Far Cry 5 trägt im Namen zwar eine einstellige Ziffer, ist aber tatsächlich schon der zwölfte Teil der Shooter-Serie. Da viele Spieler bei Far Cry 4 und Far Cry Primal jedoch zunehmend unzufriedener mit dem repetitiven Gameplay waren, lässt Ubisoft sich mit dem neuesten Ableger deutlich länger Zeit, um der Reihe neue Impulse zu verpassen. Was Far Cry 5 bei der Veröffentlichung im Februar 2018 zu bieten hat, konnte ich auf der Gamescom ausprobieren. So viel vorab: Hier trifft Altbekanntes auf einige coole Neuerungen.

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In der Far-Cry-Serie habe ich mich schon an zahlreichen Orten rund um den Globus herumgetrieben – von tropischen Inseln über schneebedeckte Berge bis hin zu Steinzeit-Schauplätzen. Dieses Mal verschlägt es mich in die USA, genauer gesagt in den US-Bundestaat Montana im Nordwesten des Landes. Hier gilt es, sich einem religiösen Kult entgegenzustellen, der das idyllische und fiktionale Hope County gewalttätig besetzt hat, dessen Einwohner unterdrückt und für seine fiesen Zwecke benutzt, ausbeutet und von der Außenwelt abtrennt. Hier kommen wir zum Zuge: Wir schließen uns dem Widerstand an und ziehen in den Kampf – allen voran gegen Oberbösewicht Joseph Seed.

Far Cry 5 - Im Westen etwas Neues

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Far Cry 5 bleibt seinen Serienwurzeln treu: Es gibt wieder Fahrzeug- und Baller-Action vom Feinsten. Darüber hinaus absolviert ihr aber auch Schleicheinlagen und setzt Nahkampfwaffen ein
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Alles Gute kommt von oben

Meine Aufgabe in Gamescom-Demo ist es, ein kleines Dorf namens Fall’s End zu befreien. Aber gerne doch! Doch bevor ich starte, muss ich die erste Entscheidung treffen: Wer soll mich bei dieser Mission unterstützen? Dahinter verbirgt sich bereits eine der Neuerungen von Far Cry 5: die Unterstützung durch einen Verbündeten. Ich habe die Wahl zwischen Grace dem Sniper, Nick dem Piloten oder Boomer dem Hund. Jeder von ihnen hat seine individuellen Fähigkeiten und damit hat auch spezielle Vor- und Nachteile.

Ich entscheide mich für die Luftunterstützung und ziehe, nur mit einem Baseballschläger bewaffnet, los. Das ist kein Zufall: In Far Cry 5 setzt Ubisoft vermehrt auf Nahkampfwaffen – es soll im Spielverlauf etliche Passagen geben, die mit Schleicheinlagen lösbar sind.

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Wählt ihr in der Gamescom-Demo als Unterstützung den Piloten Nick, hilft euch dieser in Feuergefechten mit seinem im Flugzeug verbauten Maschinengewehr
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Im Hier und Jetzt sorge ich mit dem Digitalsteuerkreuz aber erst einmal dafür, dass Nick mich aus der Luft unterstützt. Ich schleiche einen kleinen Hang hinab, verschanze mich hinter einem Bus und eröffne dann mit der gefundenen Schrotflinte das Feuer. Nick unterstützt mich dabei tatkräftig mit seinem im Flugzeug installierten Maschinengewehr und ich warte darauf, bis die Gegner ihren Kopf aus der Deckung heben. Nach und nach erledige ich einen Schurken nach dem anderen.

Bis hierhin zeigt Far Cry 5 – vom neuen Setting mal abgesehen – im Vergleich zu den Vorgängern nicht allzu viele Neuerungen. Aber das ist ja erstmal nichts Schlechtes. Die Steuerung funktioniert einwandfrei, das Waffen-Handling ist angenehm fordernd und der Radar und die Karten weisen mir den Weg. Die Grafik sieht zudem nach wie vor gut, wenn auch nicht überragend aus.

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Far Cry 5 spielt in den USA, genauer gesagt in Montana. Ein religiöser Kult unterdrückt im fiktiven Hope County die einheimische Bevölkerung
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Nachdem ich Fall’s End schließlich befreit habe, verändert sich in einer kleinen Zwischensequenz das Dorf. Bewohner entfernen die vor den Fenstern ihrer Häuser angenagelten Bretter und die Bar nimmt ihren Betrieb wieder auf. In dieser treffe ich die Barkeeperin, die mich zu Nicks Flugplatz schickt. Ich schnappe mir ein Auto und düse los. Am Zielort angekommen, helfe ich Nick, seinen Flugplatz gegenüber Widersachern zu behaupten und erhalte die nächste Aufgabe: Ich soll die Drogen-Konvois des religiösen Kults mit Bomben zerstören.

Abgehoben

Dazu schwinge ich mich in Nicks Flugzeug und fliege über die Wälder von Hope County. Das ist ein erster Aha-Moment: Die Fliegerei fühlt sich cool an und erzeugt ein angenehmes neues Spielgefühl, das Far Cry 5 von seinen Vorgängern abhebt.

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In Far Cry 5 steigt ihr selbst ins Flugzeug-Cockpit und schaltet von dort aus beispielsweise Drogen-Konvois mit Bomben aus: Wow!
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Das Erfüllen der Aufgabe gelingt mir dank der exakten und spaßigen Flugzeugsteuerung problemlos. Im Anschluss muss ich noch ein angreifendes Flugzeug vom Himmel holen. Das ist dank Raketen und Maschinengewehr an Bord aber ebenfalls kein Problem oder gar stressig – ganz im Gegenteil. Die Flug-Action unterhält prima und ist eine willkommene Abwechslung. Far Cry 5 gewinnt mit seinen Flugeinlagen eine ganz neue Dimension als Spielort dazu: den Himmel.

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An dieser Stelle endet mein Ausflug nach Hope County leider schon. Was bleibt, ist ein durchaus bleibender Ersteindruck, in dem mir das Spiel zwei Gesichter gezeigt hat: Zum einen hält Ubisoft an bewährten Säulen der Shooter-Serie fest – auch in Far Cry 5 gibt es massig Explosionen, einen verrückten Oberfiesling, ein frisches Setting, viele Waffen, ein großes Open-World-Areal und den vertrauten Spielablauf. Gleichzeitig freue ich mich aber über neue Spielelemente wie die KI-Verbündeten, den häufigeren Einsatz von Nahkampfwaffen und die Lufteinsätze. Weitere bisher bekannte Neuerungen: Ich darf im fertigen Spiel die Angelroute schwingen und die Kampagne auf eigene Faust oder im Koop-Modus mit einem Freund spielen.