Nach der Ankündigung war es verdächtig still um Final Armada - ein schlechtes Zeichen? Wir haben uns in den Pilotensitz des mächtigen Aggressors geklemmt und im All und auf dem Boden hässlichen Aliens in den Arsch getreten. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Auf und Ab, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Gentlemen, start your engines!

Die Null, die Acht und die Fünfzehn...
Die Story von Final Armada könnte eigentlich mit den Worten "Gute Soldaten kämpfen gegen böse Aliens" zusammengefasst werden. Für Interessierte dennoch eine kleine Info: Auf dem weit entfernten Planeten Taro-459 liefern sich die menschliche Ecco Corporation und die tot geglaubten extraterrestrischen Qorax eine erbitterte Schlacht, die sich bisher stets ausgeglichen war. Da dies auf Dauer keine Lösung ist, entsendet die Ecco Corporation ihre Final Armada. Erwartet nun aber kein Kampfgeschwader, denn nur wir allein sind diese Spezialeinheit. "Can one man truly make a difference?"

Final Armada - Neulich auf Taro-459: Ecco gegen Qorax. Wir sagen euch, was dahinter steckt...

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Krawumm! Die Effekte von Final Armada können überzeugen.
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Natürlich kann er das, dem sogenannten Aggressor, einer Mischung aus Buggy und Schwebegleiter, sei Dank. Dieses schwerbewaffnete Ungetüm mit Upgrade-Möglichkeit soll in einem zerstörerischen Feldzug die Qorax das Fürchten lehren. Seid ihr bereit? Oh ja, wir sind so was von bereit. Aber huch, was ist denn das? Wir lassen uns vorsichtshalber vor Missionsbeginn auf ein Tutorial ein - an sich eine gute Idee. Aber hätte uns nicht jemand vorher sagen können, dass sich dies so öde spielt und quälend lange dauert?

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Entscheidung per Luft? Nix da, wir ballern auf festem Boden!
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Dort wird wirklich jedes kleines Detail erklärt. Erneut eigentlich eine gute Sache, aber leider geprägt von vielen Frustmomenten. Könnte man wenigstens die viel zu langsam über den Bildschirm scrollenden Nachrichten des stummen Kampfleiters wenigstens abbrechen, wäre das Übel nur halb so gering. So aber fällt man bereits nach wenigen Minuten in ein Lust-Tief, dass seinesgleichen sucht. Hat man das Tutorial dann doch irgendwann überstanden, ist man neben einigen Erfahrungen, einem Krückstock und diversen grauen Haaren auch endlich dafür bereit, die Kampagne zu beginnen.

Jetzt geht's los, jetzt geht's los...
Gesagt, getan: Nach einer atmosphärisch am Nullpunkt kratzenden Ingame-Sequenz - einer Art Briefing vor jeder Mission - darf es endlich losgehen. Im Vergleich zu späteren Aufträgen gestaltet sich die erste Mission noch recht langweilig. Mit der Primärwaffe unseres Gleiters - einem Laser - sollen wir an vorgegeben Punkten Generatoren aufladen. Eigentlich ein Klacks, wären da nicht die plötzlich auftretenden Feinde, die uns das Leben zur Hölle machen. Dank der Suchraketen und dem MG unseres Buggys stellt dies jedoch kein großes Hindernis dar.

Dies trifft leider auch auf den Rest der Einzelspielerkampagne zu. Geübte Spielernaturen dürften mit keiner der Missionen allzu große Probleme haben. In jedem Level sind genügend Waffen- und Health-Power-Ups vorhanden um der Masse an Feinden - unter anderem Flug- und Panzereinheiten - Herr zu werden, auch wenn man oft erst deren Abwehrschilde durchbrechen muss. Hinzu kommt, dass man den Aggressor wie bereits erwähnt upgraden kann. Mit jeder absolvierten Mission fließen Credits auf das Konto des Spielers, die er dann z.B. in neue bzw. stärkere Waffen und eine höhere Schadensresistenz stecken kann. Dadurch wird das Spiel trotz immer härter werdender Gegner noch einfacher.

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Der erste Bossgegner ist kein Brocken, jedoch nicht ganz so einfach wie der Rest des Spiels.
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Das ist schade, denn das Missionsdesign ist - habt ihr die fade erste Mission erstmal überstanden- recht gelungen und abwechslungsreich. Neben dem Aufladen von Generatoren spielen wir Babysitter bei Eskorten, heben feindliche Stellungen aus, klemmen uns hinter stationäre Geschütze, besiegen fordernde Bossgegner und stellen uns nebenbei natürlich den zahlreichen "kleinen" Feinden. Das ist immerhin mehr als der der Großteil der üblichen Genre-Vertreter bietet, von daher kann man hinsichtlich des Aufgabenspektrums nicht meckern. Auch die Gegner-KI ist trotz zu leichtem Schwierigkeitsgrad nicht zu verachten: Flugeinheiten versuchen zum Beispiel, uns ständig von hinten anzugreifen und verfolgen uns, wenn wir fliehen sollten.

Stumme im Weltall...
Ein dickes Atmosphäre-Minus sind jedoch die öden Einsatzbriefings, die man erstens nicht abbrechen kann und die zweitens ohne Sprachausgabe daherkommen - übrigens genau wie der Rest des Spiels. So verkommen diese Sequenzen lediglich zum unnützen Anhängsel und wirken "dank" fehlender Synchronisation wie ein Stummfilm auf Arte. Nicht gerade das, was man von einem Action-Shooter normalerweise erwartet.

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Immer noch in: Nachbrenner.
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Als nette Dreingabe wurde Final Armada ein Mehrspielermodus spendiert, in dem man sich mit bis zu drei weiteren Mitstreitern eine heiße Schlacht liefern darf. Sicherlich kein Dauerbrenner, aber für ein bis zwei weitere Stunden Spielspaß dürfte gesorgt sein. Grafisch ist Final Armada hingegen leider nicht auf der Höhe der Zeit: Die gravierendste optische Schwäche offenbart das Spiel hierbei in der Darstellung der Außenlandschaften, die leider eingen Großteil des gesamten Spielgeschehens einnehmen und viel zu karg und trist wirken. Hier wurde die bei den Missionen beachtete Abwechslung leider mit Füßen getreten. Überzeugen können wenigstens die stabile Framerate und die soliden Explosionseffekte.