Aktuell werden eSportler vor allem von "echten" Sportlern immer wieder belächelt. Sie behaupten, dass der virtuelle Wettkampf keinen Platz unter den anderen Disziplinen hätte. Ein Profi auf der virtuellen Rennstrecke hat aber nun gezeigt, dass dem nicht immer der Fall ist.

Bei dem ROC 2019, dem "Race of Champions", kam es zu einer kleinen Sensation. Der eSportler Enzo Bonito, der sich in verschiedenen Rennspielen mit anderen Gamern duelliert, setzte sich hinter das Steuer eines Rennwagens und trat gegen den Ex-Formel-1-Fahrer Lucas di Grassi an, der 2010 in der Rennliga für Virgin Racing antrat. Bonito fuhr ohne Gnade und konnte sich so einen Sieg mit einer halben Sekunde Vorsprung sichern. Damit fuhr er sogar die beste Zeit des Tages.

Kein Unbekannter in der Rennszene

Auf der echten Strecke können virtuelle Profis auch mithalten.

Bonito ist dabei kein Anfänger hinter dem echten Lenkrad. Schon 2018 nahm er am ROC teil, musste sich aber in den Qualifikationsläufen gegen eSports-Konkurrenten Rudy van Buren geschlagen geben. Damals gewann Ex-F1-Vizeweltmeister David Coulthard das ROC 2018.