Autor: Oliver Dombrowski

Nach knapp sechs Jahren Entwicklungszeit und Release in Japan und den USA erscheint »Final Fantasy XII« im Februar auch bei uns. Millionen deutsche Fans fiebern nun schon seit einiger Zeit begeistert dem zwölften Teil der spannenden Rollenspielreihe entgegen - zu Recht? Wir sagen euch, was »Final Fantasy«-Fans im Februar erwartet!

Final Fantasy XII - Intro Trailer

Bekannte Gesichter
Eingefleischten Fans dürfte es bereits aufgefallen sein: Die Geschichte von »Final Fantasy XII« spielt in der Welt Ivalice, die bereits aus »Final Fantasy Tactics« bekannt ist. Einige Zeit nach den Ereignissen des Taktik-Ablegers dreht sich alles um den Krieg zwischen dem mächtigen Archadianischen Imperium und seinem alten Feind Rozarria. Bei diesem gnadenlosen Krieg wird das zwischen den großen Reichen liegende winzige Königreich Dalmasca überrollt.

Final Fantasy XII - Das Ende einer Ära: Das letzte Final Fantasy für PS2 zieht nochmal alle Register!

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Hochzeit mit Todesfall: Der Auftakt ist grandios wie immer.
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Zwei Jahre nach diesen Geschehnissen setzt »Final Fantasy XII« an. Der Straßenjunge Vaan ist gebürtiger Dalmascer und will sein von Feindtruppen besetztes Heimatland verlassen, um als Luftpirat seine eigenen Träume zu verwirklichen. Doch dies wäre kein »Final Fantasy«, wenn der junge Vaan nicht Teil einer Widerstandsbewegung gegen seine Unterdrücker werden würde…

Packshot zu Final Fantasy XIIFinal Fantasy XIIErschienen für PS2 kaufen: ab 11,99€

Neue Wege
Wie schon bereits einige Teile zuvor geht Square Enix mit »Final Fantasy XII« neue Wege und versucht, mit kreativen Ideen und klugen Ansätzen das Spielgeschehen sowohl für Anfänger als auch für alteingesessene Fans aufzufrischen. Letztere brauchen jedoch keine Sorge zu haben: Die Änderungen halten sich bis auf das neue Kampf- und Gambitsystem in Grenzen.

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Epische Kämpfe beherrschen einmal mehr das Final Fantasy-Universum.
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»Final Fantasy XII« merkt man den leichten MMOG-Einfluss seines Online-Vorgängers an. So gibt es zum Beispiel keine Zufallskämpfe mehr: Alle Gegner tummeln sich fein übersichtlich auf der jeweiligen Karte. So kann man mit ein wenig Übung und Geschick jedem Kampf entkommen, wenn es brenzlig wird. Das neue Kampfsystem lässt sich am besten als »rundenbasierter Echtzeitkampf« beschreiben. Dennoch regelt das ATB (Active Time Battle) nach wie vor alle Geschehnisse.

Anfangs empfindet man das herumlaufen während des Kampfes als ungewohnt und »Final Fantasy«-untypisch, doch bereits nach kurzer Zeit ist man daran gewöhnt und fühlt sich trotz neuem System irgendwie heimisch (vorausgesetzt man hat bereits einen anderen Teil gespielt).

Gambit? Kann man das essen?
Besonders in sich hat's das Gambitsystem. Dieses dient der »Programmierung« eurer KI-Mitstreiter. Zusammenfassend lässt sich das Gambitsystem als Möglichkeit bezeichnen, so effizient wie möglich zu kämpfen - also ohne unnötig Manapunkte oder Lebensenergie zu verschwenden. Die Bedienung scheint Anfangs noch recht übersichtlich und einfach, wird jedoch im Laufe des Spiels zunehmend komplexer und entwickelt sich zu einer Kunst für sich - ähnlich dem Programmieren der im Outlook-Emailprogramm enthaltenen »Regeln und Benachrichtigungen«.

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Bekommt gerade unser neues Kampfsystem zu spüren: die brennende Tomate.
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Aufgebaut ist das Ganze in der beliebten »IF-THEN«-Denkweise. So gibt es zu Beginn Standardanordnungen wie »Belebe ein ausgeschaltetes Partymitglied wieder« oder »Benutze Heiltrank, wenn Energie unter xx%«. Doch natürlich geht es auch komplizierter: »Analysiere erst den Gegner und greife ihn dann mit den geeigneten Waffen an«. Maximal lassen sich zwölf Bedingungen und Ereignisse auswählen.

Gerade Fans werden sich über das interessante System wundern, das einem praktisch das komplette Magie-, Tränke- und Itemmanagement abnimmt. Natürlich wird das Spiel dadurch leicht automatisiert, doch das Gambitsystem lässt sich ohne Probleme teilweise bis komplett abschalten.

Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!
Vom Prinzip her nicht ganz neu, allerdings aufgefrischt und mit neuen interessanten Ansätzen kommt das so genannte Lizenz-System. Mit diesem steuert man ähnlich wie in »Final Fantasy X« die Entwicklung seiner Charaktere über ein Schachbrett. Dieses Mal steht jedes Feld für eine Lizenz, die den jeweiligen Charakter in eine bestimmte Richtung entwickelt. Zwar hat jeder Charakter eine »Vorliebe« für bestimmt Lizenzen (mit anderen Worten voreingestellte Lizenzen), letztendlich bleibt die Entwicklung aber völlig frei wählbar.

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Rüstet euch für den Kampf!
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Wer also lieber einen Krieger spielen möchte, sollte seine aus dem Kampf gewonnenen Lizenzpunkte in Schwerter und Rüstungen investieren. Magier hingegen sollten es auf die gewünschten Zauber abzielen. Um jedoch an die »dicken« Lizenzen heranzukommen, muss man erst die niederen Lizenzen erwerben. Ist dies geschehen, fehlt nur noch die entsprechende Ausrüstung beziehungsweise Ausbildung.

Anders als in »Final Fantasy X« entwickeln sich die Akteure, abgesehen vom Lizenz-Brett, wie gewohnt mit Hilfe von Erfahrungspunkten. Diese erhöhen nach und nach die Magie- und Lebenspunkte.