Fans actionreicher Arcaderacer wissen die Flatout-Serie zu schätzen. Wilde Zerstörungsorgien, rasante Einzelrennen und abgefahrene Stuntwettbewerbe sorgen für ein abwechslungsreiches und spektakuläres Gameplay. Mit „Head On“ erscheint nun eine handliche Version für die PSP, die dem großen Vorbild in punkto Umfang in nichts nachstehen soll. Wir haben uns den Helm aufgeschnallt und die PSP in Fahrt gebracht – auf ins Getümmel!

FlatOut: Head On - Consumer Trailer

Technisch solide, physikalisch korrekt

Erst letztes Jahr erschien mit „Flatout – Ultimate Carnage“ ein neuer Teil der beliebten Serie. Grund für die Popularität ist neben einer gelungenen technischen Umsetzung vor allem die unkonventionelle Interpretation des Genres. Während physikalisch aufwändige Rennen, bei denen ihr Gegner und Streckenobjekte zerlegen könnt, noch recht gewöhnlich wirken, sind es vor allem die Stuntwettbewerbe, die für Begeisterung sorgen. Die Idee, ein Fahrzeug mit voller Geschwindigkeit auf eine riesige Dartscheibe zufahren zu lassen, den Fahrer dann durch die Windschutzscheibe zu katapultieren und ihn als Dartpfeil zu verwenden, verdient zurecht das Prädikat „originell“.

FlatOut: Head On - Da fliegt mir doch das Blech weg! Auch auf der PSP setzen die Crast Test Dummies zum Höhenflug an.

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Auch bei Head On geht es ordentlich zur Sache.
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Damit nicht nur unempfindliche Spieler, sondern auch zart besaitete BPjM-Prüfer Gefallen daran finden, wurden die menschlichen Fahrer in der deutschen Fassung kurzerhand durch Crash Test Dummies ersetzt. Deutlich drastischere Anpassungen waren nun für die PSP-Version namens „Head On“ erforderlich. Zwar konnten nahezu alle Spielmodi und Stuntvarianten auf den Handheld portiert werden, die technische Qualität der Vorlage erreicht das Spiel dabei jedoch natürlich nicht.

Positiv fallen auf der PSP die konstante Framerate und die relativ gut ausmodellierten Fahrzeuge auf. Auch die physikalischen Auswirkungen wurden in ihren Grundzügen auf die PSP gerettet, ohne dabei an die beeindruckenden Zerstörungsorgien der Xbox-360-Fassung heran zu reichen.

FlatOut: Head On - Da fliegt mir doch das Blech weg! Auch auf der PSP setzen die Crast Test Dummies zum Höhenflug an.

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Der Detailgrad der Fahrzeuge ist völlig ausreichend.
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Erkauft wurden diese Vorzüge mit teils erschreckend schlechten Texturen und einer relativ niedrigen Framerate. Erstere kommen glücklicherweise nur bei eher unwichtigen Objekten zum Einsatz, so dass dieses Defizit nicht permanent ins Auge fällt. Die niedrige Bildfrequenz schlägt sich dagegen in einem nicht ganz so rasanten Spieleindruck nieder, was Flatout-Fans ein wenig stören könnte. Die Rasanz und das atemberaubende Tempo von „Flatout Ultimate Carnage“ wird auf der PSP also nicht ganz erreicht – dafür bleiben euch aber nervende Ruckler erspart.

Lass es krachen!

Kernstück des Spiels ist auf der PSP der so genannte „Carnage“-Modus, bei dem ihr an unterschiedlichen Events teilnehmen dürft. Dank Einzelrennen, Stuntwettbewerben und Zertörungswettbewerben wird euch hier recht viel Abwechslung geboten, wodurch das Spiel auch bei längerer Spielzeit einen hohen Unterhaltungswert hat.

Angenehm kurz sind dabei die Ladezeiten, die dafür sorgen, dass euer Adrenalinpegel zwischen den Events nicht zu stark abfällt. Wie schon bei „Ultimate Carnage“ gilt es auch auf der PSP bei jeder Herausforderung mindestens eine Bronze Medaille abzuräumen, um weitere Wettbewerbe freizuspielen.

Lobenswert ist vor allem die in punkto Umfang konsequente Portierung des Spiels. Sämtliche aus Ultimate Carnage bekannten Stuntwettbewerbe stehen bereit, ebenso wie zahlreiche Strecken. Leider hat auch der Crash Test Dummy den Sprung auf die PSP geschafft und vertritt nun seinen internationalen Kollegen aus Fleisch und Blut.

FlatOut: Head On - Da fliegt mir doch das Blech weg! Auch auf der PSP setzen die Crast Test Dummies zum Höhenflug an.

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Im Bowl heißt es volle Fahrt voraus – hier zählt nur der angerichtete Schaden.
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Immerhin brauchten die Entwickler dadurch nicht auf das Ragdoll-System verzichten, das euren Dummy physikalisch herrlich korrekt durch die Luft wirbeln lässt, wenn er seinen Arbeitsplatz hinter dem Steuer mal wieder verlässt. Das passiert übrigens nicht nur in den Stuntwettbewerben, in denen ihr den Kunststofffahrer per Knopfdruck gezielt durch die Frontscheibe schickt, sondern auch in den Rennwettbewerben, in denen der Dummy so manchen Frontalcrash mit einem Abflug quittiert.

Rachesuchende Charaktergegner

Gut gelungen ist erneut die Gegner-KI. Jeder der Kontrahenten wird durch ein Profilbild repräsentiert und verfügt über individuelle Eigenschaften. Während manche Rennkollegen die Ruhe selbst sind, lassen sich andere leicht provozieren. Drängt ihr einen Gegner geschickt ab und demonstriert ihm am nächsten Brückenpfeiler, was man gemeinhin unter Negativbeschleunigung versteht, könnte er es im weiteren Rennverlauf durchaus auf euch abgesehen haben.

Solide Portierung der beliebten Flatout-Serie. Trotz einiger Schwächen wird auch auf dem Handheld actionreiche Crashkost geboten.Fazit lesen

Ohne derart fiese Attacken wird es euch aber schon bald am wichtigen Nitro fehlen, der eurer Karre den nötigen Extraschub verleiht. Nur wer coole, gewagte Aktionen zeigt und sein Umfeld in Schutt und Asche legt, wird mit Topgeschwindigkeiten unterwegs sein.

FlatOut: Head On - Da fliegt mir doch das Blech weg! Auch auf der PSP setzen die Crast Test Dummies zum Höhenflug an.

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Partikeleffekte setzen Karambolagen gut in Szene.
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Wer es mal richtig krachen lassen will, der begibt sich in die Crasharenen. Wie in alten „Destruction Derby“-Zeiten rast das gesamte Fahrerfeld hier einfach aufeinander zu und versucht sich gegenseitig zu demolieren. Dabei kommt das optische Schadensmodell besonders gut zur Geltung, das sich allerdings kaum auf das zugängliche und arcadelastige Fahrverhalten auswirkt. Immerhin verabschieden sich nach Kollisionen Motorhauben, Türen, Kotflügel und ganze Räder, was der spektakulären Blechjagd noch mehr Dramatik verleiht.