Autor: Sebastian Weidner

Es gibt Menschen, denen man nichts ausleihen kann, ohne dass es kaputt an den Besitzer zurückkehrt. Für diese, nennen wir sie Trampel, erscheint mit Flatout 2 nun das perfekte Spiel.

Denn um in dem Arcade-Racer so richtig erfolgreich zu sein, müsst ihr rempeln und verwüsten, was das Auto und die Strecke hergeben. Ob das Spaß macht oder auf Dauer nur Zocker mit Hang zur Zerstörungswut motiviert, klären wir für euch in unserem Review!

FlatOut 2 - Flatout 2 - Trailer

Flatout ist ein feines Rennspiel mit nettem Physikmodell und sehr simulationslastigem Fahrgefühl. Doch genau darin lag für viele Fans der Hund begraben.

Statt die Fantasie-Boliden mit Müh und Not auf der Strecke halten zu müssen, wollten sie lieber wie in Need for Speed über die Kurse preschen und der Zerstörungswut freien Lauf lassen.

FlatOut 2 - Kurzweiliger Arcade-Racer mit Suchtpotential. Wie Flatout den Angriff auf NfS startet.

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Der Wunsch war den Entwicklern Befehl. Und so erwartet uns bei Flatout 2 statt einer ultrarealistischen Rennsimulation ein Arcade-Racer par excellence. Rammen und schrammen, um am Ende das Siegertreppchen zu erklimmen. Das und nichts anderes erwartet euch bei Flatout 2!

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Insgesamt 34 Boliden, unterteilt in die Klassen Muscle-Cars, Pickup-Trucks, Sport- und Kompaktwagen hat das Spiel zu bieten. Die PS-Monster müssen zwar allesamt ohne offizielle Lizenz auskommen.

Doch bereits auf den ersten Blick fühlen wir uns an bullige Ford GTs, schneidige Nissans und typische US Muscle Cars erinnert.

Trotz arcadebetonter Fahrphysik steuern sich alle Fahrzeuge leicht unterschiedlich. Die sportliche Insetta mit Vorderradantrieb etwa lässt sich weit weniger giftig durch Kurven lenken als der kraftvolle Bullet mit Heckantrieb. Um in den Besitz aller 34 Karren zu gelangen, müsst ihr sie genretypisch aber erst einmal freischalten.

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Das geschieht über den guten alten Karrieremodus, hier Meisterschaft genannt. Ihr beginnt traditionell in der Anfänger-Meisterschaft und arbeitet euch über die Amateur- in die Profi- bis hoch in die Super-Meisterschaft. Jedes Turnier besteht selbstverständlich aus mehreren Rennen.

Anders als bei vielen Konkurrenztiteln müsst ihr nicht bei jedem Kurs auf dem Siegertreppchen stehen. Stattdessen werden die gewonnenen Pokale am Ende jeder Meisterschaft zusammengerechnet und so die Platzierungen ermittelt. Um die nächste Stufe freizuschalten, ist einer der ersten drei Plätze allerdings Pflicht.Ein Spaziergang ist das nicht. Denn eure sieben KI-Gegner machen euch bereits in niederen Rennklassen das Leben schwer.

Da wird gedrängelt, geschubst und abgebremst, was das Auto hergibt. All eure Kontrahenten haben ein eigenes Profil. Während Draufgänger Jack Benton aggressiv fährt und euch äußerst geschickt abzudrängen versucht, ist der gutmütige Ray Carter eher von vorsichtiger Natur. Er gefährdet Konkurrenten nur im äußersten Notfall und schaltet lieber selbst einen Gang zurück.

Die Versprechungen der Entwickler, die im Vorgänger kritisierte KI zu überarbeiten, wurden zum größten Teil eingehalten. Nur den oft zitierten "Gummiband-Effekt" konnten die Jungs nicht vollständig ausschalten. Einerseits bedeutet das, dass ihr auch große Rückstände relativ einfach wieder aufholt.

Andererseits tun eure Gegner das auch. Richtig davon fahren könnt ihr ihnen selbst mit großem fahrerischen Können nicht.

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Die Strecken von Flatout 2 sind den Designern größtenteils sehr gut gelungen. Abwechslung wird groß geschrieben. Mal seid ihr in Großstädten unterwegs, dann wieder in engen Kanälen, weitläufigen Getreidefeldern, Wüsten oder Wäldern.

Während der Meisterschaften wiederholen sich die Kurse zwar immer mal wieder, durch die enorme Interaktivität der Umgebungen fällt das aber kaum ins Gewicht. So dürft ihr große Teile der Streckenobjekte zu Kleinholz verarbeiten. Stützpfeiler könnt ihr umfahren, komplette Tankstellen zur Explosion bringen und Fässer oder ähnliche Gegenstände per Kollision quer im Level verteilen.Cool: Alle Objekte bleiben das komplette Rennen über liegen und beeinflussen den Rennverlauf. Die interaktiven Strecken sind natürlich nur die halbe Miete. Auch die Boliden reagieren dank ausgereiftem Schadensmodell äußerst genau auf eure Manöver.

Da fliegt bei einem Aufprall die Motorhaube in hohem Bogen nach hinten weg. Starke Zusammenstöße deformieren die komplette Karosserie und abgerissene Räder kullern über die Straße. Es kracht und scheppert, dass sich die Radaufhängungen biegen. Einfach toll anzuschauen!

Viel abwechslungsreicher als der Karrieremodus allerdings sind die zwölf neuen Minispiele und Crash-Arenen. Bei letzteren handelt es sich um eine Art Destruction Derby. In sechs speziellen Levels rammt ihr eure Konkurrenten, bis sie schrottreif sind. Ihr selbst müsst möglichst als letzter im Bunde noch fahrtüchtig sein. Gerade in Verbindung mit dem spektakulären Schadensmodell ein Heidenspaß, den ihr im Mehrspielermodus auch mit bis zu sieben Kumpels erleben könnt!

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Noch witziger sind nur die zwölf Minispiele, bei denen ihr durch das Rammen von Crashtest Dummys bestimmte Ziele erreichen sollt.

Beim "Hochsprung" katapultiert ihr den Dummy so hoch wie möglich in ein spezielles Netz. Das "Steinehüpfen" überträgt das beliebte "Stein so lange wie möglich über das Wasser schliddern"-Thema gekonnt auf einen Dummy. Redaktionsintern auch sehr beliebt ist das "Curling": Per geschicktem Stoß müsst ihr hier den Dummy so nah wie möglich an den Curling-Ring bugsieren.

Passend zur WM schleudert ihr den Dummy beim "Fußball" in ein riesiges Tor. Die Schwierigkeit besteht darin, den ebenso gigantischen Torwart zu überwinden.Mit Fußball habt ihr nichts am Hut? Okay, wie wäre es stattdessen mit Bowling? Im gleichnamigen Minispiel fungiert euer lieb gewonnener Dummy als Kugel, euer Auto als Schwung gebende Hand. Zweifelsohne, die Minispiele und die Crash-Arenen werten Flatout 2 nochmals erheblich auf. Ganz einfach deshalb, weil sie die Abwechslung erhöhen und den Spielspaß anheben!

In technischer Hinsicht haben wir nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil: Die Autos und Strecken sind extrem detailliert gestaltet und fein texturiert. Und obwohl Flatout 2 weder neueste Shader noch sonstige hypermodernen Grafikeffekte beherrscht, fällt die Grafik unheimlich stimmungsvoll aus.

Die Musikuntermalung gibt sich rocklastig. Das passt wunderbar zum schnellen, treibenden Gameplay. Neben Titeln bekannter Bands wie Nickelback und Papa Roach haben die Entwickler auch Lieder unbekannter Gruppen lizenziert. Insgesamt also eine rundum überzeugende Leistung der Entwickler von Bugbear!

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Noch witziger sind nur die zwölf Minispiele, bei denen ihr durch das Rammen von Crashtest Dummys bestimmte Ziele erreichen sollt.

Beim "Hochsprung" katapultiert ihr den Dummy so hoch wie möglich in ein spezielles Netz. Das "Steinehüpfen" überträgt das beliebte "Stein so lange wie möglich über das Wasser schliddern"-Thema gekonnt auf einen Dummy. Redaktionsintern auch sehr beliebt ist das "Curling": Per geschicktem Stoß müsst ihr hier den Dummy so nah wie möglich an den Curling-Ring bugsieren.

Passend zur WM schleudert ihr den Dummy beim "Fußball" in ein riesiges Tor. Die Schwierigkeit besteht darin, den ebenso gigantischen Torwart zu überwinden.Mit Fußball habt ihr nichts am Hut? Okay, wie wäre es stattdessen mit Bowling? Im gleichnamigen Minispiel fungiert euer lieb gewonnener Dummy als Kugel, euer Auto als Schwung gebende Hand. Zweifelsohne, die Minispiele und die Crash-Arenen werten Flatout 2 nochmals erheblich auf. Ganz einfach deshalb, weil sie die Abwechslung erhöhen und den Spielspaß anheben!

In technischer Hinsicht haben wir nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil: Die Autos und Strecken sind extrem detailliert gestaltet und fein texturiert. Und obwohl Flatout 2 weder neueste Shader noch sonstige hypermodernen Grafikeffekte beherrscht, fällt die Grafik unheimlich stimmungsvoll aus.

Die Musikuntermalung gibt sich rocklastig. Das passt wunderbar zum schnellen, treibenden Gameplay. Neben Titeln bekannter Bands wie Nickelback und Papa Roach haben die Entwickler auch Lieder unbekannter Gruppen lizenziert. Insgesamt also eine rundum überzeugende Leistung der Entwickler von Bugbear!