Beim chinesischen Hardwarehersteller Foxconn, der die meisten Geräte der aktuellen Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, wie die PlayStation 3, die Xbox 360, das iPad, das iPhone und zahlreiche andere Handys, herstellt, kam es kürzlich zu Protesten unter den Arbeitern.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichteten Arbeiter des Foxconn-Werkes in Foshan, China, dass es groß angelegte Proteste bezüglich der Bezahlung gab.

Ein Arbeiter kommentierte die Situation folgendermaßen: „Die ganze Straße war gefüllt mit Arbeitern. Es müssen vielleicht sechs- oder siebentausend gewesen sein. Wir sind nicht zufrieden.“

Andere Arbeiter sprachen von der Forderung nach deutlich höheren Löhnen, wie sie von Foxconn noch Mitte des Jahres versprochen worden waren. Genauso zeigte sich eine Gegenbewegung, gegen die Pläne, ganze Fabrikbelegungen in Fertigungsanlagen zu verlagern, die sich weiter im Inland befinden. Foxconn ist mit derartigen Plänen keine Ausnahme. Viele Fabriken wurden in China von den Küstenregionen ins Inland verlegt. Dort sind die Arbeitskräfte günstiger.

Offiziell liegen bei Foxconn im Übrigen keine Informationen darüber vor, dass es zu Protesten in den Fabriken gekommen sein soll. Man wüsste dort nichts davon.

Das Image des Hardwareproduzenten ist nach wie vor angeschlagen. Erst Anfang des Monats stürzte sich wieder ein Arbeiter in den Tod. Die Selbstmordserie, die seit Anfang des Jahres insgesamt 13 Menschen das Leben kostete, ist damit noch nicht zu Ende.

Mittlerweile gibt es Berichte, das an den Dächern der Fabriken Sicherheitsnetze angebracht worden sind, die verhindern sollen, dass sich die Arbeiter in den Tod stürzen. Die Selbstmordserie unter den Arbeitern scheint also ein nach wie vor sehr ernst zu nehmendes Problem sein, welches vermutlich mit den anstrengenden Arbeitsbedingungen des Unternehmens zusammenhängt.