Vivendi reibt sich die Hände, konnte das Unternehmen inzwischen doch die Mehrheit von Gameloft übernehmen – Ubisoft könnte als nächstes dran sein. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Vivendi rund 56 Prozent der Stimmrechte sowie 61,2 Prozent der Anteile an Gameloft hält.

Jetzt verkündete die Familie Guillemot "mit Bedauern", dass sie den Großteil der Aktien an Vivendi verkaufen wird: "Die Familie bleibt dabei, dass Vivendis feindliches Vorgehen dem besten Interesse von Gameloft zuwiderläuft, sowohl für seine Tätigkeit als auch für seine Teams."

Gleichzeitig bedeutet das für Michel Guillemot, dem Bruder von Ubisoft-Chef Yves, dass er am Ende des Monats als CEO zurücktreten wird. Am 29. Juni wird ein Treffen mit Aktionären stattfinden, bei dem eine neue Führungsebene mit einer neuen Strategie für das Unternehmen einspringen wird.

Ubisoft fürchtet sich vor Vivendi-Übernahme

Ubisoft könnte das nächste Ziel sein, wie sich schon seit einiger Zeit abzeichnet. Zwar gab Vivendi vor einiger Zeit zu verstehen, keine Pläne für eine solche Übernahme zu haben, doch Ubisoft traut dem Braten nicht: "Wir sind von Vivendis Statement nicht überrascht, und auch nicht von der Absicht dahinter. Das ist nur die Bestätigung ihrer gewohnten Strategie, sich die Kontrolle zu erschleichen, damit sie behaupten können, sie hätten keine Absicht, die Kontrolle von Ubisoft zu übernehmen, während sie kontinuierlich ihre Anteile erhöhen und sich auf eine Offensive bei der nächsten alljährlichen Gesellschafterversammlung vorbereiten."

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