Der Be-A-Pro-Modus ist in FIFA 15 etwas versteckter als noch im letzten Jahr. So gibt es diesen nicht mehr als einzeln aufrufbare Schaltfläche im Hauptmenü, sondern muss über eine neue Karriere gespielt werden. Hier wählt ihr dann die „Spielerkarriere“ und beginnt somit eure Karriere als Pro im Verein eurer Wahl. Ziel dieses Modus ist es, mit seinem Spieler natürlich alle nationalen und internationalen Titel einzuheimsen, bevor man sich nach harten und entbehrlichen Jahren der Karriere als Fußballmanager widmet und somit aus dem aktiven Spieleramt zurücktritt.

Dass ihr als Innenverteidiger natürlich nicht jedes Jahr die Torschützenkanone holen könnt, geschweige denn müsst, dürfte klar sein. Deswegen solltet ihr euch bei der Wahl des realen Spielers, bzw. der Wahl eures selbst kreierten Spielers im vornherein Gedanken machen, was für einen Spielertyp ihr verkörpern wollt und damit leben, als defensiver Mittelfeldspieler eben nicht immer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu stehen, bzw. andauern das wichtige Siegtor zu erzielen.

Im Be-A-Pro-Hauptmenü angekommen seht ihr auf einen Blick in gewohnter Managermodus-Manier die kommenden Spieltage, aktuelle News und eure aktuellen Spielerattribute und kommenden Ziele für die nächste Begegnung, die ihr erfüllen müsst. Einen Reiter weiter rechts, unter „Mein Pro“ könnt ihr unter dem Punkt „Leistungen“ einsehen, welche spezifischen Aufgaben ihr im Spiel erfüllen müsst, um dafür als Belohnung zusätzliche Punkte in den entsprechend zugeordneten Fähigkeiten hinzuzugewinnen.

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Sollte eure Karriere mal nicht so laufen, wie ihr euch das vorgestellt habt oder der Trainer euch aus unbekannten Gründen einfach schlichtweg ignorieren könnt ihr im „Mein Pro“-Menü unter „Meine Aktionen“ eine Transferanfrage an den Trainer starten, der dann entscheidet, ob er Angebote anderer Vereine an euch erlaubt oder euch weiter schmoren lässt. Wahlweise lässt sich dann auch zumindest bezüglich einer Leihe nachfragen. Und fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Für die Bewertung eures Spielers zählen natürlich nicht nur Tore. Viel wichtiger ist das Zusammenspiel aus gutem Stellungsspiel, einer hohen Quote an erfolgreichen Pässen, geglückten Dribblings, gewonnenen Zweikämpfen, eventuellen Vorlagen, Flanken und im Idealfall natürlich Toren. Wenn ihr in diesen Punkten tadellos agiert und zusätzlich auch noch euer Stellungsspiel beibehaltet, werden die ersten Noten und Einsätze folgen.

Macht euch keine Gedanken, wenn ihr zu Beginn zu so gut wie keinen Einsatzzeiten kommt. Vor allem bei großen Vereinen werdet ihr zumindest als selbst erstellter Spieler mit unter 70 Punkten in einer Champions-League-Mannschaft wohl kaum von Spieltag 1 an zur Stammelf gehören und vielleicht ohne nachzufragen vom Trainer auf die Leihliste gepackt. So verschafft ihr euch dann immerhin Spielpraxis.

Ob ihr während der Partien lieber aus der voreingestellten Pro-Kamera (hinter dem Spieler) oder der normalen Kamera spielen wollt, bleibt dabei euch überlassen. Die Pro-Kamera mag für manch einen zu hektisch wirken. Das lässt sich zwar über die Kameraeinstellungen noch etwas eindämmen, allerdings bieten die anderen Einstellungen das vertrautere Formationsgefühl. Allerdings müsst euch bei denen dann mehr am Radar orientieren, wenn ihr auf eurer Position mal nicht im Spielausschnitt zu sehen seid, trotzdem aber eure Position einhalten müsst.

Eure aktuelle Spielerbewertung während des Spiels könnt ihr jederzeit unten am Spielernamen nebe der Ausdauer entnehmen. Gelbe Pfeile unter dem Spieler zeigen euch auf, wohin ihr laufen müsst, um keine Bewertungsabzüge aufgrund von falschem Stellungsspiel zu bekommen. Mit der Flanken-Taste befehligt ihr euren Mitspieler, euch mit einer Flanke zu bedienen. Bei einer Ecke für eure Mannschaft verlangt ihr so auch nach dem Eckball auf euren Spieler. Mit der Passtaste verlangt ihr demzufolge den Pass vom Mitspieler, mit der Laufpass-Taste dann entsprechend einen Steilpass auf auch und wenn ihr die Schuss-Taste drückt, versucht euer Mitspieler in Ballbesitz einen Torschuss.

Seid ihr nicht in Ballbesitz und in der Verteidigung, beauftragt ihr mit RB/R1 eure Mitspieler, den ballführenden Gegner zu doppeln, während euch die Gegenspieler mit einem roten Kreis angezeigt werden, für deren Manndeckung euer Spieler gerade verantwortlich ist. Achtet darauf, dass an sich von euch in der Defensive keine Befehle zwingend notwendig sind. Wenn ihr also in der Defensive die ganze Zeit den Befehl zum Doppeln geht, die Zweikämpfe eurer Mitspieler dann allerdings daneben gehen, wird euch auch jedes Mal ein bisschen von der Gesamtnote abgezogen – Das gilt auch für Fehlpässe, begangene Fouls und missglückte Flanken. Bei den nicht genutzten Torchancen ist es immer eine Frage der Situation, ob ihr sie kläglich vergeben habt, oder das die einzige Chance des Spiels war – immerhin.

Lasst euch nicht dazu verleiten, euch für jeden Pass als Empfänger ansprechbar zu fühlen, jedem ballführenden Gegner hinterherzurennen. Denn dann seid ihr noch vor Halbzeitpfiff platt und notentechnisch mindestens genauso untendurch. Behaltet eure Position bei, natürlich dürft ihr auch mal „ausreißen“ und einem Mitspieler helfen oder die Zweikampf-Initiative ergreifen – allerdings in Maßen. Wichtig ist, dass ihr ein gutes Match abliefert, dann kommt der Erfolg von ganz allein. Und wenn ihr verliert, seid nicht nur ihr schuld, sondern das gesamte Team – im Gegensatz zu allen anderen Spielmodi in FIFA 15.

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