Flappy Bird ist ein kostenloses Spiel - und das hat seinen Preis: Jede Menge Wut und Ärger. Doch mit dieser Methode schlägt ihr Flappy Bird in jedem Fall.

Hin und wieder kommt ein Spiel, das sich zu einem richtigen Phänomen entwickelt und selbst über Spielergrenzen hinaus bekannt wird. Das war bei Tetris so, das war bei Moorhuhn so, bei Angry Birds, bei Temple Run, und jetzt auch bei Flappy Bird.

Ihr habt das Spiel vielleicht schon installiert und erinnert euch daran, dass ihr beim ersten Start nur einmal auf den Bildschirm getippt habt und euer Vogel daraufhin direkt auf den Schnabel geknallt ist? Dann ist das folgende Video auch an euch gerichtet.

Im Grunde könnte man Flappy Bird als einen Vertreter des Jetpack-Genres bezeichnen. Hier sorgt man mit Antippen des Bildschirms dafür, dass der dickliche, eher an einen Fisch erinnernde Vogel durch die Luft flattert. Ziel ist es, soviele Röhren-Hindernisse wie möglich zu durchqueren. Klingt simpel, steuert sich simpel, ist aber sauschwer. So schwer, dass viele Reviews davon handeln, dass der Verfasser oder jemand anderes am Ende das Smartphone gegen die Wand geklatscht hat.

Dabei ist Flappy Bird eigentlich die Erfolgsgeschichte des kleinen Mannes, die man immer wieder gern hört, denn sie erinnert einen daran, dass man es auch selbst schaffen kann: Entwickler Ha Dong Nguyen hat das Spiel an nur drei Feierabenden zusammengezimmert und vertreibt es über Apples iTunes-Store für lau, dank In-Game-Werbung. Flappy Bird gibt es dort zwar seit Mai 2013, doch erst im Januar 2014 explodierten die Download-Zahlen. Überraschend hat sich das Spiel mit über 50 Millionen Downloads und 50.000 Reviews an die Spitze der Charts gesetzt und generiert momentan täglich 50.000 Dollar allein durch Werbung. Jeden Tag. Auch über Google Play kann man Flappy Bird beziehen, welches in Deutschland momentan auf Platz 2 hinter Quizduell liegt.

Doch andererseits halten viele Flappy Bird für die dreisteste Kopie aller Zeiten, die fast gänzlich nur aus Versatzstücken anderer Spiele besteht, so erinnern die Röhren an die Mario-Spiele von Nintendo, nichts neues bietet und dennoch süchtig macht. Reine Reaktionsspiele erzeugen eben doch sehr schnell dieses "Das kann ich doch besser"- und "Nur noch ein Mal"-Gefühl. Man ärgert sich, doch das schnelle Gameplay sorgt dafür, dass man das Spiel immer wieder in die Hände nimmt.

Wem das hundsgemein schwere Spiel keine Ruhe lässt, sei geraten, sich dieser Methode von Dumb Stupid Videos zu bedienen, wenn man das Spiel auf eigenem Boden schlagen will.

Auch in der gamona-Redaktion ist das Flappy-Bird-Fieber schon ausgebrochen:

Spaß zum Wochenende - gamona zockt: Flappy Bird

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