Die kalte Jahreszeit ist zwar längst vorbei, trotzdem beschäftigen wir uns heute mit einem Sportspiel über die Bretter, die die Welt bedeuten. Nein, ausnahmsweise mal keine Snowboards, sondern Skier. Wir sind ja schließlich nicht Rockefeller!

Ist es mit Freakout: Extreme Freeride berechtigt, noch einmal an die - zugegebenermaßen dieses Jahr wenigen - Wintertage zurück zu denken? Die Antworten findet ihr in unserem Review. Wie formulierte es Nicolas Cage doch so schön in "Ghost Rider"? "Let's ride!"

Freakout: Extreme Freeride - Trailer

Du weißt, was du zu tun hast...
Fragen zum Gameplay sollten sich schon alleine mit dem Blick auf das Cover von Freakout: Extreme Freeride erübrigt haben. Im Spiel geht es vorrangig darum, auf waghalsigen Pisten möglichst schnell und möglichst spektakulär ins Ziel zu kommen.

Es zählt also nicht alleine die Zeit, die ihr für eine Strecke braucht, sondern auch die Punktzahl, die ihr mit halsbrecherischen Stunts aufstocken könnt bzw. sogar müsst. Im Spiel angekommen, sollte sich der virtuell ungeübte Skifahrer zuerst einmal den "Freeride"-Modus ansehen: Hier werden erste Übungsrunden gefahren und Stunts präsentiert.

Freakout: Extreme Freeride - Lord of the Boards: Hier weinen wir dem ausgefallenen Winter nach.

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Down-under: Australische Spieler sehen das Spiel aus dieser Perspektive.
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Es entscheidet die Sensationalität der einzelnen Sprünge: Sie müssen zum einen gut aussehen, zum anderen aber auch möglichst gefährlich sein. Je waghalsiger eure Stunts ausfallen, desto mehr Punkte bekommt ihr gutgeschrieben. Natürlich müsst ihr am Ende eines Stunts mit beiden Beinen auf den Skiern bleiben, um nicht auf die Nase zu fliegen und Punkte zu verlieren.

Mission complete...
Eine andere Spielweise ergibt sich beim so genannten Missionsmodus. Wie der Name bereits verrät, gilt es hier, einzelne Herausforderungen zu meistern. Dies gestaltet sich ähnlich wie beim Spiele-Bruder Tony Hawk: Schafft ihr es mit Pistenende nicht, alle Challenges zu überwinden, könnt ihr das Ganze noch ein weiteres Mal probieren. Was erledigt wurde, wird mit einem Häkchen versehen und gilt als gemeistert.

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Grüß mir die Sonne, Flieger!
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Ein weiterer Spielmodus in der illustren Runde ist der "Bone Ride", dessen Spielprinzip einfacher nicht sein könnte. Ihr müsst bei der Abfahrt lediglich alle möglichen Items einsammeln, die euch vor die virtuellen Skier kommen. Last but not least wäre da noch der Slopestyle-Modus: Hier entscheiden über Sieg oder Niederlage ganz allein die Punkte, die ihr für eure Stunts bekommt. Am Anfang eines Rennens bekommt der Spieler eine bestimmte Punktzahl vorgelegt, die es dann zu brechen gilt.

Hört sich alles ganz einfach an, ist es in der Praxis aber nicht: Wegen der teils wirklich hohen Geschwindigkeiten empfehlen sich gewisse Maßnahmen, um den Temporausch zu unterdrücken und etwaige Items oder Missionsziele nicht zu verfehlen. Die beste Möglichkeit ist hier wohl das Fahren á la "Zick-Zack"-Style, was euer Tempo auf ein erträgliches Maß herabsetzt.

Die gebratene Extrawurst...
Motivierend sind die vielen Boni, die man sich im Laufe seiner Ski-Karriere verdienen kann. Neben zusätzlichen Musikstücken und Strecken dürfen auch neue Jacken, Skier und Mützen nicht fehlen. Wir vermissten an dieser Stelle jedoch einen Editor, mit dem man individuelle Klamotten und Ausrüstung hätte entwerfen können.

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Wenn er sich jetzt nicht langsam stabilisiert, landet er mit dem Gesicht im Schnee.
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Keine Frage, dass sich solch ein Sportspiel am PC mit einem Gamepad wesentlich besser steuern lässt als mit der Tastatur. Die Erkennung von Gamepads klappte in unserem Test ohne Murren und das Handling ist mit einem Controller um Einiges akkurater als mit dem Keyboard. Aber auch ohne Pad steuert sich Freakout recht intuitiv, wobei auffällt, dass einige Stunts am Anfang schier unmöglich scheinen, bis sie schließlich - getreu dem Motto: "Übung macht den Meister" - in Fleisch und Blut übergehen.

Gelungen ist auch der Mehrspielermodus von Freakout: Bis zu acht Spieler dürfen hier online oder per LAN-Verbindung gegeneinander antreten. Schade nur, dass die Server bisher zum größten Teil nur wenig Spieler zu bieten haben. Für schnelle Partien ist der Splitscreen-Modus für maximal zwei Extremsportler geeignet. Trotz der - die Natur der Sache will es so - etwas in Mitleidenschaft gezogenen Übersichtlichkeit haben auch diese Matches ihren Reiz.

Optisch bietet Freakout zwar keine Highlights, aber zumindest solide Kost. Die gut aussehenden Charaktere bewegen sich leider nur auf etwas detailarmen Pisten den Hang hinunter. Dafür dürfen sie schönen Sonnenauf- und -untergängen entgegenlächeln. Der Atmosphäre tun die leer gefegten Kurse allerdings keinen Abbruch. Denn wer achtet bei solch einer Geschwindigkeit schon auf das Geschehen am Seitenrand?

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Dieser Grind bringt weitere Punkte auf unseren Stunt-Score.
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Wie erwartet glänzt das Spiel aber auf der akustischen Seite: Neben eher überdurchschnittlichen Sound-Effekten tut sich vor allem der umfangreiche Soundtrack hervor, der mit Stücken von 3 Feet Smaller, Jelly Beat oder Alone and Acoustic aufwarten kann. Diese passen zum turbulenten Pisten-Alltag wie die Faust aufs Auge.