Autor: Anja Rudlaff

Der goldene Oktober bringt uns dem Fußball wieder näher. Die Entwickler von EA haben sich ans Werk gemacht, um uns eine verbesserte Version der "FIFA"-Reihe auch für den schmucken Zweibildschirmer von Nintendo zu bescheren.

Wir haben "FIFA 07" unter die Lupe genommen. Welche Erkenntnisse wir dabei gewinnen konnten, erfahrt ihr, wenn ihr hier gleich weiter lest.

FIFA 07 - Tricks MovieEin weiteres Video

Das Spiel zur Lage der Nation
Kaum ist der Fußballsommer passé, kehrt wieder Ruhe ein in die deutschen Wohnzimmer. Die Zivilbeflaggung an Fenstern und Autoscheiben reduziert sich merklich. Im Fernsehen laufen zur Abwechslung auch mal wieder Beiträge über Boxen und Formel-1. Und die Frauen haben den Fußball jetzt auch für sich entdeckt. Immerhin konnten sie feststellen, dass der Sport um das mittlerweile exakt runde Leder eindeutige Vorzüge gegenüber dem Matratzensport hat, denn hier geht es nach 45 Minuten in die zweite Runde und kein Spiel findet ohne Fummeln statt.

FIFA 07 - Fummeln auf dem Dualscreen: Fußball zum Anfassen statt Ringelpietz

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Das Sommermärchen geht weiter! Jetzt auch auf dem NDS.
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Da kommt eine Fußball-Portierung auf den handtaschenzahmen NDS gerade recht. Denn Zuschauen allein genügt nicht, meine Damen und Herren! Wer seinen sofastrapazierten Hintern schon nicht höchstpersönlich auf den Sportplatz bemühen will, der kann sich zumindest auf dem virtuellen Rasen seine Lorbeeren verdienen. Aber keine Sorge. Keiner muss einen digitalen Ronaldinho-Dance hinlegen. Die Kombos beschränken sich auf reguläre Angriffs- und Verteidigungsmoves. Zu den Besonderheiten der Touchscreenfunktionen gehören Spezialtaktiken und Touch Runs, die das Spiel interessanter gestalten.

Zentraler Inhalt des Games ist natürlich der Karriere-Modus, der auf fünf Jahre angelegt ist. Wahlweise könnt ihr euren Lieblingsclub oder einen selbst kreierten Verein zum Sieg führen. Ob ihr die fünf Jahre allerdings durchsteht, wird sich zeigen. Das ist in der Realität ja schon kaum zu realisieren.

Packshot zu FIFA 07FIFA 07Erschienen für GBA, DS, GameCube, PC, PS2, PSP, XBox und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Wer das schnelle Spiel zwischendurch bevorzugt, vergnügt sich im Turnier. Dazu stehen 25 verschiedene Ligen und haufenweise Vereine zur Auswahl. Und natürlich kann man auch hier wieder zwischen vier Schwierigkeitsgraden wählen. Nach jeweils fünf siegreichen Begegnungen werden neue Herausforderungen frei geschaltet. Der Multiplayer-Modus ist sicherlich eine reizvolle Komponente, lässt sich allerdings nur mit mehreren Cartridges spielen.

Bös gefummelt
Sportspiele leben ja bekanntlich von Steuerung und Stimmung. Das haben auch die Entwickler von "FIFA 07" beherzigt. Obwohl die grafische Darstellung bewusst einfach gehalten wurde, kann das Spiel mit dichter Atmosphäre aufwarten. Zwei Kommentatoren gehen auf das Spielgeschehen ein. Dabei irritiert allerdings, dass diese ausschließlich mit englischer Zunge sprechen.

Musikalische Untermalung findet man in Form von HipHop-Klängen, die in der Fußball-Atmosphäre etwas fehl am Platze wirken. Gelungene Treffer und ungeschickte Missgriffe werden vom pixeligen Publikum in angemessener Weise goutiert. Es lassen sich sogar Fangesänge mit dem NDS-eigenen Mikro aufnehmen und bei besonderen Gelegenheiten abspielen.

FIFA 07 - Fummeln auf dem Dualscreen: Fußball zum Anfassen statt Ringelpietz

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Fummeln und Fußball: die zwei schönsten Beschäftigungen endlich in Einem!
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Wo wir gerade bei den Eigenkreationen sind, sei noch erwähnt, dass man sich natürlich seinen eigenen Verein mit Wappen, Motto usw. entwerfen kann. Bei dieser Gelegenheit kommt auch die Touchscreen-Funktion zum Einsatz. Diese wird dann nochmals bei verschiedenen Taktiken benötigt, z.B. bei den Touch Runs, bei denen sich der im Ballbesitz befindliche Spieler mit dem Touchpen zum schnellen Vorstoß animieren lässt. Insgesamt lässt sich an der Steuerung nichts aussetzen.

Sämtlich Knöpfe und Tasten wurden sinnvoll belegt. Bedienbarkeit und Steuerung sowie das Ballverhalten wirken realistisch. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind selbst Fußballlegastheniker in der Lage, Tore zu schießen. Allerdings werden Fouls jetzt professioneller geahndet.