Spielt man hier in Deutschland lokalisierte PC-Games hat man öfter den Eindruck, dass die Welt da draußen doch nicht so schlecht ist. Menschen fallen scheinbar ohne zu bluten um, wenn sie erschossen werden, oder setzen sich einfach nur deprimiert und kopfschüttelnd hin.

Wo soll das denn hinführen, wenn ahnungslose Zocker, die Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr mit solchen Spielen Umgang haben aus ihren finsteren Kellern heraussteigen?

Kein Wunder dass Sie dann zu amoklaufenden Bestien werden, schließlich können Sie ja gar nicht wissen, dass Menschen sterben und dass Blut fließt wenn man auf sie schießt.

Und obwohl Ubisoft dieses Problem als erfahrener Publisher kennen sollte, hat der Händler Okaysoft an seine Kunden, die Far Cry vorbestellt haben, eine Mail geschrieben, dass der Shooter - entgegen anders lautender Mitteilungen von Ubisoft - doch ohne Verletzungs-Animationen ausgeliefert werden soll.

Das Heile-Welt-Spiel geht also für die Zocker weiter. Eigentlich ungerecht, wenn man bedenkt, dass ambitionierte Tagesschau-Zuschauer bereits seit Jahren wissen, was Spielern systematisch vorenthalten wird: Die Welt da draußen ist böse!

PS: Ubisoft hat noch nicht offiziell Stellung bezogen.

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