Kinder, wie die Zeit vergeht. Die WM liegt schon wieder über zwei Monate zurück und die Fußballligen dieser Welt stecken bereits mitten im Ligabetrieb. Die „ich bin nur alle zwei Jahre zu den großen Turnieren Fußballfan“-Menschen wird es nicht interessieren – für Fußballverrückte wie mich ist jetzt jedes Wochenende WM und das dank Champions League sogar unter der Woche. Und für die Zeit zwischen diesen Tagen wartet EA nun wie jedes Jahr mit einem neuen FIFA auf.

Das bunte Treiben abseits des Platzes

Dieses Jahr wird das direkte Duell mit dem Konkurrenten aus dem Hause Konami nicht wirklich zeitgleich stattfinden, da sich die Entwickler von PES noch bis zum November Zeit lassen und somit einer direkte Konfrontation in den Verkaufsregalen der Elektromärkte aus dem Weg gehen.

Optisch fühlt sich jeder Besitzer des Vorgängers sofort im Menü zurecht, da in FIFA 15 bis auf das neue „Match Day Live“ auch kein wirklich neuer Modus hinzugekommen ist, wobei eben genannter auch weniger ein separater Spielmodus ist, sondern euch vielmehr durch die Zusammenarbeit mit Goal.com mit Neuigkeiten zu eurem Lieblingsverein auf dem aktuellsten Stand in Sachen News hält. Euch wird der bisherige reale Saisonverlauf gezeigt und ihr könnt die Partie gegen den nächsten Gegner schon einmal „vorspielen“. Ein nettes Feature, das den Fans ihres Lieblingsvereins alles Wissenswerte übersichtlich und mundgerecht serviert.

FIFA 15 - Alles hängt zusammen. Reiß dir am Hintern ein Haar aus und das Auge tränt

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Während FIFA 14 auf PS4 und Xbox One noch das Training war, holt sich FIFA 15 nun die Next-Gen-Meisterschaft.
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Der Soundtrack ist auch in diesem Jahr wieder gewohnt abwechslungsreich und hat für jeden Geschmack den einen oder anderen Song in petto – ob bekannt, berühmt spielt hier eine weniger große Rolle. Mit von der Partie sind diesmal unter anderem Kwabs, Kasabian und The Kooks, aber auch Nachwuchskünstler wie Jungle, Vance Joy oder das aus Kassel kommende Duo Milky Chance.

Und dass die Jungs ein Auge für Songs mit Ohrwurmpotenzial haben, musste ich ein halbes Jahr nach Release von FIFA 14 schmerzlich selbst erfahren, als unser Berliner Radiosender „Radio Fritz“ mindestens drei oder vier Songs aus dem FIFA-14-Soundtrack mehrmals am Tag hoch und runter laufen ließ – ist ja nicht so, dass man nach einem halben Jahr FIFA spielen die Songs bis dahin dann nicht schon im Schlaf mitsingen könnte.

Packshot zu FIFA 15FIFA 15Erschienen für 3DS, PC, PS3, PS4, Wii U, Xbox 360 und Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

Auch in diesem Jahr werden die meisten Käufer von FIFA 15 wohl im „FIFA Ultimate Team“-Modus auf Spielerkarten-Jagd gehen. Wie schon in unserer zweiten Vorschau zum neuen Teil können bei entsprechendem Erfahrungslevel jetzt Superstars für eine begrenzte Anzahl an Spielen in eurem Team spielen – sozusagen auf Leihbasis.

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Auch Konzeptteams lassen sich jetzt erstellen – ein Luftschloss-Team sozusagen, in dem ihr jeden Spieler einfügen könnt und an der Chemie und Formationsverträglichkeit schrauben dürft. Solltet ihr dann das nötige Kleingeld besitzen, könnt ihr euch direkt auf den Transfermarkt und entsprechende Angebote zum Wunschspieler weiterleiten lassen. Das Pokal- und Ligensystem ist unverändert und wird zumindest in Pokal-Hinsicht auch dieses Jahr zu bestimmten Zeitpunkten neue Pokale und Herausforderungen bieten.

Für alle nicht FUTler stehen natürlich auch wieder Spielmodi wie der „Be A Pro“-, Seasons- oder Karrieremodus zur Verfügung. Ein schnelles Spiel oder das Erstellen eines Turniers gehören mittlerweile ohnehin zur Standardausstattung der FIFA-Reihe. In Sachen Karrieremodus hat sich in diesem Jahr leider nicht wirklich etwas getan. Zwar verbessern sich Spieler bei entsprechender Leistung und Einsatzzeit noch deutlicher (auch ein 30-jähriger Philipp Lahm hat sich bei mir in der ersten Saison trotz des Alters um zwei Punkte verbessert), abseits dessen sucht man Trainingsmöglichkeiten für die Spieler beispielsweise vergebens. Auch Einnahmen aus den (Heim-) Spielen, (globales) Merchandising oder Möglichkeiten zum Stadionausbau wird man in diesem Jahr weiterhin nicht vorfinden.

Der harte Alltag auf dem Rasen: Teil 1

Laut den Produzenten will man sich auch mehr auf dem spielerischen Parkett verbessern als sich dem Karrieremodus näher zu widmen – zumindest bislang. Und wie es die Überleitung will, schmeißen wir uns in die erste Ligapartie der Bayern gegen die Werkself aus Wolfsburg. Doch vorab muss natürlich die Mannschaft entsprechend auf die bevorstehende Partie vorbereitet werden.

Spielerisch das beste FIFA, das ich jemals gespielt habe.Fazit lesen

Und im Team-Management hat sich einiges getan. Formationen, Spielerrollen, Auswechslungen – all diese Punkte sind nun in einem Menü vereint. Spielerpositionen ändert ihr bequem per Knopfdruck auf dem jeweiligen Spieler, Auswechselalternativen werden auch wieder direkt vorgeschlagen und die Werte der entsprechenden Spieler bei der Wahl der Ecken- oder Freistoßschützen nun direkt angezeigt. Mühsames Suchen in den Attributskarteien ist damit nicht mehr notwendig.

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Eine der wichtigsten Neuerungen fällt erst nach einiger Zeit auf: Die künstliche Intelligenz hat sich enorm verbessert und ist ein wahrer Hochgenuss.
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Neu ist das Einstellen von bis zu drei taktischen Anweisungen für jeden einzelnen der Feldspieler – den Torwart ausgenommen. So könnt ihr einstellen, ob der Stürmer sich in Lewandowski-Manier anbieten soll, um den Weg zum Tor über die Ballbehauptung zu suchen, oder ihr im Stile eines Mandzukic die gegnerische Abwehrkette überlaufen wollt, um dann frei vorm gegnerischen Torwart zum Kopfball oder Torschuss zu kommen.

Sollen eure Außenverteidiger die Offensive unterstützen oder lieber hinten bleiben? Soll euer Zehner in der Defensive mit verteidigen oder sich für das Umschaltspiel vorn im Feld aufhalten, um sofort frei und anspielbar zu sein? Die Links- und Rechtsaußen können entweder außen bleiben oder bei sich bietender Möglichkeit nach innen ziehen, um sich für Pässe anzubieten. Diese und noch mehr Möglichkeiten stehen dem Spieler jetzt zur Verfügung und machen es vor allem Gelegenheitsspielern leichter, wenn diese sich nicht an die Schieberegler-Variante der individuellen Taktiken herantrauen. Das Beste aber ist: Es lassen sich bis zu fünf solcher Team-Vorlagen mit der entsprechenden Aufstellung und Taktik speichern und im Hauptmenü dann mit dem rechten Stick schnell und unkompliziert durchschalten. Kein aufwändiges Austauschen der einzelnen Spieler, die B-Elf kann also vorab definiert werden und ist dann mit einer Stickbewegung sofort einsatzbereit. Danke, EA – endlich!

Zurück in der Allianz Arena werden wir von den Bayernfans mit entsprechender Fan-Choreographie begrüßt; die Spieler wirken optisch athletischer, weniger „kastig“, das Kommentatorenduo geht auf die letzte Saison der Bayern ein, spricht sogar Schweinis Verletzung im WM-Finale an. Auch dass ein Ríbery die WM dank Rückenproblemen lieber im Urlaub verbracht hat erwähnen sie und ich freue mich einfach nur über die Kommentatoren Martin Tyler und Alan Smith.

Das deutsche Gespann in Gestalt von Frank Buschmann und Manfred „Manni“ Breuckmann hat zwar auch einige neue Zeilen spendiert bekommen, kommt aber nach wie vor nicht annähernd an die Qualität des englischen Gespanns heran. Zumal die optional einstellbaren Verletzungskommentare und das akustische Durchgeben der Zwischenstände von den anderen parallel stattfindenden Begegnungen eine rein englische Möglichkeit bleibt – leider. Solange sich in der Hinsicht nichts tut, werden Martin Tyler und Alan Smith die Einzigen sein, bei deren Kommentaren ich nicht nach drei Minuten Mittelohrblutungen bekomme.

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(Vorsicht, schlechter Wortwitz incoming!) Der BVB gewinnt, da kloppt das Herz.
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Aber schaut, was für ein grüner Rasen und so schön dreidimensional! Die Schuhe der Kicker versinken förmlich im Grün und misshandeln die zarten Halme über die 90 Minuten auch erkennbar, was dem Realismus im wahrsten Sinne des Wortes sichtlich gut tut, wenn auch nicht unbedingt der optischen Unversehrtheit des Grün. Und es gibt endlich wieder „weiße“ Plätze. Endlich eine dünne Neuschnee-/Eisdecke in Stadien ohne Rasenheizung. Der Ball rollt unter diesen Bedingungen deutlich schneller, die Fehlerquote der Spieler bei ruckartigen Bewegungen ist entsprechend höher.

Was dem Spiel ebenfalls gut tut, ist die Tatsache, dass die Bewegungen des Balles jetzt sogar im Dribbling bei jeder Berührung neu berechnet werden und dem Ball ein „autarkeres“-Handling verleihen. Er wirkt jetzt nicht mehr so beherrschbar und eins mit dem ihn führenden Spieler. Anders gesagt: Das, was die PES-Anhänger als einen der Hauptkritikpunkte hinsichtlich FIFA angeführt haben, lässt sich jetzt so nicht mehr aufrecht erhalten. Denn auch Pässe, Ballannahmen, Schüsse und Flanken wirken nicht annähernd so berechenbar wie in vergangenen Teilen. Wie viele Zufalls-Superflanken oder ungewollte Tore durch unerwartete, aber physikalisch korrekte Abpraller während der Spiele für das erfrischende „damit hätt' ich jetzt gar nicht mehr gerechnet“-Gefühl gesorgt haben. Um es vorweg zu nehmen: Ich spiele mit komplett manuellen Einstellungen, was das Passen, Flanken und Schießen angeht.

Der harte Alltag auf dem Rasen: Teil 2

Wie oft ich anfangs so manche Male in den Controller gebissen habe, weil ich mitunter simpelste Rückspiele nicht richtig angenommen oder zu gutgläubig aufs Tor gesemmelt habe, um mir dann das höhnische Raunen der Zuschauer anhören zu müssen. Der Ball macht jetzt eben mehr, was er will – und das ist auch gut so! Denn auch dem Gegner unterlaufen Stockfehler, eindeutige Torchancen werden „vergomezt“ und ich denke mir: „So ist Fußball – Fehler gehören dazu.“ Ja, auch in einem Spiel ist es bis zu einem gewissen Grad sogar realistisch, dass ein aufsetzender Ball mal falsch eingeschätzt wird und den Spieler verwirrt – weil er, um den Ball automatisch anzunehmen, anatomisch unmögliche Aktionen bringen müsste – und der Ball somit verloren geht.

Ebenso erfreulich: Ecken, Freistöße und vor allem Einwürfe lassen sich jetzt endlich verkürzen, indem das Gestiefel der Spieler auf der Suche nach dem Ball abgebrochen werden kann. Realismus-Fanatiker, die darauf verzichten wollen, sei zur Beruhigung gesagt, dass diese trotz der Möglichkeit zum Abbruch jetzt sehr viel schneller und reibungsloser durchgeführt werden. Neu ist jetzt auch, dass ihr bei entsprechenden Standards mit dem rechten Stick direkt den anzuspielenden Mitspieler aussuchen könnt und ihr bei Ecken vier Varianten zur Verfügung habt.

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Stadien gibt's auch wieder und davon gleich jede Menge.
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So könnt ihr die Pille auf Tastendruck auf die kurze oder lange Ecke spielen, den gegnerischen Torwart zustellen lassen oder den Ball auf den am 16er lauernde Schützen spielen. Schön auch, dass deutlich weniger Handspiel gepfiffen wird als noch im Vorgänger. Die Frage, ob der Spieler mit seiner Hand die Fläche seines Körpers vergrößert oder nicht, wurde endlich realistischer umgesetzt.

Schießt man einen gegnerischen Spieler an, sieht man sogar, wie diese in Erwartung eines Abprallers die Arme nach Möglichkeit auf den Rücken nehmen, um ein Handspiel im Vornherein zu vermeiden. Nicht weniger intelligent sind nun die Torhüter, die mich oft genug zur Weißglut getrieben haben mit ihrem guten Stellungsspiel und der Tatsache, dass jetzt auch die Finger des Goalie-Watschens in der Physikberechnung Beachtung finden. Da bekommt der Ausdruck „hat ihn noch mit den Fingern von der Linie gekratzt“ eine nun wahre Bedeutung.

FIFA 15 - Neue Torjubel 201411 weitere Videos

Intelligenter sind ebenso die Gegner und vor allem die eigenen Mitspieler – und das in jeglicher Hinsicht. Wenn mein Team am Verteidigen ist, fallen in erster Linie die verbesserten Zweikämpfe auf. Keine mitunter abstrus wirkenden Zweikämpfe, in denen ich mit zwei Mann in den ballführenden Gegner bin, dieser dann aber nach Ping-Pong-Einlage zwischen den drei Spielern den Ball wundersamerweise weiterhin am Fuß hatte, während meine beiden Spieler sich gegenseitig über den Haufen rempelten.

Zum einen reicht es jetzt mit entsprechendem Zustellen und geschicktem Wegspitzeln, den Ball auch allein und ohne Frust über Slapstickeinlagen zu erobern und zum anderen agieren die manuell zu Hilfe gerufenen KI-Verteidiger sehr viel intelligenter, so dass ich mich guten Gewissens um das Zustellen der Passwege kümmern kann, während mein KI-Kumpane sich dem ballführenden Spieler annimmt und diesem in den meisten Fällen den Ball abnimmt. Und ist das nicht der Fall, liegt es diesmal wenigstens nicht daran, dass er über seine eigenen Füße gestolpert ist.

Wenig zu meckern – selbst für PES-Fans

Sobald der Ball wieder in den eigenen Reihen ist, greift die verbesserte Offensiv-KI. Wenn ich mit schnellem Umschaltspiel spiele, ziehen die Außen und die Stürmer sofort nach vorne, allerdings nicht, ohne sich weiterhin anzubieten. Es sei denn, ich habe ihnen in der eingangs erwähnten Taktikeinstellung befohlen, die Abwehrkette des Gegners zu überlaufen. Und während man in den Vorgängern bei schnellen Angriffen die L1/LB-Taste noch regelrecht prügeln musste, vollführen das eure Mitspieler jetzt ganz ohne Aufforderung, sehen euren Laufweg und erahnen, ob ihr über die Außenbahn zur Grundlinie wollt. Die im Team-Management eingestellten Verhaltensweisen der einzelnen Positionen lassen sich auch auf dem Rasen ablesen.

Indem ich einem Thomas Müller in meiner Doppelspitze in den ersten Partien noch befohlen habe, anspielbar zu bleiben, habe ich ihm eigentlich seiner Mentalität beraubt, denn das Austänzeln von Gegnern war und ist nicht seine große Stärke, er durchbricht lieber auf seine herrlich unkonventionelle Art des Stellungsspiels gepaart mit unbedingtem Offensivdrang – was sich dann nach Umstellung dieser Taktik auch sofort in Toren ausgezahlt hat. Dieses Zusammenspiel aus Defensive und Offensive habe ich persönlich in noch keinem Teil der FIFA-Reihe so gut umgesetzt erlebt wie in diesem. Hut ab, EA.

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Nächstes Jahr darf dann trotzdem mal ein anderer Kicker als Messi das Cover zieren. Okay, EA?
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Auch das im Vorgänger so bemängelte Flügelspiel mit übermächtigen Kopfbällen ist deutlich entschärft worden. Hier ist die Genauigkeit der Flanke und das Stellungsspiel des Angreifers, verbunden mit dem richtigen Timing, noch wichtiger, um per Kopf zum Abschluss zu kommen. Dadurch ist der Spieler „gezwungen“, sich die Torchancen auch häufiger über das Zentrum und Kurzpassspiel zu erarbeiten. Durch die deutlich verbesserte Intelligenz der Mitspieler und leichterer Ballbehauptung im Angriff, ohne immer gleich eine Gräte des gegnerischen Verteidigers bei zwei Sekunden Ballbesitz zwischen den eigenen Beinen zu haben, macht das inzwischen tatsächlich Spaß. PES-Fans fühlen sich erneut an das bis dato so exklusiv gepredigte Feature aus dem Hause Konami erinnert.

Abseits des Rasens klatschen die Verteidiger mit dem Torwart ab, wenn er ihnen in der ersten Halbzeit gefühlte 20 Male bereits das Gegentor erspart hat, Spieler, die beim ersten Foul an ihnen noch entspannt reagieren, verlieren mit Häufung immer mehr die Nerven, beim entscheidenden Tor in der letzten Minute sprintet sogar der Torwart zu jubelnden Knäuel, Stürmer monieren oder beklatschen die gute Vorlage des Teamkollegen, die Kommentatoren gehen sogar auf Äußerungen von uns bezüglich des Gegners im Karrieremodus ein, die Barclays Premier League hat erstmals alle 20 Originalstadien zu bieten (die anderen Ligen werden dann in den nächsten Teilen wohl zwangsläufig folgen), die türkische Süper Lig ist wieder spielbar.

Natürlich hat FIFA 15 auch vereinzelt kleine Macken. So sind die Torhüter im Allgemeinen durch mehr Animationen flexibler und kratzen auch sonst unhaltbare Dinger so manches mal noch von der Linie, fangen dann aber einen Ball auch gern mal wieder hinter der Linie (selbst erlebt), die gegnerischen Verteidiger schlagen den Ball bei entsprechendem Pressing so manches Mal unnötig blind ins Aus und wenn man bei schönen Toren die Zeitlupe nutzt, fallen auch in Zweikämpfen noch vereinzelte Clippingfehler auf. Fakt ist aber, dass sich solche Kleinigkeiten auch mit entsprechenden Patches schnell abstellen lassen und keine absoluten Spielspaß-Killer sind, da sie den Verlauf eines Matches nicht entscheiden.