Für die Flagship Studios kommt jede Hilfe zu spät. Das bestätigten jetzt sowohl Max Schaefer als auch Bill Roper. Vermehrt waren in den letzten Wochen Gerüchte aufgekommen, dass andere Unternehmen dem havarierten Studio zu Hilfe eilen wollten.

Jetzt allerdings verkünden die beiden Firmenchefs das endgültige Aus. "Es ist schon eine recht neue Erfahrung für uns alle. Wir wissen nicht so recht, wie man eine Firma schließt.", erklärt Schaefer.

Bill Roper sorgt sich derweil um das Team. Bis zum Schluss hatte er versucht, seine Jungs zu halten, doch auch das ist mittlerweile nicht mehr möglich. Jetzt will er sich immerhin bemühen, sie alle noch irgendwo unterzubringen. Das, so findet er, sei er ihnen schuldig.

In einem achtseitigen Interview berichtet der Branchenveteran über alle Hintergründe zu Flagship, den Titeln, den Höhen und Tiefen. Auch über die teils holprige Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen redet Roper ganz offen. Er würde die Rechte an den Titeln kaufen, wenn er könnte, allein es fehlt am Kapital. Die kompletten Rechte liegen derzeit bei der Bank. Electronic Arts könne das Spiel zwar am Laufen halten, jedoch nicht ausbauen.

Ein trauriges Ende für ein engagiertes Studio. Äußerst schade ist es auch für Mythos und Hellgate: London, die nun wohl mit dem Flaggschiff für alle Zeiten auf Grund liegen...