Fight Night Round 3 (Xbox 360 Review)
von Andreas Müller

Nach unserem ausführlichen Test zu Fight Night Round 3 für die Playstation 2 begutachten wir nun die Next Generation Version des Boxtitels.

Ring frei
Die Fight Night Franchise ist eine der jüngsten Sportspielserien aus dem Hause EA Sports. Dennoch weißt sie eine beeindruckende Bilanz auf, da die Spielidee von Beginn an begeistern konnte. Vor Allem die Steuerung ist derart genial auf den Sport zugeschnitten, dass der Spieler im virtuellen Boxring eine interaktive Erfahrung der Extraklasse erlebt. Statt wild auf den Tasten rum zu hämmern, werden die Schläge durch gezielte Bewegungen des rechten Analogsticks ausgeteilt.

Ihr wollt einen rechten Uppercut in der Visage eures Gegners landen? Kein Problem, man bewege den Stick auf 4 Uhr und ziehe ihn von dort, gegen den Uhrzeigersinn, kreisförmig auf 12 Uhr. Ein linker Uppercut funktioniert analog mit den Stick Positionen 8 und 12 Uhr und einer Bewegung im Uhrzeigersinn.

Freestyle
Wer bislang noch keine Erfahrung mit dieser Steuerung gesammelt hat, wird dem Ganzen skeptisch gegenüber stehen.

Fight Night Round 3 - Unglaublich real: Noch nie war es so schön, jemandem auf die Fresse zu hauen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 50/551/55
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Damit eine gesunde Skepsis nicht den Kauf in Frage stellt, haben die Entwickler auch eine konventionelle Schlagtasten Steuerung eingebaut. Wir raten jedoch dringend davon ab, denn damit geht euch eine Menge Spielgefühl verloren. Bei Round 2 wurde bereits der brachiale Haymaker eingeführt. Wenn ihr zu diesem Schlag ausholen wollt, muss eine deutlich komplexere Stickbewegung ausgeführt werden. Rein technisch braucht ihr für diesen Schlag also schon länger als für eine einfache Gerade. Spielerisch bekommt der Gegner zudem mehr Zeit, diesen Schlag zu erkennen und in die Defensive zu gehen, beziehungsweise auszuweichen.

Fight Night Round 3 - Unglaublich real: Noch nie war es so schön, jemandem auf die Fresse zu hauen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 50/551/55
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Solltet ihr euer Ziel dennoch treffen sorgt das meistens dafür, dass der Gegner Sekunden lang angeschlagen ist. Ein gut platzierter weiterer Schlag und euer Kontrahent fällt um wie eine Bahnschranke.

Special Moves
In Fight Night Round 3 habt ihr neben dem Haymaker nun auch noch die Möglichkeit einen "Flash KO Punch" und einen "Stun Punch" zu landen. Ersterer ist nochmals deutlich komplizierter als der Haymaker, für den Gegner jedoch derart gefährlich, dass er das ganze Kampfgeschehen komplett auf den Kopf stellen kann. Ihr habt 10 von 12 Runden verloren und seit deutlich mehr angeschlagen als euer Gegner?

Geht in die Defensive, spart eure Kräfte und setzt dann alles auf eine Karte. Sitzt der Flash KO Punch, habt ihr die Chance dem Gegner mit einem einzigen weiteren Schlag in den Tiefschlaf zu versetzen. Der "Stun Punch" ist da nicht ganz so gefährlich, versetzt den Gegner allerdings kurzzeitig in eine Art Schock. Für diesen Moment dürft ihr sein Gesicht aus der Ich-Perspektive bearbeiten und ihm somit erheblichen und gezielten Schaden zufügen.

Showtime
Die Präsentation ist auf Microsofts XBox 360 absolut realistisch. Das Spiel sieht so aus, wie man sich ein Sportspiel der "nächsten Generation" wünscht. Sobald der Kampf geladen ist und die Kamera zum ersten Mal über die Arena schwenkt stellt sich das Gefühl ein, einer TV Übertragung beizuwohnen.

Die Modelle der Kämpfer bestehen scheinbar aus derart vielen Polygonen dass es selbst bei hoher Zoomstufe schwer fällt überhaupt noch einzelne Polygone zu erkennen.Hinzu kommen hoch aufgelöste Texturen, absolut erstklassige Animationen und äußerst realistische Lichteffekte. Das Ergebnis ist eine weit fortgeschrittene Illusion der Realität. Wie immer profitiert auch Fight Night Round 3 enorm von der hohen Auflösung eines HDTV. In diesem Fall hat dies jedoch lediglich eine verstärkende Wirkung - auch wer kein HDTV besitzt bekommt eine Optik geboten, die sich kaum mit der auf PS2 und XBox vergleichen lässt.

Knallhart
Zart besaitete Spieler werden sich vielleicht sogar die Zeiten detailarmer Grafik zurück wünschen. Das Spiel verfügt, genau wie der Sport selbst, über derart viel Tiefgang in punkto Kampftaktik, Technik und Kontrolle, dass man kein Gewaltfanatiker sein muss, um sich an dem Geschehen erfreuen zu können. Dennoch wird einem die Gewalt des Sports in ihrer ehrlichsten Form präsentiert - keinesfalls übertrieben, aber eben auch nicht verschleiert. Harte Punches schlagen mit einer derartigen Wucht im Gesicht des Gegners ein, dass sie dort nahezu ein Beben auslösen.

Fight Night Round 3 - Unglaublich real: Noch nie war es so schön, jemandem auf die Fresse zu hauen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 50/551/55
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der Kiefer wird verzerrt, die Haut schlägt Wellen, eine liquide Mixtur aus Blut, Speichel und Schweiß spritzt davon. Das Ganze gepaart mit einem subtilen Schrei und dem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck ist etwas, was vermutlich für einige Spieler bereits ästhetische Grenzen überschreitet. Alle Anderen freuen sich darüber, die Momente des finalen Schlages verlangsamt und aus unterschiedlichen Perspektiven mehrfach präsentiert zu bekommen.

Pausenfüller
Im Laufe des Kampfes bildet sich deutlich sichtbarer Schweiß auf den Körpern der Kämpfer, die von absolut realistisch erscheinender Muskulatur überzogen sind.

Fight Night Round 3 - Unglaublich real: Noch nie war es so schön, jemandem auf die Fresse zu hauen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 50/551/55
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zudem entstehen Schwellungen und Cuts, die ein wichtiges Indiz für mögliche Schwachstellen sind. Offenbart sich eine blutende Wunde, könnt ihr diese gezielt "bearbeiten" und darauf spekulieren, dass der Ringrichter den Kampf vorzeitig abbricht. Um dem entgegen zu wirken, werden die Wunden und Schwellungen beider Kämpfer in den Rundenpausen behandelt. Das ist übrigens der Moment, in dem uns leicht bekleidete Rundengirls die weiteren Vorzüge realistischer Modellierung demonstrieren. Bei den Spielmodi hat sich im Vergleich zu der Version für PS2 und Xbox nichts getan, so dass wir diesbezüglich auf unseren PS2 Test verweisen. Die XBox Live! Unterstützung ist rundum gelungen.Ranglisten und Suchfilter mit denen sich der nächste Gegner ausfindig machen lässt, wirken durchdacht. Somit könnt ihr beispielsweise verhindern, dass ihr gegen Spieler antretet, die nicht per Analogstick sonder per Knopfdruck austeilen.

Fight Night Round 3 - Unglaublich real: Noch nie war es so schön, jemandem auf die Fresse zu hauen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 50/551/55
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zudem entstehen Schwellungen und Cuts, die ein wichtiges Indiz für mögliche Schwachstellen sind. Offenbart sich eine blutende Wunde, könnt ihr diese gezielt "bearbeiten" und darauf spekulieren, dass der Ringrichter den Kampf vorzeitig abbricht. Um dem entgegen zu wirken, werden die Wunden und Schwellungen beider Kämpfer in den Rundenpausen behandelt. Das ist übrigens der Moment, in dem uns leicht bekleidete Rundengirls die weiteren Vorzüge realistischer Modellierung demonstrieren. Bei den Spielmodi hat sich im Vergleich zu der Version für PS2 und Xbox nichts getan, so dass wir diesbezüglich auf unseren PS2 Test verweisen. Die XBox Live! Unterstützung ist rundum gelungen.Ranglisten und Suchfilter mit denen sich der nächste Gegner ausfindig machen lässt, wirken durchdacht. Somit könnt ihr beispielsweise verhindern, dass ihr gegen Spieler antretet, die nicht per Analogstick sonder per Knopfdruck austeilen.