Akihiko Maeda und Motomu Toriyama von Square Enix lassen die Entwicklung von Final Fantasy XIII Revue passieren und erklären, was währenddessen alles richtig oder falsch gelaufen ist.

Final Fantasy XIII - Square Enix über die Probleme während der Entwicklung

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Vieles hätte in der Entwicklung besser laufen können
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Ohne Frage war Final Fantasy XIII wohl der umstrittenste Teil der Serie. Dass aber auch während der Entwicklung nicht alles so gelaufen ist, wie es sein sollte, erklären Akihiko Maeda und Motomu Toriyama in einer neuen Ausgabe des Game Developer Magazins.

Als man den ersten Trailer zum Spiel auf der E3 2006 zeigte, hatte man noch nicht einmal etwas Spielbares geschaffen. Der Trailer diente lediglich dazu, das visuelle Konzept zu zeigen. „Dieser Trailer sollte die Qualität zeigen, die wir mit der Schnelligkeit der Kämpfe und Zwischensequenzen erreichen wollten und ich dachte, dass dies auch die Meinung des restlichen Teams war.“

„Allerdings wurde klar, dass zu der Zeit nur sehr wenige von ihnen den Trailer als Repräsentation für das sahen, was wir mit Final Fantasy XIII erreichen wollten. Dass wir diese Vision nicht gemeinsam teilten, war ausschlaggebend für viele Konflikte, die später in der Entwicklung auftraten.“

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Die Crystal Tools Engine kommt auch in FFXIII Versus zum Einsatz
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Auch mit der Engine, die von Grund auf entwickelt wurde, gab es allerlei Probleme. So wollte man sie an jedes Projekt anpassen, an dem zu der Zeit gearbeitet wurde, und musste so die Bedürfnisse aller Spieleentwickler-Teams befriedigen. Da das jedoch aus Gründen der Koordination und auch zeitlich nicht möglich ist, kam es immer wieder zum Stillstand zwischen den Entwicklern der Engine und der Spiele.

FFXIII sollte auch etwas an den westlichen Markt angepasst werden und so wollte man internationale Fokus-Tests durchführen. Die fanden auch statt, allerdings zu spät, als dass man den Großteil des daraus gewonnenen Feedbacks noch umsetzen hätte können. Trotzdem waren sie für das Team hilfreich, denn dadurch bekamen sie einen Einblick, was die Spieler global überhaupt wollten. Einige Änderungen waren schließlich geplant, allerdings gab es dafür keine klaren Instruktionen. Das führte zu einem Konflikt innerhalb des Teams, ob es überhaupt Wert sei, diese Änderungen im bereits sehr engen Zeitplan noch durchzuführen.

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Die Demo war ein wichtiger Schritt
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Was geholfen hat, war die Demo, die der japanischen Blu-ray-Version von Final Fantasy VII: Advent Children beilag. Auch die war ursprünglich nicht geplant. Doch dadurch konnte erstmals jeder Mitarbeiter sehen, wie ihre Arbeit im Spiel überhaupt zum Einsatz kommt. „Viele Team-Mitglieder gaben an, dass sie erst durch die Demo die Vision von Final Fantasy XIII wirklich annehmen und realisieren konnten.“

Ab dem Zeitpunkt wurde die Entwicklung auch wesentlich produktiver. Das Team konnte Prioritäten besser einschätzen und das gesamte Pensum wurde besser verstanden. Man war so effektiv, dass alle Meilensteine pünktlich erreicht wurden.

Bleibt nur zu hoffen, dass die gleichen Fehler bei Final Fantasy Versus XIII nicht gemacht werden. Das befindet sich seit etwa 2003 in Entwicklung und wurde ebenfalls auf der E3 2006 in einem Trailer präsentiert.

Final Fantasy XIII ist für Xbox 360, seit dem 09. März 2010 für PS3 und seit dem 09. Oktober 2014 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.