrunners
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Talk auf der Couch

Für den Talkshow-Teil von Game Cinema nahmen vier illustre Gäste aus der Spiele-Szene auf der Bühnencouch Platz: Lara Trautmann (aka Lara Loft), die von ihrer weitgefächerten Karriere in der Gaming- und Musikbranche erzählte; Milan „Mailand“ Süß, World of Tanks Pro-Gamer und – wie sich später am Abend zeigte – auch durchaus versiert im analogen Spielklassiker Jenga; Martin Trzcinski, als Twitch-Streamer unter dem Künstlernamen Gamerking berühmt, bekloppt und berüchtigt; der Berliner Indie-Entwickler Stephan Hövelbrinks, der dem Publikum Einblicke in seinen Arbeitsalltag gab und mit viel Selbstironie über den täglichen Wahnsinn im Leben und Wirken eines Entwickler-Allroundtalents berichtete.

Über Stephan Hövelbrinks und sein post-apokalyptisches Rollenspiel Death Trash, an dem er seit gut zwei Jahren im Alleingang arbeitet, bringen wir demnächst noch einen extra Artikel hier auf Gamona. Was er im Rahmen der Abendshow auf der großen Kinoleinwand dem Publikum präsentierte, sah absolut nicht nach einem „nur“ Ein-Mann-Projekt aus: Death Trash befindet sich zwar noch in einem frühen Entwicklungsstadium, versprüht aber jetzt schon viel Atmosphäre plus eine gehörige Prise Faszination und Charme - und könnte auch als Early-Demo eines Spiels von einem mehrköpfigen Entwicklerteam durchgehen.

Game Cinema - Death Trash & Multiplayer-Duelle

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Endzeit-Szenario im Pixel-Art Stil: Das Indie-Rollenspiel Death Trash
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One-Man-Show

Umso beeindruckender, dass Stephan Death Trash bis dato in praktisch allen Bereichen alleine auf die Beine gestellt hat: Die Programmierung, das Grafikdesign in stimmigem Pixel-Art Stil, die grotesken Spielcharaktere samt Setting und was sonst noch alles auf die Agenda einer Spieleproduktion gehört, stammt alles aus seiner Hand. Lediglich beim Soundtrack greift ihm ein zusätzlicher Komponist unter die Arme.

Weitere Eindrücke vom diesjährigen Game Cinema findet ihr auf Facebook und YouTube. Falls ihr neugierig auf Death Trash seid, könnt ihr auf der extra Website zum Spiel oder z.B. auch im Entwickler-Blog sowie auch auf Twitter mehr Details erfahren.