Am 13. März 2018 wurde ein Beitrag zu Fortnite auf dem Fernsehsender ProSieben ausgestrahlt. Im Rahmen der Sendung "Newstime" wurde aber nicht über den Erfolg des Shooters oder die objektive Meinung von Pädagogen gesprochen. Stattdessen entwickelte sich das Ganze schnell zu einem Beitrag über Killer-Spiele.

Ist Fortnite für Kinder bedenklich? Diese Frage stellte sich wohl auch die Redaktion von ProSieben.

In dem Video (ab 9:15 Minuten) wird von "Nur wer alle abknallt, überlegt", "jetzt schlagen Jugendschützer Alarm" und "Fortnite Battle Royale als wildes Gemetzel" gesprochen. Die Pädagogin Linda Scholz, die im Beitrag ebenfalls vor die Kamera geholt wurde, ist ebenfalls entsetzt. Sie schreibt auf Twitter: "Traurig, wie Aussagen unpassend & falsch auf dem Kontext gerissen werden, um reißerische Panikmache bei Eltern zu erzeugen." Wie die Fachstelle für Jugendmedienkultur in NRW zugibt, wurde ein langes Interview mit der Pädagogin aufgenommen, aber anschließend nur ein kleiner Teil für die Berichterstattung genutzt. Laut der Fachstelle wäre der Kontext so nicht gewollt gewesen. Besonders bitter: Fortnite wird auf der eigenen Seite von ProSieben Games sogar beworben.

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Eine pädagogisch wertvolle Einschätzung

Linda Scholz gibt auch sogleich eine deutlich objektivere Einschätzung mit dem Spieleratgeber NRW an die Hand der Eltern, die nun durch den Beitrag ProSiebens vielleicht verunsichert sind. Immerhin spielen mehr als 45 Millionen Spieler mittlerweile Fortnite. Laut dem Ratgeber ist Fortnite ohne Probleme für Jugendliche ab 14 Jahren zu empfehlen.

Fortnite ist seit dem 21. Juli 2017 für PC, PS4, Xbox One, seit dem 28. März 2018 für iOS (iPad / iPhone / iPod), seit dem 12. Juni 2018 für Nintendo Switch und seit dem 09. August 2018 für Android erhältlich. Jetzt bei Amazon kaufen.