Freedom Force - PC Preview
(von Andreas Spies)

Ältere Semester unter euch dürften sie noch kennen: Die Rede ist von den Marvel Comics, die vor allem in den 50er und 60er Jahren für einen durchschlagenden Erfolg in den USA gesorgt haben. Mit »Freedom Force vs. The Third Reich« arbeiten die Mannen der amerikanischen

Spieleschmiede Irrational Games gerade an einer PC-Portierung der berühmten Comics rund um die Freedom Force, die gegen Ende April auch in Deutschland veröffentlicht werden soll. Nun konnten wir uns anhand einer Preview-Version einen ersten Einblick vom Spielgeschehen verschaffen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

Freedom Force vs. The Third Reich - Teaser

Die uns vorliegende Preview-Version von »Freedom Force vs. The Third Reich« basiert auf einer weit fortgeschrittenen Fassung des Actionspiels und beinhaltet neben allen Missionen und Charakteren auch sämtliche Cutscenes der finalen Version. Unser Ersteindruck berücksichtigt allerdings nicht die zahlreichen Multiplayer-Modi, den Charakter-Editor, den "Rumble Room" sowie die deutsche Sprachausgabe. Trotzdem lässt sich bereits erahnen, was Publisher dtp mit »Freedom Force vs. The Third Reich« im April diesen Jahres veröffentlicht wird: Einen irrwitzigen Genre-Mix mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Freedom Force vs. The Third Reich - Den Superhelden auf den Zahn gefühlt!

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Aber zur Story des Titels: Eine Gruppe von Superhelden, die Freedom Force, muss in der Zeit zurückreisen um Blitzkrieg, den Verteidiger des Reichs, und seine verbrecherischen Gefolgsleute zu stoppen. Der gemeine "Führer" versucht nämlich die Geschichte zu verändern, um den zukünftigen Frieden zu stören.

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Von den zerbombten Schlachtfeldern des zweiten Weltkriegs bis in die schillernden Tiefen weit entfernter Dimensionen liefert »Freedom Force vs. The Third Reich« den Comic-Fans somit alles was das Herz begehrt - und noch einiges darüber hinaus.

Interaktive Umgebung
Habt ihr euch für die erste Mission der Kampagne entschieden, findet ihr euch nach einer einleitenden Zwischensequenz im stilgerechten Comic-Look inmitten der deutschen Metropole Berlin wieder, in der die Nazis ihr Unwesen treiben.

Dort wartet bereits die schöne Alchemiss, die mit ihren Superkräften den stählernen Man-Bot aus einem Käfig befreien muss. Dabei stellen sich euch allerdings auch zahlreiche Gegner in Form von fiesen Nazis in den Weg, die euch mit ihren Waffen das Lebenslicht ausblasen wollen.

Damit es nicht soweit kommt, dürft ihr eure Kontrahenten mit zahlreichen Zaubersprüchen und übernatürlichen Kräften in Schach halten. Des Weiteren können die Charaktere auch wunderbar mit der Umgebung interagieren: Da annähernd jedes Objekt auf den Maps in irgendeiner Form benutzt werden kann, könnt ihr beispielsweise Straßenlaternen als überdimensionale Baseballschläger verwenden oder parkende Autos als Wurfgeschosse missbrauchen.

Nahezu die gesamte Umgebung ist interaktiv und kann von euch mehr oder weniger sinnvoll ins Spielgeschehen einbezogen werden.

Kampfgetümmel àla Commandos

Wie schon beim Vorgänger der Comic-Umsetzung setzen die Entwickler von Irrational Games auch bei »Freedom Force vs. The Third Reich« weiterhin auf die bewährte Mischung aus Rundenstrategie, Echtzeit-Taktik und Rollenspiel. Somit ist das Spielgeschehen grundsätzlich mit der »Commandos«-Serie zu vergleichen, nur dass ihr in diesem Abenteuer keine Elite-Soldaten hinter den feindlichen Linien steuert, sondern mit abgedrehten

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Superhelden die Welt vor großem Unheil beschützt. Bis zu vier der insgesamt 24 spielbaren Helden könnt ihr während einer Mission maximal befehligen. Mit einem Rechtsklick könnt ihr eure Superkräfte aktivieren und sie gegen die gegnerischen Truppen einsetzen. Dabei wird das Spiel immer pausiert, um die Aktion nicht während des hektischen Gameplays durchführen zu müssen. Das Missionsdesign fällt dabei allerdings ziemlich linear aus: Meistens seit ihr mit dem Aufsuchen neuer Gegner beschäftigt, denen ihr anschließend mit euren Kräften den Garaus macht. Ab und zu wird das Spielgeschehen durch kleinere Nebenmissionen und Missionsziele unter Zeitdruck aufgelockert.

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Moderne Technik - alte Comics
Grafisch spiegelt »Freedom Force vs. The Third Reich« natürlich die Story sowie das Spielgeschehen des Action-Adventures wieder: Dank der Gamebryo-Engine wird die komplette Umgebung im Comic-Stil dargestellt, auch die Charaktere erstrahlen im Zeichenstil der 50er und 60er Jahre.

Dementsprechend bunt fallen die Explosionen, Staubwolken und Heldenkräfte aus, was aber keinesfalls negativ zu werten ist. Auch die Sprechblasen über Charakteren und NPCs, an denen sich der aktuelle Zustand ablesen lässt, fügen sich äussert passend in der Grafikstil. Manchmal überschlagen sich allerdings die Ereignisse, so dass die Übersicht nicht immer einwandfrei gegeben ist.

Auch soundtechnisch setzen die Programmierer voll auf Humor: Die uns vorliegende englische Preview-Version sprüht regelrecht vor Witzen und bringt den Spieler andauernd zum Schmunzeln. Dafür sorgen vor allem die Konversationen zwischen den Helden, die sich mit ihren

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klischeeüblichen Floskeln und der geschwollenen Ausdrucksweise meist selbst durch den Kakao ziehen. Auch die übertrieben deutsche Sprachgestaltung der Nazis sorgt für den ein oder anderen Lacher. Hier ist Publisher dtp gefordert: durch eine schlechte deutsche Synchronisation kann das komplette Helden-Flair verloren gehen.

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Erster Eindruck: Mit »Freedom Force vs. The Third Reich« erwartet uns Ende April 2005 ein Action-Adventure, das ohne Probleme zum Geheimtipp des Jahres avancieren könnte. Dafür müssen die Entwickler allerdings eine astreine deutsche Synchronisation abliefern, welche die ausgezeichnete Atmosphäre der englischen Preview-Version erreicht.

Auch am Missionsdesign sollte Irrational Games noch ein wenig feilen, so dass uns dtp zum Release mit einem außergewöhnlich guten Titel beglücken kann, der an Selbstironie und Humor kaum zu übertreffen ist.