Full Spectrum Warrior (PS2 Review)
von Nedzad Hurabasic

Zwei Jahre ist es her, da haben die Pandemic Studios mit Full Spectrum Warrior einen sehr guten, wenn auch schwer zugänglichen Taktik-Shooter veröffentlicht.

Auch der Nachfolger "Ten Hammers" will den Spielern ein authentisch-strategisches Kampferlebnis bieten, ohne dabei jedoch von der bewährten Linie abzuweichen. Mit welchen Neuerungen oder gar Innovationen das Spiel aufwarten kann, haben wir für euch überprüft.

Full Spectrum Warrior: Ten Hammers - Trailer

Full Spectrum Warrior: Ten Hammers ist ein Actionspiel, das jedoch über eine sehr starke taktisch-strategische Komponente verfügt. Der Spieler agiert nur sehr selten selbst mit der Hand an der Waffe. Vielmehr ist es seine Aufgabe, kleine Infanterie-Einheiten - selten auch Vehikel wie einen Bradley-Schützenpanzer - mit Befehlen durch ein Kriegsgebiet zu lotsen.

Hintergrund des militärischen Szenarios ist der Einsatz von westlichen Spezialeinheiten im Fantasie-Staat Zekistan. Die Anlehnung an vorderasiatische Staaten wie Afghanistan und Parallelen zu dem dort derzeit stattfindenden Konflikt sind jedoch augenscheinlich.

Full Spectrum Warrior: Ten Hammers - Ten Hammers unter der Lupe: Ein richtig gutes Add-On, aber nichts für Freunde des gepflegten Gemetzels.

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Als Spieler übernimmt man die Steuerung von nicht nur einer Einheit, bestehend aus vier Infanterie-Soldaten, sondern gleich derer zwei: Alpha und Bravo. Zusätzlich lassen sich beide Squads nochmals aufteilen, sodass bis zu vier Teams zu je zwei Soldaten fast unabhängig voneinander in packenden Häuserkämpfen gesteuert werden können.

Full Spectrum Warrior: Ten Hammers - Ten Hammers unter der Lupe: Ein richtig gutes Add-On, aber nichts für Freunde des gepflegten Gemetzels.

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Dass dies nicht gerade geringe Anforderungen an die koordinativen Fähigkeiten des Spielers stellt, versteht sich von selbst. Diesbezüglich hat sich nicht viel verändert. Jeder der vier Soldaten einer Einheit ist ein Spezialist auf seinem Gebiet und verfügt über einzigartige Fähigkeiten.

Das so genannte Präzisionsfeuer, eines der im Vergleich zum Vorgänger neuen Features, bietet demnach vier Einsatzmöglichkeiten wie Sperrfeuer, Granatwerfer und Scharfschütze, die vom Spieler nicht nur initiiert, sondern auch ausgeführt werden müssen.Nur in diesen Momenten ist kommt so etwas wie Shooter-Feeling auf, da der Spieler die Protagonisten nur direkt steuert, wenn der Präzisionsmodus aktiviert wird oder Granaten zum Einsatz kommen.

Im übrigen Spielverlauf, also der Mehrheit der Spielzeit, geht es darum, die eigenen Einheiten mit einer komplexen Befehls- und Kommandostruktur möglichst schadensfrei durch die Straßenschluchten zu bewegen. Mehr als einmal erinnert das Gameplay dabei an Brothers in Arms, nur eben mit viel mehr taktischen Möglichkeiten und weniger selbst fabrizierter Action.

Auch bei Ten Hammers geht es aber darum, die eigenen Soldaten so anzuleiten, dass sie dem Feind in den Rücken fallen können und sich von einer Deckung zur nächsten zu bewegen.Flankieren ist die Taktik, die zum Erfolg führt. Deckung ist übrigens mehr als genug vorhanden, das Szenario einer halb zerschossenen Stadt mit den vielen umherstehenden Hindernissen eignet sich perfekt dafür. Nicht alle Trümmer bieten jedoch Schutz vor Beschuss, die Deckung muss also mit Bedacht gewählt werden.

Das strategische Grundprinzip des Spiels soll auf authentischen Kriegstaktiken basieren, wonach sich die Soldaten ständig gegenseitig Feuerschutz geben. Deshalb sollen auch im Spiel die eigenen Einheiten möglichst nach diesem Prinzip verfahren. Dazu stehen dem Spieler beispielsweise Grundbefehle für die Bewegung und das Feuern zur Verfügung.

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Sollen die Soldaten, die meist aus der Beobachterperspektive zu sehen sind, bewegt werden, erscheint ein Kreisel - der Bewegungscursor -, der über den Bildschirm gesteuert werden kann, um die neue Position anzugeben. Gleichzeitig wird angezeigt, ob es dort Deckung gibt und wie die Kämpfer ausgerichtet sein werden.

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In der Praxis bedeutet das, dass die Infanteristen in kleinen Schritten von einer Deckung zur nächsten gescheucht werden, immer darauf bedacht, sie gegen feindlichen Beschuss zu schützen.

Hilfreich ist dabei die HUD-Anzeige, die jederzeit Aufschluss darüber gibt, in welcher Richtung der nächste Auftrags-Punkt liegt. Feinde werden jedoch erst recht spät eingeblendet. Das macht aber auch Sinn, schließlich halten sich diese in der Regel versteckt und attackieren erst, wenn sich unser Team nähert. Die Steuerung des Spiels ist so komplex, dass viele Tasten des Gamepads mehrere Funktionen übernehmen müssen.Über die D-Tasten des Pads können in der Squad-Ansicht beispielsweise die einzelnen Soldaten für Präzisionsfeuer-Funktionen ausgewählt werden. Hat man eine Einheit zu 2er Teams aufgeteilt, dient das D-Pad zum Umschalten zwischen den Mini-Teams. All das muss sich der Spieler erst einmal einprägen, was den Einstieg ins Spiel sperrig und anfangs auch frustrierend machen kann.

Die erste Mission ist zwar als Tutorial aufgemacht, doch in der Hitze des Gefechts hilft nur eins: Ruhe bewahren! Gerade zu Beginn wird man von den vielen Features nahezu erschlagen und muss sich erste Erfolge mit viel Geduld erarbeiten.

Dabei hilft es auch nicht, dass es Schulungsvideos gibt, so genannte Kampfübungen. Da sie nur passiv konsumierbar sind, taugen sie letztendlich nur wenig. Das Äquivalent zum Bewegungscursor ist der Feuercursor, ein auf dem Bildschirm erscheinender Kreis, der den eigenen Trupps als Zielmarker dient. Alle von ihm erfassten Feinde werden unter Beschiss genommen.Ohne diesen Feuerbefehl bleiben die Soldaten passiv, selbst ergreifen sie nicht die Initiative. Das führt leider auch so weit, dass vorbei rennende Feinde nicht beschossen und Attacken des Gegners nicht erwidert werden.

Viele Fehler darf sich der Spieler als Befehlshaber nicht leisten. Maximal zwei Verluste sind erlaubt, sonst gilt die Mission als gescheitert und es muss vom letzten Speicherstand bzw. Wegpunkt neu begonnen werden. Glücklicherweise sichert das Spiel relativ häufig, sodass der eine oder andere Fauxpas vielleicht nervt, aber nicht dazu führt, dass die teilweise sehr langen Missionen komplett neu gespielt werden müssen.

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Ten Hammers ist in vier Kapitel unterteilt, in denen die Perspektive von Amis zu Briten und zurückwechselt, dadurch aber keine stringente Story aufrechterhalten werden kann. An der linearen Spielausrichtung ändert das jedoch nichts, wer die Missionen erfolgreich abschließen will, muss die vorgegebenen Ziele "abklappern".

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Im Gegensatz zum Vorängerl gibt es diesmal auch einen Mehrspieler-Modus, für den Fall das die PS 2 über eine Netzwerkanbindung verfügt oder die Xbox / PC-Fassung gespielt wird. In acht verschiedenen Aufgabenstellungen stehen sich zwei der vier möglichen Fraktionen gegenüber, die bestimmte Ziele erfüllen oder verhindern müssen.

In Sachen Präsentation gibt es nichts zu meckern - im Gegenteil. Die Charakteranimationen sind sehr gut geglückt. Das fällt vor allem dann auf, wenn die Soldaten um die Ecke lugen, sie ihre Gewehre Schultern, einsatzbereit machen oder feuern.

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Auch die Szenerie ist der Realität sehr gut nachgebildet und bildet die Problematik des Häuserkampfes glaubhaft ab. Darüber hinaus sorgen sehr viele kleine Details für die richtige Atmosphäre. In Punko Sound gibt es hingegen nichts Überdurchschnittliches zu vermelden. Die Vertonung ist solide, aber mit einigen kleinen Fehlern versetzt.

Zudem liegt sie nur in englischer Sprache vor, deutsche Spieler müssen mit Untertiteln vorlieb nehmen, die zu verfolgen im Schlachtgetümmel aber nur selten möglich ist.

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Im Gegensatz zum Vorängerl gibt es diesmal auch einen Mehrspieler-Modus, für den Fall das die PS 2 über eine Netzwerkanbindung verfügt oder die Xbox / PC-Fassung gespielt wird. In acht verschiedenen Aufgabenstellungen stehen sich zwei der vier möglichen Fraktionen gegenüber, die bestimmte Ziele erfüllen oder verhindern müssen.

In Sachen Präsentation gibt es nichts zu meckern - im Gegenteil. Die Charakteranimationen sind sehr gut geglückt. Das fällt vor allem dann auf, wenn die Soldaten um die Ecke lugen, sie ihre Gewehre Schultern, einsatzbereit machen oder feuern.

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Auch die Szenerie ist der Realität sehr gut nachgebildet und bildet die Problematik des Häuserkampfes glaubhaft ab. Darüber hinaus sorgen sehr viele kleine Details für die richtige Atmosphäre. In Punko Sound gibt es hingegen nichts Überdurchschnittliches zu vermelden. Die Vertonung ist solide, aber mit einigen kleinen Fehlern versetzt.

Zudem liegt sie nur in englischer Sprache vor, deutsche Spieler müssen mit Untertiteln vorlieb nehmen, die zu verfolgen im Schlachtgetümmel aber nur selten möglich ist.