Ihr seid es satt, bei Rennspielen mit Simulationsanspruch der Ideallinie zu folgen? Ihr habt keine Lust, eure wertvolle Zeit mit protzigem Tuning zu vergeuden? Dann packt euch die MG auf die Motorhaube, tretet das Gaspedal durch und macht der Konkurrenz Feuer unterm Kühler!

Was hier zählt ist Motorleistung, Durchsetzungsvermögen und Siegeswille. Schnallt euch an, es folgt ein heißer Ritt!

Full Auto 2: Battlelines - TrailerEin weiteres Video

Waffen statt Spoiler
Bereits vor einem Jahr ist Full Auto für die Xbox 360 erschienen. Nachdem nun auch Sony die nächste Konsolengeneration eingeläutet hat, darf der PS3-Auftritt natürlich nicht fehlen. Bei Full Auto 2 handelt es sich um ein reinrassiges Action-Rennspiel, bei dem nicht nur fahrerisches Können, sondern auch skrupellose Feuerkraft gefragt ist.

Full Auto 2: Battlelines - Das nennen wir heiße Renn-Action: mit Raketenwerfer und Knarre über die Piste!

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Bei solchen Geschützen verabschieden sich nicht nur die Räder!
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Anders als bei gewöhnlichen Rennspielen montiert ihr hier keine Spoiler, Schweller und Schürzen, sondern Maschinengewehre, Raketenwerfer, Minenleger und Vieles mehr. Diese unkonventionelle Art des Tunings sorgt zwar nicht für höhere Geschwindigkeit oder schickere Optik, garantiert euch dafür jedoch auf andere Weise den Respekt der Gegner.

Umweltvernichtung
Im Gegensatz zur Xbox-360-Version habt ihr auf der PS3 freie Hand bei der Zusammenstellung geeigneter Waffen. Statt aus vorgegebenen Sets zu wählen, stellt ihr euer Arsenal individuell zusammen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Waffen, die mit direkter Wirkung auf den Gegner abgefeuert werden´, und Utensilien mit indirekter Wirkung. So lässt sich das Fahrerfeld hinter euch beispielsweise einnebeln, oder ihr verziert den Asphalt mit explosiven Minen.

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Diesem hitzigen Gegner sollte man nicht zu nahe kommen!
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Aus technischer Sicht gibt es auch bei der PS3-Version wenig zu bemängeln. Die ausreichend detaillierten Strecken sind abwechslungsreich und durchaus sehenswert. Mal brettert ihr durch die Straßen von "Staunton City", mal fahrt ihr außerorts durch imposante Canyons. Allen gemein ist die Tatsache, dass ihr das Umfeld durch Kollisionen und beherzten Einsatz diverser Waffen in Schutt und Asche legen könnt. Häuserfronten, Tankstellen, Brücken, parkende Fahrzeuge und vieles mehr laden dazu ein, unter Beschuss genommen zu werden.

Total Annihilation
Wer Full Auto 2 zum ersten Mal spielt, wird zunächst derart fasziniert davon sein, alle sich bietenden Objekte zu zerstören, dass er das Rennen total aus den Augen verliert. Gigantische Detonationen mit spektakulären Druckwellen breiten sich vor euren Augen aus, wenn Tankstellen oder Gefahrguttransporter eurem Beschuss zum Opfer fallen. Bei mehreren dargestellten Fahrzeugen und vielen Effekten leidet die Framerate leider auch auf der PS3, was zu leichten Rucklern führt. Gegenüber der Xbox-360-Version wurde dieses Problem jedoch spürbar eingedämmt. Hat man sich an das Effektfeuerwerk gewöhnt, lernt man die Interaktion mit der Umgebung zu seinen Gunsten zu nutzen.

Abflug
Per Knopfdruck feuert ihr eure Primärwaffe schnurstracks geradeaus ab. Alternativ dazu könnt ihr mit dem rechten Analogstick ein Fadenkreuz bewegen und mit R3 eure Primärwaffe abfeuern. Geübte Fahrer nehmen auf diese Weise selbst bei schwierigen Streckenpassagen Randobjekte und Gegner unter Beschuss. Wer im Vorbeifahren eine riesige Explosion auslöst, bringt nachfolgende Fahrer damit aus der Ruhe. Gelegentlich lassen sich sogar Tunnel oder Unterführungen demolieren, so dass überquerende Züge hinter euch auf die Straße krachen.

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Die Spiegelungen auf dem Lack kommen besonders bei voller HD-Auflösung gut zur Geltung.
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Wer dagegen die direkte Konfrontation sucht, richtet seine Waffen unmittelbar auf seine Rennkollegen. Abhängig davon, ob der Gegner eher ein leichtes und schnelles oder ein schweres und langsames Vehikel gewählt hat, benötigt es mehr oder weniger Munition, bis er sich auf fulminante Weise vorübergehend aus dem Rennen verabschiedet. In solchen Momenten wird das Spielgeschehen kurz verlangsamt und die Kamera zoomt zum Boliden des Mitstreiters. In einer spektakulären Explosion löst sich der Fahrer dann meistens von seinem Untersatz.

Widerauferstehung
Opfer eines solchen Angriffs zu sein, bedeutet jedoch sowohl für euch als auch für die KI-Konkurrenz nicht mehr als einen ärgerlichen Zeitverlust. Bereits wenige Momente später steht der Unglücksrabe nämlich wieder mit einem komplett erneuerten Fahrzeug auf der Piste. Da die für ein Arcade-Spiel typische Gummiband-KI das Fahrerfeld ohnehin immer zusammen hält, sind die Auswirkungen erträglich, gestalten das Renngeschehen dafür allerdings sehr interessant.

Turn back the time
Eine weitere Besonderheit des Spiels ist die Möglichkeit, per rechter Schultertaste das Renngeschehen ein paar Sekunden zurück zu drehen. Wer mal wieder in die Zerstörung von Gegner und Umgebung vertieft war und dabei einen massiven Betonpfeiler übersehen hat, dreht die Zeit einfach ein paar Sekunden zurück und weicht dem Hindernis beim zweiten Versuch geschickt aus. Diese Option bietet sich natürlich nur begrenzt und sollte daher wohl überlegt eingesetzt werden.

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Während der Rennen könnt ihr euch jederzeit die letzten Sekunden in einer Wiederholung ansehen.
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Ebenfalls begrenzt steht euch ein Turbo zur Verfügung, der sich im Laufe des Rennens jedoch immer wieder auflädt. Besonders für die letzten Meter solltet ihr euch diesen Geschwindigkeitsboost aufsparen, um auf der Zielgeraden wertvolle Plätze gut zu machen. Pro Rennen gibt es vorgegebene Ziele - wird das Primärziel erreicht, wird die nächste Herausforderung und somit neue Strecken, Fahrzeuge und Waffen freigeschaltet. Für das Erreichen von Sekundärzielen, wie etwa die Vernichtung eines bestimmten Gegners, winken weniger interessante Belohnungen wie etwa neue Lackierungen.

Destruction Derby
Abgerundet wird das Ganze durch einen soliden Onlinemodus und die reinen Vernichtungswettbewerbe in geschlossenen Arealen. Hier spielt die Geschwindigkeit keine Rolle, denn hier wird der Gegner in klassischer Deathmatch-Manier ermittelt. Wer die meisten Gegner vernichtet, hat gewonnen. Wer auch unterwegs in den Genuss dieser besonderen Rennspielaction kommen möchte, der wird sich vermutlich für die parallel erhältliche PSP-Version interessieren. Leider muss die Handheld-Portierung nahezu ohne Zerstörungseffekte auskommen. Abgeschossene Streckenobjekte verschwinden ganz einfach von der Bildfläche.