Nicht nur im Vergleich mit früheren Final Fantasys, auch beim Heranziehen anderer Genrevertreter kann Episode dreizehn seine Schwächen im Spielaufbau nicht verbergen. Darum ist eine spürbare Konsequenz in der Wertung nicht abzuwenden. Trotzdem gibt es nur wenig Grund, als Fan der Serie den Kopf hängen zu lassen.
An den glaubhaft animierten Echtzeit Cutscenes kann man sich kaum sattsehen. Heavy Rain-Qualität wird aber nicht erreicht.Wenn die Rollenspielkünstler von Square Enix eines beherrschen, dann ist es das Erzählen spannender wie visuell bombastischer Geschichten, und da macht auch Teil 13 keine Ausnahme. Von der Story wird an dieser Stelle nichts weiter verraten, dennoch sollte sich jeder potenzielle Käufer der atemberaubenden Größe dieser Erzählung bewusst sein. Mal gefühlvoll, mal mit visueller Breitseite verwirklicht, bringen euch grafisch umwerfende und durchgängig mit englischer Sprachausgabe untermalten Cutscenes sowie auch vorgerenderte Videos den Umständen näher, mit denen sich die Protagonisten herumschlagen. Wobei manche Sequenzen als Rückblenden erzählt werden, die durch ihre unchronologische Zerrissenheit fast schon an Serien wie „Lost“ erinnern.
Xbox-360-Rollenspieler brauchen nicht um die Qualität der Videos zu fürchten. Hier und da kriselt es ein wenig durch die Komprimierung, wenn detailreiche Video-Bilder über den Screen flimmern, doch die wenigsten dürften es ohne direkten Vergleich zur PS3 merken, und am optischen Genuss kratzt das überhaupt nicht. Trotz der intern auf niedrigerer Auflösung berechneten Echtzeitgrafiken haben Microsoft-Jünger auch spielintern keine Einbußen zu erwarten. Klar, die Grafik erscheint nicht an jeder Stelle so knackscharf und lupenrein wie bei anderen Titeln, aber um darauf zu achten, muss man die Unterschiede schon suchen, und sobald heftige Effekte das Schlachtfeld zieren, steigt sogar die Wertschätzung für diese Designentscheidung.
Speziell bei den optisch leckeren Sequenzen, in denen die serientypischen Aufrufgötter das Schlachtfeld betreten, geht die Bildrate der Xbox 360 (abhängig von der Anzahl der Gegner) weniger stark in die Knie als die der PS3, was das Spielgeschehen auf Microsofts Kiste etwas flüssiger macht. Und da die erneut Esper genannten Ungetüme diesmal nicht nur kräftig austeilen, sondern beritten und vom beschwörenden Helden gesteuert werden, sind Ausfälle in der Bildrate eher unerwünscht. Man will ja schließlich nichts verpassen.
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