Level 1: Was haben Lionel Messi und Mario Götze gemeinsam? Die Antwort liegt fast jedem Fußballfan sofort auf der Zunge: klein, wendig, trickreich, mitunter spielentscheidend. Das war einfach. Und was kann man dagegen tun?
Götze zustellen statt foulen. Taktisch gewinnt.FazitLevel 2: Was haben Mainz 05, Borussia Dortmund und der FC Barcelona gemeinsam? Sie versuchen, den Ball per Direktspiel zirkulieren zu lassen - ohne dass der Gegner die Chance hat, in Zweikämpfen die technische Versiertheit mit körperlichem Einsatz wettzumachen. Zugegeben, auch das ist ein offenes Geheimnis, wenn es so etwas geben sollte. Aber wie stellt das eine Fußballsimulation dar? Wie wird man sanft gezwungen, am Controller mit der taktischen Veränderung im Topfußball Schritt zu halten?
Es ist das Verhängnis von Computerspielen, die sich an der Realität orientieren, dass sie dies nur mit Verzögerung tun können. Fifa 12 macht es geschickt. Es setzt nicht dort an, wo das vermeintliche Herz des „neuen“ Fußballs sitzt, des berauschenden Systems, das etwa Borussia Dortmund und Mainz in der vergangenen Saison in der Bundesliga praktizierten. Dem schnellen Angriff, der Räume aufreißt, wo vorher keine waren, und so Spieler wie Mario Götze so eminent wichtig macht. Nein, Fifa setzt auf Verteidigung. Taktisch. Simples Doppeln des Ballführenden war gestern, jetzt heißen die Schlüsselworte und -tasten Abdrängen und Zustellen.
Nicht nur Arjen Robben kann dribbeln, sondern auch Mats Hummels kann es filigran.Das übliche Tackling, früher die Rammelfunktion für schnelle Balleroberung, hilft bei der „Taktischen Verteidigung“ nur noch punktuell – im richtigen Moment. Wenn es dann als erfolgreicher Abschluss von vorausschauendem, abwartenden Abwehrspiel funktioniert, können Fußballkommentatoren endlich wieder ein freudiges „Hervorragend antizipiert!“ oder ein wissend raunendes „mit all seiner Erfahrung...“ auspacken. Ansonsten kann der Gegner mich eiskalt ausspielen. Zwar kann ich in den Einstellungen auch zum alten Verteidigungssystem umschalten, aber ehrlich gesagt: Das neue funktioniert, warum also zurück?
Wenn jemand gut in der Abwehr steht, ist normalerweise kaum ein Durchkommen – Catenaccio am Bildschirm droht. In vergangenen Versionen waren angreifende und vor allem die international bekannte Mannschaften wie die halbe Premier League, italienische Topteams oder etwa Bayern München so sehr im Vorteil, dass es nicht zu statischem Spiel kommen konnte. Fifa 12 führt als Konterfunktion zum taktischen Verteidigen das Präzisionsdribbling ein, das, über eine Taste aktiviert, den entscheidenden Schritt, den entscheidenden Schuss aufs Tor ermöglicht.
Mehr Realismus ist offenbar der Ansatzpunkt, der Fifa endgültig weg vom Vorwurf des vermeintlich plumpen Arcade-Titels führen soll. Neben den neuen Dribblings und dem modernen Verteidigen zeigt das auch die neue Kollisionssimulation der Spieler. In Echtzeit berechnet, rammt Bastian Schweinsteiger von den Bayern in André Schürrle von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen – der Einsatz der „Player Impact Engine“. Ein Pfiff ertönt, Freistoß für die Bayern. Umstrittene Entscheidungen sind ein elementarer Bestandteil des Fußball, rufen Emotionen hervor, von denen der Sport profitiert. Und die auch in Fifa 12 ihren Platz finden. Etwa wenn Körpereinsatz plötzlich als Foul ausgelegt wird.
Manche drängeln, andere schummeln sich so durch.Frustrierend ist das nicht, sondern erfrischend. Und kontrovers, wie mehrere Stunden Duelle Deutschlands mit Argentinien zeigen. Da lasse ich – mühelos in Jogis Rolle geschlüpft – meine Jungs den Ball zirkulieren, dass Mr. Messi nur staunend hinterherlaufen kann. Cambiasso spielt noch immer, aber plötzlich sind die Südamerikaner die Geister der deutschen Fußballvergangenheit und tackeln, was die Grasnarbe hält.
Zugegeben, das liegt natürlich auch am menschlichen Gegner auf der Couch neben mir, der recht schnell wieder auf die traditionelle Art des Verteidigens umgeschaltet hat. Allerdings ist es wie ein Spiel von Borussia Dortmund gegen einen x-beliebigen Gegner in der vergangenen Spielzeit: System schlägt individuelle Klasse. Auch wenn ich die Sahin, Barrios & Co. damit nicht absprechen will (das beruhigt die Anhänger des schwarz-gelben Fußballs hoffentlich).
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wie kann man shooter mit fußball vergleichen?
Hi, kommt auch ein test zu PES?
Fifa investiert ja ziemlich viel in den Online-Modus.
Naja, Fifa 12 wird geholt. Sind die Ladezeiten im Managermodus noch genauso "lang" wie im letzten Jahr? (PS3)?
aber ne neue steuerung, neue KI und Engine zählt nich? oder neue überarbeitete managermodi und sowas wie jedes jahr verbesserte animationen
dann hätte man auch sagen können, naja, starcraft 2 ist genau wie starcraft eins.
man bräuchte nie wieder n neues hack n slay.
soll ich dann mein leben lang ISS-Deluxe aufm SNES zocken, weils ja seitdem bis zu PES 2012 kein unterschied gab?
(wahlweise FIFA soccer 94 aufm SNES, wobei das damals unspielbarer dreck in meinen augen war^^)
Schon seit 2009 ist FIFA deutlich besser, auch was den Realismus angeht.
Die Jahre davor (Jahrzehnt muss man ja schon sagen) konnte man sich noch streiten, ob FIFA oder PES, aber die letzten Jahre wars für mich eindeutig.
Und zum Vergleich FIFA - CoD - Siedler:
Das ist ja fast beleidigend.
Siedler ist als Reihe eine der besten unter den Videospielen.
CoD als Aufguss zu verglimpfen, dass versteh ich.
Bei FIFA wiederum nicht, da gibts schließlich auch jedes Jahr ne neue Saison.
Jedes Jahr n leicht abgewandelter Aufguss ist irgendwo Quatsch, aber die Spieler wollens ja. Und wenn jedes Jahr blödsinnig Geld damit gemacht wird, wirds halt auch jährlich ne neue Version geben, so einfach ist das.
Battelfield - jedes mal das selbe
Die Siedler - jedes mal das selbe
Civ - jedes mal das selbe
Muster anyone ?
Aber ich mag eh kein Fussball von daher.