Foxconn hat einen neuen Plan, um der Selbstmordrate in ihren Werken Herr zu werden. Nun sollen vermehrt „ältere und gesündere“ Arbeiter angeheuert werden.

Was hat man bei Foxconn in den letzten Monaten alles unternommen um die anhaltende Selbstmordrate zu senken? Lohnerhöhungen wurden eingeführt, dafür aber die Entschädigung bei Selbstmordfällen für die Familien gestrichen. Arbeiter sollen in andere Fabriken verlegt werden, die weiter im chinesischen Inland gelegen sind und die Automatisierung an den Produktionsstrecken soll auch deutlich erhöht werden.

Trotzdem ist letzte Woche eine 22 Jahre alte Arbeiterin vom Dach einer Foxconn-Fabrik gestürzt ist, um sich umzubringen. In ihrem Umkleideraum wurden zwei verschiedene Arten von Antidepressiva gefunden.

Nun hat man sich bei Foxconn dazu entschlossen, jeden neuem Bewerber einer Untersuchung der geistigen Gesundheit zu unterziehen. Außerdem sollen mehr „erwachsene“ Arbeiter angestellt werden. Es ist allerdings auch hier fraglich, ob erwachsene Arbeiter wirklich besser mit den Schichten bei Foxconn klarkommen. Erst kürzlich starb ein junger verheirateter Mann, nach einer 34-Stunden Schicht an Erschöpfung.

Es scheint kein wirkliches Ende mit der Unglücksserie bei Foxconn zu nehmen. Trotz der negativen Reputation, die die Firma mittlerweile aufgebaut hat viele Geräte der Unterhaltungselektronik dort produziert. Unter anderem die PlayStation 3, die Xbox 360, die Wii und Apple-Geräte.