Es war einfach nicht Robbens Jahr: verschossener Elfmeter im DFB-Pokalfinale, verschossener Elfmeter in der fünften Minute der Verlängerung im Champions-League-Finale, vorzeitiges Gruppen-Aus bei der EM, Keilerei mit Frank Rìbery, Egozentriker-Vorwürfe.
Innovative neue Features und sinnvolle Verbesserungen dürften dem FM 13 wieder den Titel einbringen.AusblickMan kann nur hoffen, dass er mit seinem Lieblingswohnwägelchen in seinem Urlaub weit, weit weg von allem neues Selbstvertrauen getankt hat und diese Saison neu angreifen kann. Das erhoffen sich auch die Jungs von Bright Future, die mit neuem Tatendrang den Kritikern der Vorsaison mit ihrem neuen Fußballmanager den Kampf ansagen.
Was einem beim diesjährigen Ableger als erstes ins Auge springt: das Interface. Alles wirkt „luftiger“, weniger gequetscht und überladen, was auch daran liegt, dass die Darstellung besser auf die mittlerweile üblichen hohen Auflösungen von 1280x1024 bis zu 1920x1200 abgestimmt wurde und so mehr Platz für die entscheidenden Details schafft. Eine weitere Innovation ist die Personalisierung des Interfaces. Das wurde nicht neu strukturiert, bietet euch jetzt aber die Möglichkeit, eure meistgenutzten Menüpunkte auf einer Schnellstartleiste abzulegen und dort dann durch kleine Mail-Updates in „Facebook“-Manier sofort zu sehen, wo es Neues zu berichten gibt.
Musste man früher immer alle Mails abklappern, um auf wirklich wichtige Nachrichten rechtzeitig reagieren zu können, übernimmt das jetzt das Spiel, indem es die Prioritäten der Mails vorab in drei Farben kategorisiert: Grüne Mails sind bereits abgearbeitet, gelbe Mails sind ungelesen, erfordern aber kein Handelns eurerseits und rote Mails sind Neuigkeiten, bei denen ein sofortiges Handeln erforderlich ist.
Das Interface wirkt luftiger und übersichtlicher.Dadurch könnt ihr zeiteffizienter die wichtigsten und für euch relevanten Aufgaben abarbeiten und habt mehr Zeit für andere wichtige Management-Aufgaben. Und die Zeit werdet ihr auch brauchen, denn das neu hinzugekommene Feature „Team-Dynamik“ verlangt eine Menge Feingefühl und lässt euch endlich erahnen, mit welchen Problemen sich ein Jupp Heynckes wohl täglich bei seinen vermeintlichen „Diven“ herumschlagen muss.
Jeder Spieler hat jetzt drei aus 67 möglichen für sich persönliche Ziele, im weitesten Sinne kann man das mit den Lebenszielen aus „Die Sims 3“ vergleichen. Helft ihr dem Spieler dabei, an diesen zu arbeiten, könnt ihr euch seiner Unterstützung gewiss sein – tut ihr das nicht, werdet ihr im Schlimmstfall einen Spieler haben, der nicht mal davor scheut, sich mit anderen unzufriedenen Spielern zusammenzuschließen und sich direkt beim Präsidium zu beschweren, was euren Managerstuhl dann schwer ins Wanken bringen kann.
Auch die Spielszenen wurden einmal mehr verbessert.Aber nicht nur die Beziehung zu euch ist jetzt wichtig, sondern auch die Chemie unter den Spielern. Dass sich Spieler, die um eine gemeinsame Position kämpfen nicht absolut grün sind, ist nachvollziehbar. Auch Gehaltsneid oder ähnliche Spielertypen, die trotzdem auf dem Platz nicht wirklich harmonieren, stellen euch bei der Frage nach eurer Aufstellung für das nächste Spiel immer wieder vor neue Herausforderungen.
Auch Freundschaften können sich bilden, die dann der Chemie auf dem Platz natürlich helfen, euch aber in doppelte Bedrängnis bringen, wenn ihr mit einem der Kumpels große Meinungsverschiedenheiten habt und sich dann nicht nur einer, sondern gleich drei Spieler gegen euch wenden. Hier werden sogar so unscheinbare Aspekte wie direkte Verwandtschaft oder andere familiäre Bande berücksichtigt, und ein Japaner in der Bundesliga braucht allein wegen dem Kulturschock und der fehlenden Sprachkenntnis mehr Eingewöhnung als ein einheimischer Spieler.
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Und vom Titel kann man auch nicht sprechen denn in UK kauft sich niemand dieses Teil hier sondern die greifen alle zum Football manager von Sega.
Ich weiß nicht, wie sie das jedes Jahr schaffen, aber deutsche Spieleredaktionen übersehen Jahr für Jahr, dass wie im letzten Jahr Taktikanweisungen überhaupt keinen grundlegenden Einfluss aufs Spiel haben, denn Teams können bloß stupide angreifen; und dass die sorgsam eingepflegten Spielerattribute der Datenbank und damit die gezielten Transfers ebenfalls in keiner der grundverschiedenen, nicht vergleichbaren Berechnungen wirklich wiederzufinden sind. Das für sich ist schon ein triftiger Grund zumindest für eine die gelb-rote Karte, die sowohl Redakteure als auch Spieler dem Spiel Jahr für Jahr im Ausland zeigen. Anderes schaffen sie unisono wie gesagt praktisch nur in Deutschland.